Extra-Geld?

Unternehmen wollen wegen Energiekrise sparen: Darf das Weihnachtsgeld dann gestrichen werden?

Zu Krisenzeiten ist vieles anders – das Geld sitzt bei einigen nicht mehr so locker, wie bisher. Unternehmen versuchen auch zu sparen.

Der Strom wird teurer und das Heizen auch – viele Unternehmen haben jetzt mehr Betriebskosten zu verbuchen als noch vor einigen Jahren. Da sind Punkte, an denen man einsparen kann, für alle gut – nicht nur einzelne Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer achten so gut es eben geht darauf, auch die Unternehmen sind davon betroffen. Wenn allerdings ein Weihnachtsgeld in den letzten Jahren gezahlt wurde, kann das jetzt aufgrund der Energiekrise gestrichen werden? Einige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fragen sich, ob das Weihnachtsgeld mit dem Gehalt auch in diesem Jahr auf dem Konto landet.

Weihnachtsgeld – das Extra-Geld, das einige einplanen

Weihnachtsshopping – wenn Sie einen Anspruch auf Weihnachtsgeld haben, dann ist auch die Energiekrise kein Grund, dieses Geld nicht auszuzahlen. (Symbolbild)

Gesetzlich geregelt ist es oft nicht, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Weihnachtsgeld erhalten. Allerdings gibt es einige Klauseln in Verträgen, die Ihnen das Geld zugestehen. Das sind beispielsweise Tarif- oder Arbeitsverträge. Allerdings können Sie auch aufgrund des betrieblichen Gleichbehandlungsgesetzes ein Weihnachtsgeld erhalten. Oder aber, Ihr Arbeitgeber hat über einen längeren Zeitraum das gleiche Geld als Weihnachtsgeld ausgezahlt, dann kann dies als „betriebliche Übung“ gewertet werden und Sie erhalten das Geld.

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Wegen der Energiekrise kein Weihnachtsgeld?

Wenn Sie einen Anspruch auf das Weihnachtsgeld haben – also einer der oben genannten Ausnahmen auf Sie zutrifft – dann darf Ihr Arbeitgeber diesen nicht ignorieren. Sollten Ihr Arbeitgeber Ihnen das Weihnachtsgeld verwehren, dann können Sie dieses bei dem zuständigen Arbeitsgericht einklagen. Allerdings können Sie sich auch vorab rechtlich beraten lassen, welche Schritte Sie gehen sollten. Beachten sollten Sie bei möglichen rechtlichen Schritten die Verjährungsfrist und eventuelle arbeitsvertragliche oder tarifvertragliche Ausschlussfristen, wie das Portal RPonline.de die Arbeitnehmerkammer zitiert.

Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Ralf Hirschberger/dpa (Archivbild/Symbolbild)
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

Arbeitgeber können verhandeln:

Nach vorheriger Absprache haben Arbeitgeber die Möglichkeit, das Weihnachtsgeld auch zu einem späteren Zeitpunkt auszuzahlen.

Sollten Sie nur sporadisch ein Weihnachtsgeld erhalten haben, besteht vermutlich kein rechtlicher Anspruch auf die Zahlung des Geldes auch in diesem Jahr.

Weihnachtsgeld: Stimmen Sie mit ab.

Rubriklistenbild: © Wavebreak Media LTD/Imago

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