Sonderzahlung?

Weihnachtsgeld für Arbeitnehmende: Wem es zusteht – und wem nicht

Im Dezember gibt es für einige Arbeitnehmer einen Grund mehr zur Freude, denn sie erhalten ein Weihnachtsgeld. Doch wie ist das eigentlich geregelt?

Eine Sonderzahlung zu Weihnachten bekommen einige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgezahlt. Oft wird das Extra-Geld dann direkt für Weihnachtsgeschenke genutzt. Allerdings erhalten längst nicht alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Weihnachtsgeld, denn einen rechtlichen Anspruch darauf gibt es nicht ohne Weiteres.

Weihnachtsgeld: Ein fester rechtlicher Anspruch besteht nicht, allerdings gibt es Ausnahmen

Einen direkten Anspruch auf Weihnachtsgeld haben Sie nicht – allerdings kann sich ein Anspruch ergeben.

Arbeitgeber sind nicht verpflichtet den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Weihnachtsgeld auszuzahlen, allerdings kann das unter bestimmten Voraussetzungen anders aussehen. Beispielsweise, wenn ein Weihnachtsgeld im Tarifvertrag verankert ist, dann muss dieses gezahlt werden. Ebenfalls gezahlt werden muss, wenn folgende Punkte vorliegen.

Wann Weihnachtsgeld gezahlt werden muss

  • Betriebsvereinbarung
  • Verankerung im Arbeitsvertrag
  • freiwillige Leistung (Zusage) des Arbeitgebers
  • Anspruch aus betrieblicher Übung: Das heißt: Gibt der Arbeitgeber freiwillig drei Jahre hintereinander in gleicher Höhe ohne Vorbehalt ein Weihnachtsgeld, entsteht ein Anspruch auf diese Leistung.
  • Anspruch aufgrund des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgesetzes

Weihnachtsgeld: Mit Klausel wollen sich Arbeitgeber schützen

Als eigenen Schutz ergänzen einige Arbeitgeber folgenden Satz in Arbeitsverträgen oder Lohnbelegen: „Das Weihnachtsgeld ist eine freiwillige, jederzeit widerrufliche Leistung, auf die kein Rechtsanspruch besteht.“ Diese Formulierung sei widersprüchlich, wie das Portal Lohn-Info mit Verweis auf das Bundesarbeitsgericht (BAG) darlegt, denn die Klausel enthalte einen doppelten Vorbehalt. Daher wäre es unklar und somit unwirksam. Der angesprochene Widerrufsvorbehalt würde implizieren, dass überhaupt ein Anspruch auf die Leistung entstanden sei, dies stehe im Widerspruch zur Freiwilligkeit.

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Wie viel Weihnachtsgeld bekommen Arbeitnehmer?

Eine pauschale Höhe des Weihnachtsgeldes gibt es nicht, oft wird dafür ein gewisser Prozentsatz vom regulärem Gehalt bestimmt, wie die Expertinnen und Experten von Arbeitsrechte.de auf der eigenen Webseite mitteilen.

Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Ralf Hirschberger/dpa (Archivbild/Symbolbild)
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

Wann wird das Weihnachtsgeld ausgezahlt?

Es gibt keine allgemeingültigen Fristen, die Arbeitgeber einhalten müssen, wenn diese ein Weihnachtsgeld zahlen. Allerdings kann es wahrscheinlich sein, dass Sie das Extra-Geld mit dem November-Gehalt auf Ihrem Konto haben. Allerdings sollten Sie beachten, dass ein Teil des Weihnachtsgeldes auch an den Fiskus geht. Wenn Sie im Folgejahr eine Steuererklärung machen, haben Sie die Chance, die Differenz abzufedern, wie Arbeitsrechte.de informiert.

Rubriklistenbild: © Ingeborg Knol/Imago

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