Benimmregeln beachten

Weihnachtsfeier mit Arbeit: Lieber zu wenig als zu viel Alkohol – die Tipps

Bei vielen Betrieben gibt es nach zwei Jahren Corona-Pause wieder Weihnachtsfeiern. Doch wie benimmt man sich da richtig? Für alle diejenigen, die es vergessen haben, eine Auffrischung.

Viele Angestellte dürfen sich heuer über eine Weihnachtsfeier freuen. Schließlich ist es eine nette Gelegenheit, außerhalb der Bürowände mit den Kollegen über Privates zu quatschen, dabei gut zu essen und den geselligen Abend feuchtfröhlich ausklingen zu lassen. In den vergangenen zwei Jahren sind diese größtenteils aufgrund der Coronakrise ausgefallen, es besteht also noch einiges an Nachholbedarf.

Weihnachtsfeier unter Kollegen: besser keine Gehaltsgespräche

Doch die ungeschriebenen Regeln, wie man sich richtig bei einer Weihnachtsfeier mit Chef und Kollegen verhält, sind immer noch aktuell. Diese sind teilweise sehr simpel: Auch wenn der Chef die Spendierhosen anhat, sollte man nicht an der Bar über die Stränge schlagen. Es macht keinen guten Eindruck, wenn man lallend die anderen nervt oder am Ende völlig fertig in der Ecke liegt – oder sogar schlimmeres.

Mit den Kollegen auf dem Weihnachtsmarkt: So gemütlich kann eine Weihnachtsfeier sein.

Ein Glas Sekt, hier und da ein Gläschen Wein und viel Wasser dazwischen sorgen dafür, dass sie auch auf der Weihnachtsfeier einen klaren Kopf behalten. Vergessen Sie zudem nicht, gut zu essen, damit Sie eine feste Grundlage haben. Ansonsten könnte es im Überschwang passieren, dass sie dem Chef unangenehme Fragen stellen. Es kommt aber nicht gut an, wenn Sie beschwipst oder gar betrunken ihn auf der Party nach mehr Gehalt oder ähnlichem fragen. Das ist nicht die Zeit und der Rahmen für solch ein Gespräch.

Nichts verpassen: Alles rund ums Thema Karriere finden Sie im regelmäßigen Karriere-Newsletter unseres Partners Merkur.de.

Wenn es dann nicht so verläuft, wie Sie es wollen, kann es passieren, dass schnell Dinge ausgesprochen werden, die man am nächsten Tag vielleicht bereut. Manche werden im betrunkenen Zustand anhänglich und gehen bei ihren Kolleginnen und Kollegen einen Schritt zu weit. Bei sexueller Belästigung oder Mobbing droht sogar die fristlose Kündigung.

Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Ralf Hirschberger/dpa (Archivbild/Symbolbild)
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

Weihnachtsfeier ist nicht verpflichtend

Wenn Sie Ihre Kollegen noch nicht so gut kennen oder nicht mögen, ist es immer sicherer, Small Talk zu betreiben und sich daran zu orientieren, was die anderen machen. Übrigens: Wenn Sie allerdings keine Lust auf die Weihnachtsfeier haben, müssen Sie auch nicht hingehen. Weihnachtsfeiern finden zumeist abends bzw. nach der Arbeit statt und sind daher nicht verpflichtend. Findet Sie aber während der Arbeitszeit statt, können Sie frei entscheiden, ob Sie hingehen wollen oder nicht.

Rubriklistenbild: © Monkeybusiness Images/Imago

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Freiwilliger Wehrdienst: Wie viel verdienen die Soldaten?
Freiwilliger Wehrdienst: Wie viel verdienen die Soldaten?
Freiwilliger Wehrdienst: Wie viel verdienen die Soldaten?
Lösung Rätsel: An dieser Mathe-Aufgabe scheitern alle - nicht nur Grundschüler
Lösung Rätsel: An dieser Mathe-Aufgabe scheitern alle - nicht nur Grundschüler
Lösung Rätsel: An dieser Mathe-Aufgabe scheitern alle - nicht nur Grundschüler
No-Gos im Vorstellungsgespräch: Sechs Fragen, die nicht gut ankommen
No-Gos im Vorstellungsgespräch: Sechs Fragen, die nicht gut ankommen
No-Gos im Vorstellungsgespräch: Sechs Fragen, die nicht gut ankommen
Junge (9) will unbedingt Polizist werden – hunderte User teilen seinen Brief
Junge (9) will unbedingt Polizist werden – hunderte User teilen seinen Brief
Junge (9) will unbedingt Polizist werden – hunderte User teilen seinen Brief

Kommentare