Offensive Fragestellung

Vorstellungsgespräch: Diese verzwickte Bewerbungsfrage sollten Sie unbedingt stellen

Im Vorstellungsgespräch gilt es, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Eine Frage hilft Ihnen dabei.
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Im Vorstellungsgespräch gilt es, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Eine Frage hilft Ihnen dabei.

Wer im Bewerbungsgespräch einen guten Eindruck hinterlassen möchte, sollte keine unangenehmen Fragen stellen? Ein Experte widerspricht vehement.

„Es sind immer die mutigen – und oftmals unangenehmen – Fragen, die mich am meisten beeindrucken.“ Diese Meinung vertritt Atta Tarki, Gründer und Chef der Personalberatung ECA Partners. In seinen zehn Jahren Berufserfahrung wäre ihm immer wieder aufgefallen, dass Bewerber sich häufig nicht trauen, riskante – aber wichtige – Fragen zu stellen. Dabei wären es genau solche Fragen, die er gerne öfter von Bewerbern hören würde, wird er weiter vom Portal Business Insider zitiert.

Eine gesunde Mischung aus interessierten Fragen und aktivem Zuhören: Das empfindet jeder Gesprächspartner als angenehm – auch der Personaler im Vorstellungsgespräch. Aber im Bewerbungsgespräch gilt es auch, bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Dabei helfen Fragen, die zeigen, dass man keine Scheu vor eher unangenehmen Themen hat.

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was beim Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist natürlich, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken.
Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was für das Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken. Bleiben Sie zudem authentisch. Was allzu übertrieben wirkt, sollten Sie im Zweifel besser vermeiden. © IMAGO / Westend61
Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Vor dem Bewerbungsgespräch sollten Sie zudem genügend Zeit für die Körperpflege einplanen. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.  © IMAGO / YAY Images
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch.
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch. © IMAGO / Westend61
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen.
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand zum Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen. Wenn Ihnen zur Begrüßung hingegen jemand ein Mineralwasser oder einen Kaffee anbietet, dürfen Sie das gerne annehmen. Vergessen Sie dabei niemals, sich höflich zu bedanken.  © IMAGO / Westend61
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut. © IMAGO / Westend61
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein.
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein. Schließlich geht es darum, dass die künftigen Kollegen Sie besser kennenlernen. Und auch Sie sollten sich natürlich einen Eindruck verschaffen können, ob die neue Stelle zu Ihnen passt. © IMAGO / Westend61
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für viele Recruiter ist das ein No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.  © IMAGO / YAY Images
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. Sollten Sie trotzdem verspätet sein, brauchen Sie dafür eine sehr plausible Erklärung.  © IMAGO / Westend61
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.  © IMAGO / Westend61
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.  © IMAGO / YAY Images

„Er wirkte sehr faul“: Antwort im Bewerbungsgespräch, die stutzig machen sollte

Eine solche Frage könnte etwa sein: „Können Sie mir Beispiele von Leuten geben, die vorher diese Rolle besetzt haben und die eine schlechte Wahl waren? Und warum?“. Zum einen zeigt diese Frage, dass Sie sich viele Gedanken über die Anforderungen gemacht haben, die die neue Stelle mit sich bringt – was jedem Personaler imponieren dürfte. Zum anderen kann diese Frage sehr viele Informationen über den potentiellen neuen Arbeitgeber geben.

Umfrage zum Thema

Wenn der Personaler etwa jemanden beschreibt, der sich sehr nach Ihnen und Ihrer Art zu Arbeiten anhört, dann könnte das ein Zeichen sein, dass die ausgeschriebene Stelle nicht wirklich zu Ihnen passt. Auch über den Arbeitgeber selbst gibt die Antwort auf die Frage aufschlussreiche Infos. So wäre es kein gutes Zeichen, wenn Personaler oder Chef im Gespräch schlecht über den ehemaligen Mitarbeiter sprechen würden. Antworten wie „Er wirkte sehr faul“ oder „Ich wusste einfach nie, was er gerade in seiner Arbeitszeit macht“ sind Atta Tarki zufolge Signale dafür, dass Sie die Wahl des zukünftigen Arbeitgebers nochmal überdenken sollten. (jg)

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