Auf die Umgebung achten

Vorstellungsgespräch: Was Ihnen die Umgebung über das Arbeitsklima verrät

Wer ein Vorstellungsgespräch hat, möchte sich von seiner besten Seite zeigen – sinnvoll ist es aber auch, aufmerksam die Umgebung zu beobachten.

Zu Bewerbungsphasen gehört ein Vorstellungsgespräch meistens dazu, dabei wollen sich besonders die Bewerberinnen und Bewerber von ihrer besten Seite zeigen. Aber auch Unternehmen konzentrieren sich besonders auf ihre Vorzüge. Das Portal Karrierebibel hat zusammengefasst, warum Bewerberinnen und Bewerber besonders auf ihre Umgebung bei einem Vorstellungsgespräch achten sollten.

Darum sollten Sie bei Ihrem Vorstellungsgespräch auf Ihre Umgebung achten. (Symbolfoto)

Vorstellungsgespräch: Zwischen den Zeilen lesen und Informationen sammeln

Bei einem Vorstellungsgespräch zählt natürlich der persönliche Eindruck, den, den der Arbeitgeber gewinnt und den, den Sie von dem Unternehmen gewinnen. Das ist ganz individuell – wenn Sie aufmerksam sind, dann lernen Sie, wie Sie zwischen den Zeilen lesen, um das Unternehmen noch besser einschätzen zu können. Wenn Sie etwas alarmiert, dann ist das zunächst kein Grund zur Sorge, sollten aber immer mehr Situationen aufkommen, die Sie skeptisch werden lassen, dann recherchieren Sie weiter. Vielleicht wird Ihre Einschätzung im Internet von anderen Bewerberinnen und Bewerbern oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestätigt.

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was beim Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist natürlich, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken.
Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was für das Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken. Bleiben Sie zudem authentisch. Was allzu übertrieben wirkt, sollten Sie im Zweifel besser vermeiden. © IMAGO / Westend61
Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Vor dem Bewerbungsgespräch sollten Sie zudem genügend Zeit für die Körperpflege einplanen. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.  © IMAGO / YAY Images
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch.
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch. © IMAGO / Westend61
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen.
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand zum Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen. Wenn Ihnen zur Begrüßung hingegen jemand ein Mineralwasser oder einen Kaffee anbietet, dürfen Sie das gerne annehmen. Vergessen Sie dabei niemals, sich höflich zu bedanken.  © IMAGO / Westend61
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut. © IMAGO / Westend61
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein.
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein. Schließlich geht es darum, dass die künftigen Kollegen Sie besser kennenlernen. Und auch Sie sollten sich natürlich einen Eindruck verschaffen können, ob die neue Stelle zu Ihnen passt. © IMAGO / Westend61
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für viele Recruiter ist das ein No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.  © IMAGO / YAY Images
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. Sollten Sie trotzdem verspätet sein, brauchen Sie dafür eine sehr plausible Erklärung.  © IMAGO / Westend61
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.  © IMAGO / Westend61
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.  © IMAGO / YAY Images

Vorstellungsgespräch: Darauf sollten Sie achten

  • Wie werden Sie empfangen? Sie wurden zu dem Vorstellungsgespräch eingeladen, das heißt, Sie haben einen Termin. Trotzdem kann es vorkommen, dass Sie einen Moment warten müssen. Wird Ihnen ein Sitzplatz angeboten? Bekommen Sie vielleicht etwas zu trinken? Wenn es dann losgeht: Werden Sie mit Namen angesprochen? Ist Ihr Lebenslauf bekannt? Falls nein, könnte Ihr Vorstellungsgespräch als lästiger Pflichttermin gesehen werden.
  • Wie gehen die Mitarbeiter miteinander um? Manchmal sitzen Ihnen mehrere Personen gegenüber, wie verhalten diese sich untereinander? Gibt es einen freundlichen und respektvollen Kontakt oder wirkt das Verhalten aufgesetzt? Hier können Sie mögliches Hierarchieverhalten und Teamgeist erkennen.
  • Wie agiert der Chef? Es gibt ein Sprichwort, das besagt, dass der Fisch oft vom Kopf stinkt. Das können Sie auch bei Ihrem Vorstellungsgespräch in Ansätzen herausfinden. Es wird eine Person geben, die mehr zu sagen hat, als die anderen und wie diese Person sich im Umgang mit anderen Beisitzern verhält, gibt Aufschluss auf die Teamführung.
  • Wie ist die Kleiderordnung? Am Kleidungsstil können Sie auch das Betriebsklima ablesen. Achten Sie darauf, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen, ist das eher konservativ oder leger-modern? Für das Vorstellungsgespräch gilt: Ziehen Sie sich lieber etwas zu schick an.
  • Körpersprache: Was der Mund nicht verrät, verrät meist der Körper. Achten Sie darauf, welche körperlichen Signale Sie bekommen. Wie ist die Sitzordnung? Ist man Ihnen zugewandt?
  • Wie sehen die Arbeitsplätze aus? Versuchen Sie schon einmal einen Blick zu erhaschen, wie Ihr Arbeitsumfeld aussieht. Gibt es Gemeinschaftsräume, in denen man sich unterhalten kann? Wie sehen die Büros aus? Gibt es Hinweise darauf, ob Wert auf Ergonomie gelegt wird?
  • Wirken die Mitarbeiter glücklich? Es kann eine Momentaufnahme sein, es schadet allerdings trotzdem nicht, zu schauen, ob die Mitarbeiter gestresst oder glücklich erscheinen.

Rubriklistenbild: © Imago

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