Arbeitnehmerwünsche

Unbegrenzter Urlaub für bessere mentale Gesundheit – ein Arbeitnehmerwunsch

Der Job bestimmt den Alltag, richtig abschalten ist nicht möglich und auch im Urlaub ist die Arbeit noch im Hinterkopf – so geht es einigen Arbeitnehmern.

Jetzt in den Sommermonaten steht für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der langersehnte Urlaub an, vielleicht geht es zur Entspannung in ein Hotel oder es werden Ausflugsziele in der Heimat erkundet. Was einige allerdings gemein haben, ist, dass sie die Arbeit nicht richtig vergessen können. Die Job- und Recruiting-Plattform Glassdoor hat Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu dem Thema Urlaub befragt. So verdoppeln Sie Ihre Urlaubstage für 2023.

Besonders junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren sind laut einer Umfrage von Glassdoor nicht mit ihren Urlaubstagen zufrieden. (Symbolbild)

Unbegrenzter Urlaub: 78 Prozent der Arbeitnehmer wünschen sich mehr Urlaub

Lange darauf hingefiebert, aber schnell wieder vorbei – so ist das meist mit dem Urlaub. Rund 78 Prozent der befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gaben an, dass sie sich mehr Urlaub wünschen. Dabei sind laut Glassdoor besonders die jüngeren Befragten nicht glücklich. Von den 18- bis 24-Jährigen sind nur 17 Prozent mit den verfügbaren Urlaubstagen zufrieden.

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Diskussionen über Burnout – hilft unbegrenzter Urlaub?

Immer mehr Menschen diskutieren über Burn Out, das hat ein Forschungsteam von Glassdoor herausgefunden. Den Angaben zufolge sollen sich die Diskussionen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den vergangenen zwölf Monaten stark vermehrt haben. Es sei ein Anstieg von rund 93 Prozent zu verzeichnen gewesen. Der Großteil (68 Prozent) glaubt, dass der Jahresurlaub einem möglichen Burn Out vorbeugen kann, laut der Umfrage wird nur ein Viertel der Befragten von dem Arbeitgeber ermutigt, den gesamten Urlaub zu nehmen. Ein Drittel der Befragten gab an, dass sie ihren Urlaub nicht vollständig nehmen konnten, weil sie zu viel Arbeit hatten. Auch die veränderten Arbeitsbedingungen seien ein Problem, durch Homeoffice sollen einige Befragte vergessen haben, Urlaub zu nehmen.

Gehalt: Bei welchen Jobs Sie gut verdienen können

Das Durchschnittsgehalt in Deutschland beträgt 51.009 Euro brutto im Jahr.
Das Durchschnittsgehalt in Deutschland beträgt 51.009 Euro brutto im Jahr. Das Jahresmediangehalt (Mittelwert) liegt bei 44.074 Euro brutto. Das zeigt der gemeinsame Gehaltsreport 2022 der Portale Gehalt.de und Stepstone.de, für die mehr als 600.000 Gehaltsdaten analysiert wurden.  © IMAGO
Frauen verdienen jährlich 40.533 Euro brutto im Median, Männer 47.320 Euro brutto.
Frauen verdienen jährlich 40.533 Euro brutto im Median, Männer 47.320 Euro brutto. © Andrey Popov/Imago/Panthermedia
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Personalverantwortung wird belohnt: Das Gehalt von Führungskräften liegt bei 86.349 Euro brutto im Jahr, während Fachkräfte ohne Personalverantwortung im Median 43.628 Euro brutto verdienen. © IMAGO/donfiore
Das Ranking der Großstädte dominiert Frankfurt am Main mit 54.100 Euro. Es folgen München (53.900 Euro) und Stuttgart (53.600 Euro).
Das Ranking der Großstädte dominiert Frankfurt am Main mit 54.100 Euro. Es folgen München (53.900 Euro) und Stuttgart (53.600 Euro).  © Monika Skolimowska/dpa
Geldscheine. Der Gehaltsreport 2022 zeigt, wo Sie aktuell die besten Chancen auf ein gutes Gehalt haben.
Der Gehaltsreport 2022 zeigt, wo Sie aktuell die besten Chancen auf ein gutes Gehalt haben.  © Robert Michael/dpa
In Hessen liegt das Durchschnittsmediangehalt mit 47.840 Euro deutschlandweit am höchsten.
In Hessen liegt das Durchschnittsmediangehalt mit 47.840 Euro deutschlandweit am höchsten. Auf Platz 2 folgt Baden-Württemberg mit 47.806 Euro, Bayern landet auf dem dritten Platz (46.800 Euro).  © Lutz Wallroth/Imago
Der bestbezahlte Beruf in Deutschland kommt wie schon in den letzten Jahren aus der Berufsgruppe der Akademiker. Ärztinnen und Ärzte gehören mit einem Gehalt von 78.317 Euro im Median (Mittelwert) zu den Spitzenverdienern.
Der bestbezahlte Beruf in Deutschland kommt wie schon in den letzten Jahren aus der Berufsgruppe der Akademiker. Ärztinnen und Ärzte gehören mit einem Gehalt von 78.317 Euro im Median (Mittelwert) zu den Spitzenverdienern.  © IMAGO / YAY Images
Auf Platz zwei folgen Mitarbeitende im Vertrieb (zum Beispiel Key Account Management), die vor allem durch flexible Gehaltsbestandteile wie Boni im oberen Bereich des Rankings landen.
Auf Platz zwei folgen Mitarbeitende im Vertrieb (zum Beispiel Key Account Management), die vor allem durch flexible Gehaltsbestandteile wie Boni im oberen Bereich des Rankings landen. Ein Gehalt von 62.379 Euro Euro im Median (Mittelwert) kann sich hier durchaus sehen lassen.  © Katarina Premfors/Imago
Auch Unternehmensberater werden top entlohnt
Auch Unternehmensberater werden top entlohnt und landen dem Ranking zufolge auf Platz 3 – mit einem Gehalt von 62.119 Euro im Median (Mittelwert). © Thomas Trutschel/photothek/Imago
Bei den Berufen ohne akademische Ausbildung verdienen Finanzexpert/innen am besten: Ihnen winkt ein Jahresgehalt von 43.175 Euro brutto im Median, gefolgt von IT-Expert/innen (42.758 Euro) und Personaler/innen (42.011 Euro).
Bei den Berufen ohne akademische Ausbildung verdienen Finanzexpert/innen am besten: Ihnen winkt ein Jahresgehalt von 43.175 Euro brutto im Median, gefolgt von IT-Expert/innen (42.758 Euro) und Personaler/innen (42.011 Euro).  © Arno Burgi/dpa
Zu den bestbezahlten Branchen in Deutschland gehört laut des Gehaltsreports die Halbleiterbranche
Zu den bestbezahlten Branchen in Deutschland gehören laut des Gehaltsreports die Halbleiterbranche mit 62.963 Euro Jahresgehalt brutto (Median), der Bereich Biotechnologie mit 61.542 Euro brutto (Median) sowie Banken mit 58.341 Euro brutto im Median. © Kay Nietfeld/dpa
Der Einzelhandel schneidet dagegen mit 32.000 bis 35.000 Euro jährlich verhältnismäßig schlecht ab.
Der Einzelhandel schneidet dagegen mit 32.000 bis 35.000 Euro jährlich verhältnismäßig schlecht ab. Auch in Hotels und Gaststätten (31.2000 Euro) sowie in Callcentern (28.916 Euro) erwartet Mitarbeiter die niedrigsten Gehälter über alle Branchen hinweg. © Malte Christians/dpa

Nach dem Urlaub etwas entspannter zurück an den Arbeitsplatz

Urlaub soll arbeitsbezogenen Stress reduzieren, genau das klappt auch bei 34 Prozent der Befragten. Der Umfrage von Glassdoor ist zu entnehmen, dass Frauen (33 Prozent) ein bisschen erholter als Männer (25 Prozent) aus dem Urlaub kommen. Allgemein fühlt sich der Großteil der Befragten (71 Prozent) allerdings mental gestärkter, wenn es nach dem Urlaub wieder an den Arbeitsplatz geht. Rund 54 Prozent der Befragten in der Glassdoor-Umfrage wünscht sich, dass es einen unbegrenzten Urlaub gibt, um etwas für die mentale Gesundheit zu tun. Gerade durch die Corona-Pandemie sind neue Arbeitsmodelle aufgekommen, in vielen Bereichen kann flexibler gearbeitet werden. Laut den Informationen von Glassdoor gibt es bereits jetzt Arbeitgeber, die unbegrenzten Urlaub anbieten. Eine andere Sichtweise und Entschleunigung kann auch Workation bringen, da arbeiten Sie dort, wo andere Urlaub machen.

Rubriklistenbild: © Erwin Wodicka/Imago

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