Skills und Jobausschreibung

Job: Bewerben Sie sich, auch wenn die Anforderungen nicht komplett passen

Bei Stellenangeboten müssen die Anforderungen nicht zu 100 Prozent zu Ihren Skills passen, damit Sie für den ausgeschriebenen Job infrage kommen.

Wenn Sie sich beruflich umorientieren, durchforsten Sie viele Stellenangebote. Sie machen sich Notizen zu Stellen oder legen Lesezeichen an, weil eine Stelle interessant klingt, Sie sich aber nicht durchringen können, sich zu bewerben. Manchmal passen kleinere Anforderungen nicht komplett zu dem eigenen Lebenslauf oder es ist mehr Berufserfahrung gefragt. Davon sollten Sie sich allerdings nicht abschrecken lassen. Machen Sie trotzdem Ihre Bewerbung fertig, auch wenn Ihre Skills nicht zu 100 Prozent auf das Stellenangebot passen. Eine Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass es für eine Einstellung nicht das perfekte Match braucht.

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So gut passen Stellenangebot und Mitarbeiter zusammen

Für die Analyse hat IW die Daten von Unternehmen und Bewerberinnen und Bewerbern im Zeitraum von 2018 bis zum Frühjahr 2022 von Hays aus Deutschland einbezogen. Bei der untersuchten Positionen und Skills handelt es sich um höher besetzte Positionen mit einem akademischen Hintergrund. Insgesamt wurden 53.327 Datensätze mit 282 Berufen erhoben, diese stammen überwiegend aus den Bereichen IT, Finance, Ingenieurswesen und aus dem medizinischen Bereich.

Die Forscherinnen und Forscher konnten innerhalb des untersuchten Zeitraums insgesamt einen Rückgang der Matching-Qualität zwischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und Stellenangebot des Unternehmens erkennen.

20182021
Matching-Qualität in Prozent 60,558,4

Die persönlichen Skills und die Skills, die in dem Stellenangebot des Unternehmens erforderlich waren, haben im vergangenen Jahr zu weniger als zwei Dritteln (58,4 Prozent) zusammengepasst. Laut den Forscherinnen und Forschern könne das unter anderem daran liegen, dass das Arbeitskräfteangebot immer mehr eingeschränkt werde. Denkbar sei allerdings auch eine Verschiebung der Berufs- und Altersstruktur.

Die Anforderungen von Stellenangebote und die Skills der Bewerberinnen und Bewerber passen nur zu 58,4 Prozent zusammen. (Symbolbild)

Stellenangebot und Mitarbeiter – so gut passt es zusammen

Beruf 2018201920202021
Helpdesk/Support46,0% 42,2% 46,8%43,3%
Einkäufer/in 61,2%58,7%64,3% 55,7%
Finanzbuchhalter/in 54,8%54,9%51,9%53,5%
Konstrukteur/in 63,4%62,8%61,5% 61,3%

Die Daten stammen von Hays und dem Institut der Deutschen Wirtschaft, hier werden die Ergebnisse nur ausschnittsweise dargestellt.

Die Forscherinnen und Forscher haben sich ebenfalls angeschaut, wie die Qualität der Skills mit dem Alter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereinbar sind:

Beruf unter 30 Jahre 30 bis 50 Jahre 50 bis 70 Jahre
Helpdesk/Support ca. 35 Prozent ca. 45 Prozent ca. 49 Prozent
Einkäufer/in ca. 53 Prozent ca. 58 Prozent ca. 63 Prozent
Finanzbuchhalter/in ca. 43 Prozent ca. 51 Prozent ca. 58 Prozent
Konstrukteur/in ca. 52 Prozzent ca. 63 Prozent ca. 66 Prozent

Nach Angaben der Verantwortlichen der Analyse seien die Differenzen zwischen dem Alter der Beschäftigten und verfügbaren Skills im Laufe der Jahre größer geworden. Es sei denkbar, dass jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Skills noch während der Berufsausübung verbesserten und dazulernten. So könnte sich beispielsweise das Muster erklären, dass ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über mehr passende Skills verfügten.

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © fkn
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © fkn
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © fkn
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © fkn
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © fkn
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. © fkn
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © fkn
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © fkn
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © fkn
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © fkn

Weiterer Aspekt der Analyse zu Stellenangeboten und Skills

Wichtig sei laut IW auch, in welchem Beschäftigungsverhältnis die Person zum Unternehmen stehe. Bei Freelancern oder externen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gebe es Unterschiede. Die Matching-Qualität sei bei freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern höher, als bei festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das liege vermutlich daran, dass freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sofort Qualität abliefern sollten, feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden allerdings eher an die Aufgaben und Herausforderung herangeführt werden.

Rubriklistenbild: © Fizkes/Imago

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