Studienergebnisse

Zehn passiv-aggressive Phrasen: Sie sollten nicht „Mache ich“ nutzen

Digitale Kommunikation kann schnell schiefgehen, da der Empfänger dabei oft keine Emotionen wahrnimmt. Welche Phrasen Sie vermeiden sollten.

Im Arbeitsleben kommen viele Herausforderungen auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu – eine, die immer gleich bleibt, egal welchen Job man annimmt – ist die Kommunikation. Wenn es da hakt, gibt es in dem Zusammenspiel verschiedener Personen Probleme. „Man kann nicht nicht kommunizieren“, diesen Grundsatz vertrat unter anderem der Philosoph Paul Watzlawick. Letztendlich besagt der Satz, dass jedes Verhalten eine Botschaft sendet und in einer bestimmten Art und Weise bei anderen ankommt. Dies schließt auch die Kommunikation im Internet mit ein.

Top 10 Phrasen, die passiv-aggressiv klingen

„Liest sich meine Nachricht so, wie ich mir das dachte?“ – Lesen Sie E-Mails oder andere digitale Texte besser noch einmal durch. (Symbolbild)

Sender und Empfänger verstehen Worte oft anders – so kann eine Formulierung nett gemeint sein, allerdings als Affront bei anderen ankommen. Eine Studie von WordFinder, einem Online-Wörterbuch, hat Phrasen herausgefunden, die passiv-aggressiv klingen, obwohl diese auf den ersten Blick unscheinbar seien.

  1. Informieren Sie …
  2. Vermerkt
  3. Freundliche Erinnerung
  4. Mache ich
  5. Danke in Voraus
  6. Wie wir besprochen haben
  7. Um zum Ausgangspunkt zurückzukommen
  8. Wie in meiner letzten E-Mail beschrieben
  9. Wie versprochen
  10. Wie besprochen

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Joe Mercurio von WordFinder sagt CNBC, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über die Nachricht, die Sie schicken wollen, noch einmal nachdenken sollten. „E-Mails und andere Nachrichten sollten nicht beantwortet werden, wenn man frustriert ist“, sagt Mercurio weiter. Stattdessen solle man einen guten Willen zeigen, empathisch sein und digitales Ghosting vermeiden. Man solle alle so behandeln, wie man selbst behandelt werden wolle, informiert Mercurio, dies schließe auch die Art der Kommunikation ein. Man solle sich bewusst machen, ob das Anliegen schriftlich verstanden werden könne oder, ob ein Gespräch benötigt werde.

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © fkn
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © fkn
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © fkn
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © fkn
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © fkn
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. © fkn
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © fkn
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © fkn
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © fkn
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © fkn

Weitere Anzeichen von passiv-aggressiver Kommunikation

Die Plattform Basicthinking hat ebenfalls Formulierungen herausgefunden, die passiv-aggressiv klingen. Darunter sind unter anderem: „Nur um sicherzugehen, dass wir auf dem gleichen Stand sind …“ oder „Um die Nachricht an die Spitze des Postfachs zu bringen“.

Phrasen, die nicht als passiv-aggressiv verstanden werden

Die Studie von WordFinder hat auch herausgefunden, welche Phrasen am wenigstens passiv-aggressiv verstanden werden. Demnach wären „Ich kümmere mich darum“ oder „Entschuldigen Sie die Störung“ besser. Allerdings sollte man seinem Gegenüber immer eine gute Absicht unterstellen und versuchen, das Missverständnis aus der Welt zu schaffen. In vielen Online-Teams helfen regelmäßige Video-Meetings.

Rubriklistenbild: © Andrey Popov/Imago

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