Die quälende Ungewissheit

Nach dem Bewerbungsgespräch: So oft dürfen Sie nachhaken, bevor es nervt

Sie haben nach dem Bewerbungsgespräch noch nichts vom Unternehmen gehört? Dann sollten Sie besser nachhaken - aber nicht zu oft.
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Sie haben nach dem Bewerbungsgespräch noch nichts vom Unternehmen gehört? Dann sollten Sie besser nachhaken - aber nicht zu oft.

Nach dem Bewerbungsgespräch beginnt das große Bangen und die Tage vergehen ohne eine Rückmeldung. Sie werden unruhig: Sollen Sie nachhaken?

Viele Firmen lassen sich nach dem Bewerbungsgespräch mit einer Antwort gehörig Zeit. Währenddessen bleibt der Bewerber unsicher: Sind meine Unterlagen angekommen? Fehlt etwas Wichtiges? Bin ich noch im Rennen? Haben die mich vergessen? Da lohnt es sich auf jeden Fall, nachzuhaken - wenn auch mit Vorsicht. 

"Die Art und Weise, wie Sie nach einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch weiter vorgehen, kann Ihre Bewerbung aufwerten oder aber regelrecht ruinieren", verrät die amerikanische Karriere-Expertin Lynn Taylor im Gespräch mit dem BusinessInsider.

Erster Kontakt: Die Dankesmail

Der erste gute Schritt zu einer Zusage ist also in jedem Fall eine Dankesnachricht an den Gesprächspartner, in der Sie sich für das Vorstellungsgespräch bedanken. So können Sie sich zudem positiv von der Konkurrenz abheben. Diese sollte aber möglichst zeitnah erfolgen - etwa am Nachmittag, wenn das Gespräch am Vormittag war, oder am nächsten Tag, falls es am Nachmittag stattgefunden hat. 

"Personalchefs beurteilen, wie groß die Begeisterung der Bewerber ist, weshalb eine schnelle Reaktion in dem Fall Bände spricht. Außerdem ist dies ein Zeichen für die Wertschätzung der Zeit, die sich diese genommen haben", meint Taylor.

Sie mussten schon auf das Bewerbungsgespräch eine gefühlte Ewigkeit warten? So fragen Sie charmant nach dem Zwischenstand

Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie als erstes Nachhaken

Wenn Sie im Bewerbungsgespräch erfahren haben, bis wann Sie mit einer Antwort rechnen können (z.B. "bis Montag"), haben Sie schon einmal einen guten Ansatzpunkt. Haben Sie einige Tage danach immer noch keine Nachricht erhalten, können Sie laut der Expertin ruhig noch einmal nachhaken. 

Keine Reaktion? Dann bloß nicht ungeduldig werden

Doch was tun, wenn die Firma nicht auf meine E-Mail reagiert? Soll ich weiter hartnäckig nachbohren? Besser nicht, so Taylor: "Wenn Sie in jedem Gespräch mit dem Personalchef positive Rückmeldung erhalten haben oder darum gebeten wurden, das Unternehmen auf dem Laufenden zu halten, haben Sie offiziell grünes Licht, was weiteren Kontakt betrifft. Dies gilt, bis Ihnen etwas anderes gesagt wird, wie etwa 'Wir werden uns bei Ihnen melden' oder wenn Sie einfach gar keine Antwort erhalten," erklärt die Karriere-Expertin.

Auch interessant: Drei Sätze, die Sie im Bewerbungsgespräch nie sagen sollten.

Was tun, wenn sich Wochenlang niemand meldet?

Wenn Sie Wochen oder Monate später immer noch nichts über den Stand Ihrer Bewerbung erfahren haben und die Stelle noch ausgeschrieben ist, so sind laut Tylor ein oder zwei weitere E-Mails völlig in Ordnung (wenn Sie dann überhaupt noch Interesse haben).

Nach dem Vorstellungsgespräch ist also Fingerspitzengefühl gefragt. "Wie Sie nach einem Bewerbungsgespräch den Kontakt wiederaufnehmen, kann beweisen, dass Sie zuvorkommend, respektvoll, verlässlich und sogar teamfähig sind. Sie können entsprechend aber auch desinteressiert oder unorganisiert wirken, dadurch, dass Sie zeitlich unangemessen antworten."

Lesen Sie auch: Vorstellungsgespräch verbockt? Das können Sie tun, um Ihre Bewerbung noch zu retten.

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Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was beim Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist natürlich, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken.
Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was für das Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken. Bleiben Sie zudem authentisch. Was allzu übertrieben wirkt, sollten Sie im Zweifel besser vermeiden. © IMAGO / Westend61
Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Vor dem Bewerbungsgespräch sollten Sie zudem genügend Zeit für die Körperpflege einplanen. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.  © IMAGO / YAY Images
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch.
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch. © IMAGO / Westend61
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen.
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand zum Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen. Wenn Ihnen zur Begrüßung hingegen jemand ein Mineralwasser oder einen Kaffee anbietet, dürfen Sie das gerne annehmen. Vergessen Sie dabei niemals, sich höflich zu bedanken.  © IMAGO / Westend61
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut. © IMAGO / Westend61
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein.
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein. Schließlich geht es darum, dass die künftigen Kollegen Sie besser kennenlernen. Und auch Sie sollten sich natürlich einen Eindruck verschaffen können, ob die neue Stelle zu Ihnen passt. © IMAGO / Westend61
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für viele Recruiter ist das ein No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.  © IMAGO / YAY Images
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. Sollten Sie trotzdem verspätet sein, brauchen Sie dafür eine sehr plausible Erklärung.  © IMAGO / Westend61
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.  © IMAGO / Westend61
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.  © IMAGO / YAY Images

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