Bewerbung

Lebenslauf 2022: Inhalt, Aufbau und absolute No-Gos

Ein Personaler liest den Lebenslauf eines Bewerbers.
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Im Lebenslauf betreiben Sie Werbung in eigener Sache.

Der Lebenslauf ist die Eintrittskarte zum Bewerbungsgespräch. Doch wie schreibe ich 2022 den perfekten Lebenslauf? Und welche Fehler gehen gar nicht? Alles zum Thema.

Sie müssen eine Bewerbung schreiben*? Dann fangen Sie am besten mit Ihrem Lebenslauf an. Das Curriculum Vitae (CV), wie der Lebenslauf auch genannt wird, ist schließlich das Herzstück einer jeden Bewerbung - und das nicht ohne Grund.

Aufbau: So sollte Ihr Lebenslauf strukturiert sein

Der Lebenslauf verschafft Personalern einen genauen Überblick über Ihren Bildungsabschluss, Ihre beruflichen Stationen sowie über weitere Erfahrungen und Kenntnisse, die Sie bislang gesammelt haben. Dabei ist es wichtig, dass der Lebenslauf einfach und übersichtlich aufgebaut ist, um die wichtigsten Punkte schnell erfassen zu können.  

Schon seit Jahren hat sich dabei der umgekehrt chronologische Aufbau durchgesetzt. Das heißt, die aktuellsten Berufserfahrungen werden zuerst genannt. Danach kommen Studium bzw. Ausbildung, die schulische Laufbahn sowie die Kenntnisse. Das hat den Vorteil, dass Personaler die wichtigsten Angaben zuerst sehen

Folgender Aufbau wird von Karriere-Experten 2022 empfohlen: 

  1. Persönliche Angaben (Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, ggf. Blog/Homepage)
  2. Berufserfahrung
  3. Weiterbildungen
  4. Praktika / Auslandserfahrung / Nebenjobs
  5. Studium / Ausbildung
  6. Wehr- oder Zivildienst (ggf.)
  7. Schule
  8. Sprachen 
  9. Kenntnisse (IT, ggf. Führerschein, Veröffentlichungen etc.)
  10. Interessen / Hobbys (optional)

Mehr zum Thema Aufbau des Lebenslaufs erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhalt: So schreiben Sie 2022 den perfekten Lebenslauf 

Persönliche Angaben

Der Lebenslauf beginnt mit Ihren persönlichen Angaben. Ganz oben nennen Sie in einer Kopfzeile Ihren persönlichen Namen und die Adresse sowie eine E-Mail-Adresse sowie Telefonnummer, unter der Sie der Personaler kontaktieren kann.

Bewerbungsfoto

In der rechten oberen Ecke können Sie ein professionelles Bewerbungsfoto platzieren. Dies ist zwar kein Muss, aber viele Personaler sehen trotzdem gerne, mit wem sie es zu tun haben. Worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie hier.

Beruflicher Werdegang

Danach folgt der berufliche Werdegang - in chronologisch umgekehrter Reihenfolge. Beginnen Sie also mit dem letzten bzw. aktuellen Job. Nennen Sie zunächst die Zeitspanne (Monat/Jahr) und das Unternehmen, in dem Sie gearbeitet haben, welche Position Sie inne hatten und beschreiben Sie darunter in wenigen kurzen Stichpunkten Ihre Aufgaben. Etwa so:

12/2018-01/2022 Stellenbezeichnung
Firma XY, Ort
- Aufgabe 1
- Aufgabe 2
- Aufgabe 3

Weiterbildungen, Praktika, Nebenjobs

Danach folgen relevante Weiterbildungen sowie Praktika und Nebenjobs, sofern diese auf Ihrem Karrierelevel noch eine Rolle spielen.

Ausbildung, Studium und Schule

Jetzt folgt der Abschnitt zu Schule und Berufsausbildung bzw. Studium. Starten Sie mit den Zeiten zur Ausbildung bzw. Ihres Studiums (Monat/Jahr), darunter folgen die Daten zur schulischen Laufbahn. Wenn Sie einen besonders guten Abschluss (Note: Sehr gut) erzielt haben, nennen Sie ruhig auch die Abschlussnote – damit beeindrucken Sie Personaler. 

Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Ralf Hirschberger/dpa (Archivbild/Symbolbild)
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

Kenntnisse und Fähigkeiten

Im letzten Teil folgen die Angaben zu Kenntnissen und Fähigkeiten – etwa Fremdsprachen, Software-Kenntnisse oder – wo Voraussetzung – auch die Führerscheinklasse. 

Bei Fremdsprachenkenntnissen sollten Sie auch immer angeben, wie gut Sie die Sprache sprechen. Typische Formulierungen hierfür lauten:

  • Muttersprache / muttersprachliches Niveau
  • Verhandlungssicher in Wort und Schrift
  • Fließend / Sehr gute Kenntnisse in Wort und Schrift
  • Gute Kenntnisse in Wort und Schrift
  • Grundkenntnisse / Schulkenntnisse

Was etwa „Gute Englisch-Kenntnisse“ bedeuten, wie Sie Ihre Sprachkenntnisse selbst einschätzen und Ihr Sprachniveau korrekt im Lebenslauf angeben, erfahren Sie in diesem Artikel*.

Hobbys und Interessen

Als letzten Punkt können Sie noch Hobbys und Interessen angeben. Bei diesem Punkt streiten sich allerdings die Experten. Ein großer Vorteil spricht jedoch dafür, seine Hobbys immer anzugeben. Achten Sie auf jeden Fall darauf, die "richtigen" Hobbys anzugeben. Welche das sind, erfahren Sie hier.

So gehen Sie mit Lücken im Lebenslauf um

Auch 2022 gilt: Lücken im Lebenslauf sollten Sie unbedingt vermeiden. Wie Ihnen das gelingt, erfahren Sie hier. Wenn es jedoch trotzdem passiert und Sie einige Monate Leerlauf hatten, sollten Sie Personalern auf diese Weise antworten.

Diese Fehler im Lebenslauf müssen Sie 2022 unbedingt vermeiden 

Fehler im Lebenslauf passieren jedem einmal. Doch Klassiker wie Rechtschreibfehler oder Lücken im Lebenslauf kommen meistens nicht gut an. Erfahren Sie hier, welche typischen Fehler Bewerber immer wieder machen.

Sie wollen mehr Tipps zum Thema Job & Karriere? Dann folgen Sie unseren Newsseiten auf den Karriereportalen Xing und LinkedIn.

Mehr Tipps zur Bewerbung 2022

Sie wollen wissen, wie Ihnen das perfekte Anschreiben gelingt, welche Zeugnisse wichtig sind und wie Sie das Vorstellungsgespräch souverän meistern? Das erfahren Sie in unserem Bewerbungs-Leitfaden. (as)

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