Hiermit bewerbe ich mich …

Absagen-Garant: Streichen Sie diese Sätze sofort aus Ihrer Bewerbung

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Auffallen und trotzdem die Form wahren: So schreiben Sie eine kreative Bewerbung.

Auffallen und trotzdem die Form wahren: So schreiben Sie eine kreative Bewerbung, die unter allen anderen heraussticht. Die Redaktion verrät Ihnen Tipps und Tricks.

Für eine freie Stelle landen oft viele hundert Bewerbungsunterlagen auf den Schreibtischen der Personaler. Innerhalb von Minuten werden Bewerber als ungeeignet aussortiert. Ihr Ziel muss deshalb sein, beim ersten Eindruck sofort aus dem Pool herauszustechen - und das funktioniert mit der richtigen kreativen Bewerbung.

Kreative Bewerbung: Überraschen Sie optisch

Ein ausgefallenes Design mit bunten Farben und Formen ist eine Möglichkeit, ein optischer Blickfang zu werden. Zum Beispiel können Sie die Farben Ihrem Bewerbungsfoto anpassen, das ergibt ein einheitliches Bild. Simpel, aber auffällig ist es, Ihre Bewerbung im Querformat zu verfassen - das macht sonst niemand und sorgt für den anfänglichen Überraschungseffekt. Sie können Ihre Gestaltung auch an das Corporate Design des Unternehmens anpassen, bei dem Sie sich bewerben und deren Farben und Schriftart verwenden.

Sie könnten zum Beispiel Ihren Lebenslauf als Mindmap abbilden: In der Mitte steht Ihr Name und rundherum platzieren Sie Ihre Erfahrungen, Stärken und persönliche Daten. Dabei können Sie auch Symbole verwenden, wie etwa einen Boxhandschuh bei Ihren Stärken oder ein Siegel für Ihre Abschlüsse und Auszeichnungen.

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Schaffen Sie Gründe, dass der Personaler Sie gerne kennenlernen möchte

Doch auf die Optik zu setzen ist nur eine Variante. Dass sich Ihre Bewerbung inhaltlich von den anderen unterscheidet, ist mindestens ebenso wichtig. Streichen Sie deshalb den Satz "Hiermit bewerbe ich mich ..." sofort aus Ihrem Anschreiben. Langweiliger und unkreativer kann es gar nicht beginnen. Auch "Mit großem Interesse habe ich ihre Stellenanzeige gelesen" zieht nicht mehr. Finger weg von sämtlichen inflationär verwendeten Floskeln, rät die Online-Plattform Karrierebibel.de. Schreiben Sie nicht,
… dass Sie sich bewerben,

… dass Sie an dem Job interessiert sind,

… wo Sie die Stellenanzeige gelesen haben und

… um welche Stelle es sich handelt - auch nicht im Betreff.

Der erste Satz in einem Roman wird von vielen als der wichtigste angesehen und es gibt viele berühmte erste Sätze. Befolgen Sie den Rat des amerikanischen Schriftstellers William Cuthbert Faulkner: "Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will." Und immer so weiter. Sorgen Sie dafür dass Sie mit Ihrem ersten Satz in Erinnerung bleiben. Steigen Sie also zum Beispiel mit einer kleinen Anekdote aus Ihrem Leben ein, verwenden Sie unübliche Wörter, zeigen Sie Emotionen und Leidenschaft, indem Sie zum Beispiel für Ihren Beruf "brennen". Trauen Sie sich von Bekanntem abzuweichen und Neues auszuprobieren.

"Es hat mich riesig gefreut, Sie persönlich auf der XYZ-Messe vergangene Woche kennenzulernen", ist ein guter Einstieg. Oder: "Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit XY. Als ich dann Ihre Stellenanzeige las, wusste ich sofort: Das passt!" Mutig wäre auch, sich auf die Stellenanzeige zu beziehen und dann anzuknüpfen mit: "Dann hören Sie auf zu suchen: Hier bin ich!" Versuchen Sie es mit: "Ich würde Ihr hervorragendes Team nur allzu gerne verstärken und noch ein bisschen hervorragender machen."

Lesen Sie weiterSo rocken Sie mit dem ersten Satz Ihr Anschreiben.

Enden Sie mit einem Cliffhanger

Wie am Ende jeder Folge einer guten Serie sollten auch Sie in Ihre Bewerbung Cliffhanger einbauen. Die Online-Plattform Karrierebibel.de gibt Beispiele: "Wenn Sie genauer erfahren wollen, wie ich die Kosten um 15 Prozent senken konnte, werfen Sie einen Blick in das detaillierte Projektprotokoll im Anhang." Oder: "Gerne erzähle ich Ihnen im persönlichen Gespräch, welche Entwicklung ich für die ersten sechs Monate in Ihrem Unternehmen plane." Das weckt die Neugier der Personaler und bewegt sie vielleicht dazu, Sie zu einem Bewerbungsgespräch einzuladen - indem Sie dann selbstverständlich eine gute Antwort auf des Rätsels Lösung parat haben müssen.

Lassen Sie nicht Ihre Elter Ihre Bewerbung verfassen: Vater rechnet ab und schreibt seiner Tochter vernichtenden Lebenslauf.

Kreative Bewerbung: Referenzen und multimedial

Nehmen Sie sich an den Amerikanern ein Beispiel: Werben Sie für sich in Ihrer Bewerbung mit Referenzen. Wenn Sie ein gutes Verhältnis zu Ihren ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten haben, bietet sich diese Gelegenheit an.

Sprechen Sie in Ihrem Anschreiben Ihre Talente und Schwachstellen an. Es zeugt von Größe und Offenheit, wenn Sie zugeben, dass Sie etwas nicht können. "Bisher fehlt es mir leider noch an Erfahrung im Umgang mit XY, ich freue mich aber bereits darauf, diese in Ihrem Unternehmen in der Praxis zu erlernen", wirkt zum Beispiel authentisch. Und beigelegte Arbeitsproben bezeugen Ihr Können offensichtlicher als im Text darum herum zu schreiben.

Zusätzlich zur schriftlichen Bewerbung - ob auf Papier oder digital - können Sie mit einem Bewerbungsvideo auffallen, indem Sie sich und Ihre Motivation sowie Ihre Überzeugungen präsentieren. Zunehmend beliebter werden auch die Bewerbungshomepages als zusätzliches Extra zur Bewerbung. Immer öfter sieht man auch die Bewerbungsflyer auf Jobmessen, um anderen einen schnellen Überblick über sich selbst zu verschaffen. Einen solchen können Sie der Bewerbung als handliches Infoblatt beilegen.

Vermeiden Sie denselben Fehler: Frau kassiert 100 Absagen auf ihre Bewerbungen - bis sie ein Detail weglässt.

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vro 

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Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie. © dpa
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Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent). © pixabay
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent).
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent). © iStockphoto / AndreyPopov
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Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.  © pixabay
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