Karriere-Stufen

Sind Sie ein „Junior“ oder „Senior“? Nicht nur die Berufsjahre zählen laut Experten bei der Bewerbung

Für Bewerber ist es manchmal gar nicht so einfach, herauszufinden, ob Sie den Anforderungen laut Stellenprofil auch wirklich entsprechen. Karriere-Experten wissen Rat.

Welche Stelle passt zu mir? Bei dieser Frage stoßen Bewerber häufiger auf die Begriffe „Junior“ oder „Senior“. Für alle, die sich nicht sicher sind, welchem Karriere-Level sie sich selbst zuordnen würden, haben die Experten der Jobbörse Indeed.com einen Rat. So beschreibe man mit der Bezeichnung Junior Berufsanfängerinnen oder Berufsanfänger, die „entweder gar keine oder bis zu drei Jahre Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt“ vorweisen könnten, heißt es in einem Beitrag der Plattform. Zwar gebe es bei der konkreten Definition keine verbindliche Einteilung, räumen die Experten ein. Dennoch gebe es ein paar Faktoren, die für eine Junior-Stelle „im Normalfall charakteristisch“ seien, wie sie auf ihrer Homepage erklären.

Was eine Junior-Stelle den Karriere-Experten zufolge auszeichnet:

  • „Wenig berufliche Erfahrung (gemessen in Jahren)

  • Der Einsatz in einem bestimmten Bereich des Unternehmens (anders als bei einem Trainee-Programm)

  • Eine weitaus geringere Verantwortung als bei einer Senior-Stelle

  • Ein geringerer Verdienst als bei Senior-Stellen.“

Tipps für Bewerber: Ist eine Stelle als „Junior“ geeignet?

Bewerber sollten sich einem möglichen Bewerbungsgespräch darüber informieren, wer in der Firma in welchen Rollen arbeitet. (Symbolbild)

Diese Faktoren können zur Orientierung dienen. Um festzustellen, ob eine Stelle im konkreten Fall zu einem passt, sollte man sich den Experten zufolge jedoch auch mit der Firma selbst auseinandersetzen. Man sollte sich zum Beispiel darüber informieren, wer in dem Unternehmen in ähnlichen Rollen tätig ist, was in den jeweiligen Jobs und Branchen gefordert ist und welche Hierarchien mit welchen Aufgaben verbunden sind. Nicht zuletzt gibt es je nach Rolle und Berufsbranche natürlich auch deutliche Unterschiede beim Gehalt.

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Wo liegt der Unterschied zur Senior-Stelle?

Wollen Sie sich als „Junior“ bewerben, sollten Sie auch abklären, was die nächste Karriere-Stufe wäre. Wo ist die Grenze zum „Senior“? In der Regel bestehe zwischen Junior- und Senior-Mitarbeitern „eine klare Hierarchie“, heißt es etwa in dem Beitrag auf Indeed.de. „Letztere können mehr Erfahrung vorweisen, arbeiten selbstständiger an ihren Aufgaben und tragen mitunter Verantwortung für weitere Angestellte.“ Neben dem Anlernen von neuen Mitarbeitenden seien sie „in der Regel für die Ideenfindung“ zuständig. 

Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden.
Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden. © pixabay
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt.
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt. © pixabay
Platz 4: Bankkaufmann/-frau. Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat.
Platz 4: Bankkaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat. © pexels
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung.
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung. © pixabay
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 5.000 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher  Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld.
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 6.500 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld. © dpa
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto.
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto. © dpa

Gründlicher Blick auf Stellenausschreibungen lohnt sich

Bei der Frage, auf welchem Level Sie sich selbst sehen, lohnt nicht zuletzt ein gründlicher Blick auf die Stellenausschreibungen und das darin geforderte Profil. Denn nicht überall bedeutet „Senior“ automatisch dasselbe. Inga Dransfeld-Haase, Präsidentin des Bundesverbands der Personalmanager, hat einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge zum Beispiel folgenden Rat:  „Prüfen Sie die Aufgabengebiete und Qualifikationen in der Stellenausschreibung. Vergleichen Sie diese mit Ihrem Lebenslauf. Wenn Sie eine Passung feststellen, dann rate ich zur Bewerbung und Klärung noch offener Punkte im Bewerbungsgespräch“, sagt Inga Dransfeld-Haase.

Bei einer Bewerbung ist im Zweifel Mut gefragt. „Ist die Stellenausschreibung nicht ganz klar, rate ich zu Mut“, rät die Expertin laut dpa. Werfen Sie Ihren Hut in den Ring und klären Sie im Bewerbungsgespräch, was die genauen Anforderungen sind.“

Rubriklistenbild: © picture alliance / Silas Stein/  dpa

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