Viele kennen das Problem

Überfordert im Job: Vier typische Anzeichen und was Sie Ihrem Chef sagen können 

Machen Sie öfter Überstunden? Genau das kann Experten zufolge bereits ein Zeichen dafür sein, dass Sie in Ihrem Job momentan überfordert sind.

Viele Menschen klagen über zu viel Stress am Arbeitsplatz. Das liegt oft daran, dass sie überfordert sind – etwa durch die Fülle der täglichen Aufgaben. In manchen Fällen mag es am nicht ganz optimalen Zeitmanagement liegen oder aber daran, dass sich Mitarbeiter zu viel auflasten, statt öfter Nein zu sagen. Genauso kann es sein, dass die Betroffenen selbst höhere Ansprüche an sich selbst stellen und mit einer Aufgabe in der Folge länger beschäftigt als Kollegen, die nur halbherzig damit umgehen. In diesem Fall ist es wichtig, herauszufinden, was genau seitens des Arbeitgebers gewünscht ist, und ob das Ziel auch mit weniger Aufwand erreicht werden kann oder aber niedriger gesteckt werden muss.

Überforderung im Job sollte nicht zum Dauerzustand werden.

Überforderung im Job sollte kein Dauerzustand werden

Wer alle Fragen nach den möglichen Ursachen schon mal für sich geklärt hat, sollte überlegen, wie er das Problem nun innerhalb des Teams am besten lösen kann. Entweder man kann selbst an der ein oder anderen Stellschraube drehen und zum Beispiel Aufgaben delegieren oder sie für sich anders priorisieren, ohne dass einem dadurch etwas Wichtiges durchrutscht. Oder aber – und das ist in vielen Fällen der Fall –, es hängen noch weitere Abläufe und Mitarbeiter mit dran. Und am Ende der Kette der Vorgesetzte, der die Ziele umgesetzt sehen will. Am besten spricht man deshalb rechtzeitig mit dem Vorgesetzten, damit sich Frust oder Ärger gar nicht erst aufstauen.

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Denn Karriere-Berater warnen davor, dass der Zustand der Überlastung ein dauerhafter werden könnte. Schlimmstenfalls führt das bis zum eigenen Burnout beziehungsweise auf der Seite des Vorgesetzten zu Kritik und Unzufriedenheit. Das Portal Karrierbibel.de nennt Anzeichen, die auf eine Überforderung im Job hindeuten können und die sowohl die Mitarbeiter selbst als auch Führungskräfte aufmerksam beobachten sollten.

Überforderung im Job? Anzeichen, die dafür sprechen können

  • Überstunden: Auffällig wird es den Karriere-Experten zufolge dann, wenn der Mitarbeiter seine Arbeit bislang im vorgesehen Zeitraum erledigen konnte und das seit einer Weile nicht mehr schafft.
  • Konzentrationsschwierigkeiten: Andauernde Belastung beschäftige Mitarbeiter in negativer Hinsicht. Stress führe auf Dauer zu Konzentrationsstörungen.
  • Auftragslage: Überforderung kann zudem durch das Missverhältnis von gestiegener Auftragslage bei gleichgebliebener Personalstärke entstehen, so der weitere Hinweis der Experten. Sprich, es sind zu wenige Leute für die viele Arbeit zuständig.
  • Krankheit: Ein erhöhter Krankenstand unter allen Mitarbeitern sei „häufig ein Signal und weist auf Überlastung und/oder ein schlechtes Betriebsklima hin“, heißt es weiter auf Karrierbibel.de.

Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Ralf Hirschberger/dpa (Archivbild/Symbolbild)
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

Bitten Sie um ein Mitarbeitergespräch mit Ihrem Chef oder Ihrer Chefin

Fühlen Sie sich schon längere Zeit am Arbeitsplatz überfordert und haben bereits an möglichen Stellschrauben gedreht und es hat nicht geholfen, sollten Sie nicht lange zögern: „Dauert das Problem fort, sollten Sie um ein Mitarbeitergespräch bitten“, so der Rat laut Karrierbibel.de. Wichtig: „Ernste Angelegenheiten bitte nie zwischen Tür und Angel und immer persönlich erledigen. Sie sind nun vorbereitet und können anhand bestimmter Faktoren erklären, wieso Sie überfordert sind.“ So ein Gespräch eröffne die Chance, sein Anliegen in Ruhe vorzutragen und sicherzustellen, dass sich der Vorgesetzte Zeit nimmt. „Gleichzeitig demonstrieren Sie mit Ihren vorherigen Überlegungen, dass Sie nach Lösungswegen gesucht haben und nicht einfach ein Problem bei ihm abladen.

Karriere: Im Gespräch mit dem Vorgesetzten „Ich-Botschaften“ formulieren

Bei dem Gespräch mit dem Vorgesetzten solle man Pauschalisierungen oder Vorwürfe wie „Immer geben Sie mir Extra-Aufgaben“ vermeiden und stattdessen „Ich-Botschaften“ formulieren, so ein wichtiger Hinweis der Experten. Am besten haben Sie sich gut vorbereitet und können bei Rückfragen aufzählen, welche Aufgaben Sie normalerweise erfüllen und was aktuell dazugekommen ist und wie viel Zeit Sie dafür benötigen. Hilfreich für beide Seiten ist es, wenn Sie sich zudem konstruktive Verbesserungsvorschläge überlegt haben, wie man die momentane Situation optimieren kann. Vielleicht lässt sich ja zum Beispiel die ein oder andere Aufgabe im Team geschickt verteilen, statt dass alles an einer Person angesiedelt ist.

Rubriklistenbild: © JOSEF12032/imago

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