Grundschule? Abinote? Praktikum?

Ausmisten für den Erfolg: Das sollten Sie aus Ihrem Lebenslauf streichen

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Ihr Lebenslauf muss nicht auf eine Serviette passen, aber weniger ist oft mehr.

In die Bewerbung nach der Schule gehören ganz andere Informationen als in die eines Mitarbeiters mit langer Berufserfahrung. Was muss bis wann in den Lebenslauf?

Während Sie Ihren Lebenslauf nach dem Schulabschluss noch bequem auf einer Seite untergebracht haben, wird es mit jedem Jahr Berufserfahrung und bei jedem Jobwechsel schwieriger.

Keine unnötigen Informationen im Lebenslauf

Keine Angst, Sie müssen nicht irgendwann einen halben Roman mit Ihrer Bewerbung abgeben. In unterschiedlichen Phasen Ihres Berufslebens sind verschiedene Informationen im Lebenslauf relevant. Wer sämtliche Stationen seines beruflichen Werdeganges in den Lebenslauf stopft, läuft sogar Gefahr, den Personaler damit zu "erschlagen" und riskiert den Job. Wir verraten Ihnen, welche Informationen wann wichtig sind.

Zum Berufseinstieg

Frisch nach dem Schulabschluss ist noch nicht viel da, mit dem Sie Ihre Eignung für eine Ausbildungsstelle beweisen können. Sammeln Sie so viele relevante Erfahrungen wie möglich. Nebenjobs, ehrenamtliche Tätigkeiten, Schülerpraktika und Co. sollten angehende Auszubildende also im Lebenslauf immer angeben, rät die Bundesagentur für Arbeit. Denken Sie dabei auch um die Ecke und geben Sie nicht nur das an, was offensichtlich mit dem Wunschjob zu tun hat. Soft Skills wie Organisationstalent oder Teamfähigkeit lassen sich auch bei einem Aushilfsjob erwerben.

Nach dem Studium

Heutzutage sitzen die wenigstens Studenten nur in Vorlesungen und Proseminaren. Praktika, Nebenjobs oder Auslandssemester gehören fest zum Universitäts-Alltag. Hier gilt es sinnvoll zu filtern, was Ihren zukünftigen Arbeitgeber interessieren könnte. Im Idealfall ist Ihr Lebenslauf also für jeden Job maßgeschneidert. Schreiben Sie wichtige Informationen möglichst gleich zu Beginn in den Lebenslauf und Ihr Anschreiben, damit Sie nicht überlesen werden.

Diese drei Punkte dürfen in keinem Anschreiben fehlen.

Für einen neuen Job

Experten empfehlen, alle zwei Jahre den Job zu wechseln, um das Maximum an Erfahrung und Gehalt aus Ihrer Karriere herauszuholen. Jetzt wird es Zeit, im Lebenslauf rigoros auszumisten. Ihre Grundschuljahre oder auch Ihre Abiturnote interessieren nun keinen Personaler mehr. Konzentrieren Sie sich auf relevante Informationen und da auch nur maximal auf die letzten zehn Jahre. Da kommen bei Ihnen trotzdem jede Menge Anlagen zusammen? Beschränken Sie sich auf zehn Seiten mit den wichtigsten Informationen.

Für den Karriereaufstieg

Ihr Ziel ist die Chefetage? Dann sollten im Lebenslauf nicht nur Ihre bisherigen Stationen, sondern besonders auch Ihre Fähigkeiten hervorheben. Hier spielen beispielsweise folgende Informationen eine entscheidende Rolle:

  • spezielle Führungskräfteseminare, die Sie absolviert haben
  • Projekte, die Sie geleitet haben
  • die Anzahl der Mitarbeiter, die Sie als Teamleiter bereits geführt haben

Zurück in den Job

Wenn Sie eine größere Lücke in Ihrem Lebenslauf haben, weil Sie sich beispielsweise um die Kinderbetreuung gekümmert oder einen Angehörigen gepflegt haben, dann gilt die im Punkt "Ein neuer Job" erwähnte Zehn-Jahres-Regel natürlich nicht.

Geben Sie Ihre Berufserfahrung bis zur Pause an, aber erwähnen Sie unbedingt auch Tätigkeiten, die Sie während Ihrer Auszeit gemacht haben. Sie hatten ein Ehrenamt inne oder haben im örtlichen Altersheim ausgeholfen? Geben Sie das an, damit sich der Personaler ein Bild von Ihnen machen kann.

Kurz vor der Rente

Für viele ein Schock: Sie sind auf der Zielgeraden in den Ruhestand und müssen plötzlich doch noch einmal auf Jobsuche gehen. Entschuldigen Sie sich jetzt bloß nicht für Ihr Alter! Wenn Sie lange bei einem Arbeitgeber angestellt waren, dann versuchen Sie in Ihrem Lebenslauf eine Entwicklung darzustellen. Wann haben Sie neue Aufgaben übernommen? Haben Sie die Abteilung gewechselt? Wurden Ihnen besondere Projekte übertragen? Sie haben vielfältige Erfahrungen gesammelt und Ihre Fähigkeiten ausgebaut. Das darf man erkennen.

Lesen Sie auch: Diese Angabe im Lebenslauf schadet Ihnen - und ist völlig überflüssig.

ante

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier: 
Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier:  © pexels
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt.
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt. © dpa
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent überzeugt Erfahrung mehr als gute Abschlussnoten.
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent ist Erfahrung wichtiger als gute Abschlussnoten. © dpa
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie.
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie. © dpa
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent).
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent). © pixabay
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent).
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent). © iStockphoto / AndreyPopov
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus. 
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus.  © dpa
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.  © pixabay
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design. 
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design.  © pixabay
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media. 
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media.  © pexels

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