Ganz schön mies

Frau (22) wird im Bewerbungsgespräch gedemütigt, bis sie weint - doch sie rächt sich

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Eine Frau wird im Bewerbungsgespräch gedemütigt. Doch das lässt sie nicht auf sich sitzen. (Symbolbild)

Nach dem Bewerbungsgespräch folgte die Jobzusage. Doch für eine Britin war dies kein Grund zur Freude: Sie hatte im Jobinterview Schlimmes erlebt - und schlug zurück.

Als Olivia Bland aus Großbritannien aus dem Vorstellungsgespräch eines Software-Unternehmens kam, brach sie in Tränen aus. Der CEO der Firma hatte sie zwei Stunden lang so gedemütigt, dass sie völlig aufgelöst an der Bushaltestelle stand. Als dann unerwartet die Jobzusage kam, lehnte sie dankend ab - und machte ihrem Ärger auf Twitter Luft.

Zwei-Stunden-Interview endet tränenreich

"Nach einem brutalen Zwei-Stunden-Interview, in dem der CEO, Craig Dean, mich und meine Arbeit auseinander genommen hatte (und mich eine Versagerin nannte), wurde mir der Job angeboten", twittert die junge Uni-Absolentin. Der Chef des Unternehmens schien sich im Vorstellungsgespräch richtig daneben benommen zu haben. Ihr Antwortschreiben an die Firma "Web Applications UK" fügte sie ihrem Tweet gleich hinzu. Darin schildert sie ihr Job-Interview, das wohl eher einem Horror-Trip gleicht. 

So habe ihr der CEO ständig das Gefühl gegeben, wertlos und nicht gut genug für den Job zu sein. Er nannte sie sogar eine Versagerin - obwohl sie einen erstklassigen Uni-Anschluss habe. Allgemein beschrieb sie ihn als Mann, der "sein Bestes gibt, um eine junge Frau einzuschüchtern und seine Macht durchzusetzen".

Video: Das sollten sie sich bei der Bewerbung verkneifen

CEO stellt unangebrachte, private Fragen

Der britischen Cosmopolitan verrät sie weitere Details: "Ich ging in den Interviewraum und er [Dean] stand nicht einmal auf, um mir die Hand zu schütteln. Er war am Handy und sagte mir, dass er nur kurz etwas bei Spotify nachschauen müsse." Tatsächlich überprüfte er gerade ihre Spotify-Liste, was sie sehr "bizarr" fand. Danach sollen sehr persönliche Fragen über ihre Eltern gefolgt sein ("Sind sie noch zusammen?"). Als er einen Test von ihr Zeile für Zeile auseinandernahm, soll er noch gesagt haben, dass alles, was er gerade ausspreche, besser sei als das, was sie in 45 Minuten zu Papier gebracht habe. 

"Ich bin wirklich sehr nett zu Ihnen."

Das Ganze gipfelte darin, dass er zwei weitere Kolleginnen zum Bewerbungsgespräch dazu holte, die einfach nur zusahen. "Es war so erniedrigend, weil sie keine Fragen stellten," berichtet sie weiter, "Sie waren nur da, um mir zuzusehen, wie es mir peinlich war." 

Als der CEO merkte, dass Olivia langsam emotional wurde, fügte er am Ende noch lapidar hinzu: "Sie werden denken, dass ich ein arroganter Kerl bin, aber ich bin es nicht. Ich bin wirklich sehr nett zu Ihnen, weil ich Ihnen Dinge beibringe, die Sie über sich selbst wissen müssen." 

Olivia war aber alles andere als dankbar für diese Erfahrung. In ihrer Antwort an das Unternehmen schildert sie, dass sie das Interview sehr an ihren Ex erinnert hätte, der sie psychisch unterdrückt habe. In einem weiteren Tweet postete sie noch: "Es mag sein, dass Sie montags kostenlos Saft und Yoga anbieten. Respekt vor potenziellen Mitarbeitern haben Sie allerdings nicht. Ihr CEO sollte sich schämen". 

Lesen Sie auch: Bewerbungsgespräch: Das sollten Sie zum Schluss nie sagen.

CEO entschuldigt sich, Bewerberin lehnt ab

Warum sie die Antwort auf Twitter postete, erklärt sie der Cosmopolitan: "Ich wollte nicht ruhig bleiben. Ich wollte der Öffentlichkeit sagen, dass es okay ist, Nein zu sagen. Niemand muss eine Gelegenheit ergreifen, wenn er sich unwohl dabei fühlt." Und diese Haltung kommt in den sozialen Medien gut an - Tausende teilten ihren Beitrag und schilderten ihre eigenen Erfahrungen im Vorstellungsgespräch. 

Der gescholtene CEO entschuldigte sich bald via Twitter bei Bland: "Ich hatte nicht den Wunsch, jemanden zu verletzen und kann mich nur entschuldigen, wenn etwas, was ich getan habe, diese Wirkung gehabt hat. Es war nicht meine Absicht." Doch seine Entschuldigung konnte sie aufgrund der Geschehnisse nicht annehmen. Auch das Unternehmen versprach, den Vorwürfen nachzugehen - mit der Erkenntnis, dass es kein Mobbing oder Einschüchterungen gäbe, sie die Bewerbungsprozesse aber dennoch überdenken würden.

Lesen Sie auch: Bewerbungsgespräch: Typische Fragen, Tipps und No-Gos.

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Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.  © Simona Asam
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.  © Simona Asam
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.  © Simona Asam
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.  © Simona Asam
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.  © Simona Asam
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. 
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.   © Simona Asam
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.  © Simona Asam
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.  © Simona Asam
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.  © Simona Asam
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen.  © Simona Asam

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