Bewerbungsgespräch

Mit diesen zwölf Fragen beeindrucken Sie jeden Personaler

Gute Fragen im Vorstellungsgespräch öffnen Bewerbern so manche Tür.
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Gute Fragen im Vorstellungsgespräch öffnen Bewerbern so manche Tür.

"Haben Sie noch Fragen?" Dieser Satz kommt am Ende eines jeden Vorstellungsgesprächs. Wie Sie am schlausten reagieren und was Sie auf keinen Fall tun dürfen.

Personaler führen in ihrer Laufbahn tausende Vorstellungsgespräche. Doch leider stellen sie immer wieder fest, dass Bewerber immer dieselben, auswendig gelernten Antworten geben - oder am Ende des Interviews lediglich Standardfragen stellen. Doch damit sticht heutzutage keiner mehr aus der Fülle an Bewerbern hervor.

Vorstellungsgespräch: Wer keine Fragen stellt, hat verloren

Noch schlimmer kann ein Bewerbungsgespräch laufen, wenn Sie auf die Aufforderung "Haben Sie sonst noch irgendwelche Fragen?" überhaupt keine Fragen stellen. Das sei ein absolutes No-Go, wie Job-Coach Jewel Bracy Demaio in einem Betrag des Forbes-Magazins erklärt: "Damit zeigen Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie weder wirklich scharfsinnig noch besonders interessant sind."

Lesen Sie auch: Das ist der schlimmste Fehler im Bewerbungsgespräch - sagen Chefs.

Eigennützige Fragen sind im Vorstellungsgespräch tabu

Auch Fragen, die auf den eigenen Vorteil abzielen, seien tabu. Dazu zählt zum Beispiel "Wie viel Urlaubstage gibt es?" oder "Werden Überstunden ausbezahlt?". Diese Fragen sind zwar aus Bewerbersicht durchaus verständlich, aber kommen beim zukünftigen Arbeitgeber gar nicht gut an

Auch interessant: So punkten Sie im Vorstellungsgespräch schon bei der Begrüßung.

Warum sind Fragen im Vorstellungsgespräch so wichtig? 

Doch warum sind Fragen im Bewerbungsgespräch überhaupt so wichtig? Personaler haben darauf eine klare Antwort: Fragen zeigen, dass sich der Bewerber mit dem Unternehmen und der ausgeschriebenen Stelle schon im Vorfeld auseinandergesetzt hat. Durch gezielte Fragen haben Bewerber dann die Chance, ihr Wissen noch zu erweitern. Lesen Sie hier, was Personaler anhand Ihrer Fragen über Sie erfahren.

Mit Fragen nach der Arbeitskultur oder der Stelle überzeugen

Doch mit welchen Fragen kann man Personaler im Vorstellungsgespräch wirklich beeindrucken? "Die besten Fragen haben etwas mit der Arbeitskultur oder dem Wert der Stelle für den potenziellen Vorgesetzten zu tun", weiß Job-Coach Demaio. 

Dazu gehört auch, seinen ganz persönlichen Wert für die Stelle deutlich zu machen sowie mit Fragen zu den Mitbewerbern aus der Masse hervorzustechen, wie Beraterin Kelly Finn von der Recruiting-Agentur WinterWyman der Huffington-Post verrät. 

Beide Experten empfehlen im Vorstellungsgespräch zum Beispiel folgende Fragen zu stellen:

Fragen zur Arbeitskultur:

1. "Was ist die durchschnittliche Beschäftigungsdauer der Menschen, die hier arbeiten?"

2. "Was haben die erfolgreichsten Personen in diesem Unternehmen gemeinsam?"

3. "Was glauben Sie, mögen die Mitarbeiter am meisten an dieser Firma?"

4. "Welche Herausforderungen sehen Sie in den nächsten 60 bis 90 Tagen auf Sie zukommen?"

5. "Was würden Ihre Kunden über Ihr Unternehmen sagen?"

6. "Was gefällt Ihnen persönlich am meisten an der Arbeit in diesem Unternehmen?" 

7. Stellen Sie Fragen zu einem Artikel, den Sie über das Unternehmen gelesen haben.

8. "Wo sehen Sie das Unternehmen in fünf Jahren?"

Fragen zur Stelle:

9. "Was kann ich tun, um Ihnen zu helfen, Ihre Ziele für Ihre Leistungsbeurteilung zu erreichen?"

10. "Was waren einige der Gründe, weshalb Sie andere Bewerber abgelehnt haben?"

11. "Wie schneide ich bisher gegen andere Kandidaten ab?"

12. "Sehen Sie in meinem Lebenslauf Ungereimtheiten, zu denen ich Ihnen noch mehr erzählen könnte?"

Schon während des Vorstellungsgesprächs Fragen Stellen

Im Vorstellungsgespräch zählen jedoch nicht nur Fragen, die Sie am Ende stellen. Zeigen Sie schon während des Interviews, dass Sie der Job wirklich interessiert. Hören Sie aufmerksam zu und stellen Sie auch währenddessen immer wieder Fragen, wenn Sie neugierig geworden sind. So erfahren Sie auch, ob der Job wirklich zu Ihnen passt. 

Mehr dazu: Zehn verbotene Wörter, wenn Sie über sich selbst sprechen.

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Von Andrea Stettner

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was beim Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist natürlich, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken.
Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was für das Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken. Bleiben Sie zudem authentisch. Was allzu übertrieben wirkt, sollten Sie im Zweifel besser vermeiden. © IMAGO / Westend61
Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Vor dem Bewerbungsgespräch sollten Sie zudem genügend Zeit für die Körperpflege einplanen. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.  © IMAGO / YAY Images
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch.
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch. © IMAGO / Westend61
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen.
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand zum Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen. Wenn Ihnen zur Begrüßung hingegen jemand ein Mineralwasser oder einen Kaffee anbietet, dürfen Sie das gerne annehmen. Vergessen Sie dabei niemals, sich höflich zu bedanken.  © IMAGO / Westend61
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut. © IMAGO / Westend61
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein.
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein. Schließlich geht es darum, dass die künftigen Kollegen Sie besser kennenlernen. Und auch Sie sollten sich natürlich einen Eindruck verschaffen können, ob die neue Stelle zu Ihnen passt. © IMAGO / Westend61
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für viele Recruiter ist das ein No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.  © IMAGO / YAY Images
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. Sollten Sie trotzdem verspätet sein, brauchen Sie dafür eine sehr plausible Erklärung.  © IMAGO / Westend61
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.  © IMAGO / Westend61
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.  © IMAGO / YAY Images

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