Tipps von Karriere-Coachs

Experten warnen: Dieses eine Wort sollten Sie in der Arbeit nicht zu oft sagen

Nickerchen im Büro
+
Verzweifelt in der Arbeit? Manchmal ist die Lösung einfacher, als Sie denken.

Sie wollten gegenüber den Kollegen höflich und zuvorkommend sein und haben dieses eine Wort deshalb schon öfter benutzt? Womöglich war genau das Ihr Fehler.

  • In der Arbeit sollte man sich nicht zu oft entschuldigen, sagen Experten.
  • Ein Dankeschön sei in vielen Situationen besser geeignet.
  • Auch gegenüber Vorgesetzten sollte man sich nicht unterwürfig zeigen, so ihr Tipp.

Entschuldigungen sind in der Arbeit oft nicht angebracht

In der Arbeit* kann nicht immer alles perfekt laufen. Denn Fehler gehören genauso dazu wie die Erfahrung, dass man daraus ja eigentlich nur lernen kann. Wichtig ist der Karriereberaterin Lauren McGoodwin zufolge dabei allerdings, dass man sich nicht zu oft für sein (Fehl-)Verhalten bei seinen Vorgesetzten und den Kollegen* entschuldigt.

Das beginnt schon bei der Ansprache: Viele Mitarbeiter würden ihre Frage an den Chef oder die Kollegen häufig mit dem Wort "Entschuldigung" beginnen, zitiert der Business Insider die Expertin und Gründerin von "Career Contessa". Sie erklärt, warum genau das kontraproduktiv* ist: "Es tut uns natürlich nicht leid, aber es dient als eine Art Puffer für die Bitte, die wir gleich vortragen werden. Wenn ihr eure Anfrage mit 'Es tut mir leid' beginnt, scheint es, als ob ihr euch eurer Anfrage nicht sicher seid — das erweckt nicht gerade das Vertrauen der anderen Person, von der ihr wollt, dass sie eure Anfrage schnell und ernsthaft beantwortet."

Lesen Sie auch: Wer auf diese zwei Wörter verzichtet, soll erfolgreicher werden

Karriereexperten raten: Besser "Danke" sagen statt sich zu entschuldigen

Sinnvoller sei es, die Frage selbstbewusst  - also ohne das Wörtchen "Entschuldigung" - zu stellen und sich danach für die Antwort zu bedanken, heißt es in dem Bericht des Business Insider zudem. Und: Sogar wenn man zu einem Treffen komme oder nicht rechtzeitig auf eine E-Mail geantwortet habe, wirke ein "Danke" selbstbewusster als ein "Entschuldigung". Den ersten Satz könne man besser mit den Worten "Danke für Ihre Geduld" statt mit einer Entschuldigung beginnen.

Die Business-Trainerin für Unternehmerinnen, Cait Scudder, betont dem Bericht des Business Insider zudem, dass gerade Frauen dazu neigen würden, sich schnell dafür zu entschuldigen, wenn ein unangenehme Situation entstehe oder ein Projekt nicht so laufe wie erwartet.

Erfahren Sie hier: Diese Dinge stehen Ihnen zu, wenn Sie im Home Office arbeiten

Wissen Sie wirklich, was Ihr Chef von Ihnen erwartet?

Oft können Mitarbeiter jedoch nichts dafür. Etwa, wenn die Erwartung des Chefs nicht eindeutig genug ist. Der Tipp der Business-Trainerin in solchen Fällen: "Wenn ihr einen Auftrag, eine Anweisung oder eine Idee nicht versteht, die ein Kollege, Mitarbeiter oder Vorgesetzter vorschlägt, bittet um weitere Erläuterungen." Sie warnt: "Wenn ihr euch dabei reflexhaft entschuldigt, geht ihr unbewusst davon aus, dass ihr schwer von Begriff seid, obwohl dies in den seltensten Fällen tatsächlich der Fall ist."

Karriere-Tipp: Nicht zu oft "Entschuldigung" sagen

Das Problem vieler Mitarbeiter schildert Cait Scrudder so: "Oft, wenn wir das Gefühl haben, uns bei einer Aufgabe oder einem Projekt übernommen zu haben, ist unser erster Instinkt, uns zu entschuldigen und es so zu einem persönlichen Misserfolg zu machen." Das ist aber gar nicht nötig, im Gegenteil. Denn, so verrät die Expertin: "Echte Führungskräfte und Vordenker dagegen entschuldigen sich nicht für ihre eigene Unzulänglichkeit, sondern sie denken produktiv darüber nach, welche Ressourcen für die Lösung eines Problems erforderlich sind - und sie haben kein Problem damit, um Hilfe zu bitten."

Auch interessant: Diese fünf Fehler sollten Unternehmen in der Coronakrise beim Thema Kurzarbeit vermeiden

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

ahu

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Krankschreibung: Zählt das Wochenende bei der Drei-Tage-Frist wirklich dazu?
Krankschreibung: Zählt das Wochenende bei der Drei-Tage-Frist wirklich dazu?
Welchen Urlaubsanspruch habe ich bei Kündigung?
Welchen Urlaubsanspruch habe ich bei Kündigung?
Dieses Rätsel sollen nur Hochbegabte lösen können
Dieses Rätsel sollen nur Hochbegabte lösen können
Kündigung wegen Krankheit: In diesen Fällen könnten Sie entlassen werden
Kündigung wegen Krankheit: In diesen Fällen könnten Sie entlassen werden

Kommentare