Die Tricks der Personaler

So dreist tricksen Personaler: Lassen Sie sich im Vorstellungsgespräch nicht belügen

Nicht nur Sie - auch die Personaler wollen ihr Unternehmen möglichst vorteilhaft verkaufen und bleiben der Wahrheit deshalb nicht immer ganz treu. (Symbolbild)
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Nicht nur Sie - auch die Personaler wollen ihr Unternehmen möglichst vorteilhaft verkaufen und bleiben der Wahrheit deshalb nicht immer ganz treu. (Symbolbild)

Nicht nur Sie verschweigen beim Vorstellungsgespräch ein paar unvorteilhafte Details. Seien Sie gewappnet: Mit diesen Sätzen lügt Sie der Personaler an.

Hand aufs Herz: Haben Sie schon einmal in einem Bewerbungsgespräch geschwindelt? Falls ja, brauchen Sie nicht unbedingt ein schlechtes Gewissen zu haben - Personaler lügen genauso. Denn Sie wollen ihre neuen Mitarbeiter natürlich zu für sie möglichst günstigen Konditionen einstellen. Hier erfahren Sie, welchen Aussagen Sie nicht trauen sollten.

Personaler-Lüge: "Wir wissen noch nicht, wie hoch wir den Job bezahlen werden"

Diese Aussage ist in den meisten Fällen eine Lüge der Personaler, sagt die Human-Resources-Expertin Liz Ryan. Und wenn das Unternehmen tatsächlich nicht geklärt hat, wie viel es Ihnen zahlen würde, weist das darauf hin, dass es einen Personaldienstleister eingeschaltet hat, der bei den ersten Vorstellungsgesprächen herausfinden möchte, was sich die Bewerber so an Gehalt vorstellen. "Beides ist verantwortungslos und unprofessionell", findet Ryan.

Lesen Sie auch: Daran erkennen Personaler, dass Sie im Bewerbungsgespräch lügen.

Lüge im Vorstellungsgespräch: "Wir stellen im nächsten Quartal jemanden zu Ihrer Unterstützung ein"

Diese Aussage des Personalers beinhaltet, dass es sich bei Ihrer Stelle um einen Job mit hohem Stresslevel handelt. Fragen Sie noch im Bewerbungsgespräch nach, wie viele Stellen im letzten Jahr geschaffen wurden. So finden Sie heraus, ob sich das Unternehmen wirklich im Wachstum befindet. Wenn Sie den Job dann bekommen, lassen Sie sich das Versprechen einer Unterstützung schriftlich geben.

Ebenfalls interessant: Bewerbung: Welche Strafe droht, wenn ich im Lebenslauf lüge?

Personaler-Lüge: "Die Bezahlung ist nicht gut, aber die Extra-Leistungen gleichen das aus"

Das wäre zwar eine tolle Sache, ist aber Extra-Leistungen gleichen ein gutes Gehalt niemals aus. Hierzulande kann das unter anderem den Unterschied zwischen halben oder ganzen Rentenpunkten ausmachen. Ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter respektiert, bezahlt ihnen den Marktwert. Gehen Sie also im Vorstellungsgespräch nicht auf diesen Handel der Personaler ein.

Lesen Sie auch: In diesen Fällen dürfen Sie im Vorstellungsgespräch lügen.

Lüge im Vorstellungsgespräch: "Wir geben noch diese Woche Bescheid, ob wir Interesse haben"

Das ist die häufigste Lüge, sagte die HR-Expertin im Wirtschaftsmagazin Forbes. Innerhalb einer Woche nach dem Vorstellungsgespräch sei es für die Mitarbeiter der Personalabteilung eines Unternehmens nämlich nicht realistisch, diese Entscheidung zu fällen. Warten Sie also beruhigt zwei Wochen ab, bevor Sie wegen Ihrer Bewerbung nachhaken.

Ebenfalls interessant: Lügen im Lebenslauf: Diese Tricks kennt jeder Personaler.

Personaler-Lüge: "Aufgrund des Budgets müssen wir Ihnen eine niedrigere Position anbieten"

Unverschämt findet Ryan diesen Satz. Wenn Sie sich auf eine Senior-Stelle bewerben, sollten Sie sich nicht mit einer Junior-Stelle zufrieden geben. So würden Sie die gleiche Arbeit erledigen, aber weniger verdienen. "Nicht jeder verdient Ihr Talent – halten Sie Ausschau nach jemanden, der es tut", rät die Expertin.

Auch interessant: Bewerberin wird von Personalerin abgelehnt - wegen ihres Sternzeichens.

Ihre Meinung ist gefragt!

Lesen Sie auch: So dreist lügen die Deutschen bei der Arbeit.

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Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was beim Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist natürlich, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken.
Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was für das Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken. Bleiben Sie zudem authentisch. Was allzu übertrieben wirkt, sollten Sie im Zweifel besser vermeiden. © IMAGO / Westend61
Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Vor dem Bewerbungsgespräch sollten Sie zudem genügend Zeit für die Körperpflege einplanen. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.  © IMAGO / YAY Images
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch.
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch. © IMAGO / Westend61
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen.
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand zum Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen. Wenn Ihnen zur Begrüßung hingegen jemand ein Mineralwasser oder einen Kaffee anbietet, dürfen Sie das gerne annehmen. Vergessen Sie dabei niemals, sich höflich zu bedanken.  © IMAGO / Westend61
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut. © IMAGO / Westend61
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein.
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein. Schließlich geht es darum, dass die künftigen Kollegen Sie besser kennenlernen. Und auch Sie sollten sich natürlich einen Eindruck verschaffen können, ob die neue Stelle zu Ihnen passt. © IMAGO / Westend61
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für viele Recruiter ist das ein No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.  © IMAGO / YAY Images
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. Sollten Sie trotzdem verspätet sein, brauchen Sie dafür eine sehr plausible Erklärung.  © IMAGO / Westend61
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.  © IMAGO / Westend61
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.  © IMAGO / YAY Images

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