Arbeitsrecht

Angst vor Kündigung in der Coronakrise? Das sollten Sie wissen

Ein Albtraum für Beschäftigte: Droht eine Kündigung?
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Ein Albtraum für Beschäftigte: Droht eine Kündigung?

Wegen der Coronakrise fürchten sich viele Beschäftigte davor, ihren Job zu verlieren. Sie sollten ihre Rechte kennen.

  • Viele Firmen bangen in der Coronakrise um ihre Existenz.
  • Wenn dadurch eine Kündigung drohen sollte, muss jeder seine Rechte kennen.
  • Es gibt einige rechtliche Hürden. Im Zweifel entscheidet das Arbeitsgericht.

Angst vor Kündigung in Coronakrise?

Viele Unternehmen in Deutschland mussten angesichts der Einschränkungen in der Coronakrise* um ihre Existenz fürchten. Das ging aus der April-Umfrage des Münchner Ifo-Instituts hervor. Hoffnung gibt es in der Wirtschaft nun zumindest durch die beschlossenen Lockerungen. 

Trotzdem, so die Befürchtung vieler Deutscher*, könnte es in der Coronakrise dazu kommen, dass Firmen Mitarbeiter entlassen. Was muss man dazu wissen und rechtlich beachten? In einem Interview auf Spiegel Online erklärt der Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Birkhahn auf die Frage, was er Mandaten rate, wenn Trennungsgespräche mit Mitarbeitern anstehen: "Zunächst einmal muss man ein Konzept entwickeln. Betriebsbedingte Kündigungen gerichtsfest zu begründen, ist schon eine Kunst. Man muss sich da gerade im Mittelstand genau überlegen, welches die unternehmerischen Hintergründe sind." Ist die Coronakrise nicht ein hinreichender Grund? In dem Interview auf Spiegel Online erklärt der Experte dazu: "Ganz klar: Nein. Man muss im Zweifel beim Arbeitsgericht genau darlegen können, was die Krise mit dem Betrieb gemacht hat. Reine Umsatzeinbußen reichen als Begründung nicht aus."

Lesen Sie hier: Maskenpflicht und Mindestabstand beim Friseurbesuch - aber diese Dienstleistungen sind verboten

Kündigung in der Coronakrise - ein Fall für das Arbeitsgericht?

Auch der Aspekt der Kurzarbeit kommt in dem Interview des Nachrichtenportals zur Sprache: 55 Prozent der deutschen Unternehmen befänden sich in Kurzarbeit und würden damit ja angeben, dass sie nur eine vorübergehende Flaute erwarten, fragte Spiegel Online nach. Kann eine Firma unter diesen Umständen überhaupt betriebsbedingt kündigen? Das Portal zitiert den Arbeitsrechtsexperten dazu so: "Unter Umständen läuft sie dann tatsächlich Gefahr, das Kurzarbeitergeld zurückzahlen zu müssen. Denn Kurzarbeit und betriebsbedingte Kündigungen schließen einander im Normalfall aus. Mit Kurzarbeit zeigt man, dass man eine nur vorübergehende Flaute erwartet - wenn man Mitarbeiter entlassen will, geht man davon aus, dass es eine dauerhafte Änderung gibt."

Hier erfahren Sie: Hygiene und Infektionsschutz bei der Arbeit: Neue Regeln in Coronakrise

Coronakrise: Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit erreichte Rekordwert

Ende April hatte die Bundesagentur für Arbeit einen Rekordwert zur Kurzarbeit vermeldet: Im Zuge der Corona-Krise ist schon für mehr als zehn Millionen Beschäftigte Kurzarbeit* beantragt worden.

Wie hoch das Kurzarbeitergeld für wen ist, wie man den Betrag selbst ausrechnen kann und was bei Krankheit gilt, lesen Sie hier.

Auch interessant: Zurück ins Büro nach der Corona-Krise: Wie Führungskräfte ihr Team nun vorbereiten

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