Kinder angeben?

Bewerbung: Warum frisch Verheiratete ihren Familienstand nicht angeben sollten

Die eigenen Kinder in der Bewerbung angeben, rein rechtlich müssen Sie das nicht. Sie sollten sich allerdings überlegen, ob Sie das freiwillig machen wollen.

Bewerbungen stellen immer wieder vor Herausforderungen – ist das Anschreiben passend, wirkt der Lebenslauf gut, sind die Qualifikationen für den Job richtig? Aber auch der familiäre Hintergrund im Lebenslauf kann Nerven kosten. Sollen Sie da die Kinder angeben oder besser nicht? Das ist eine Frage der Abwägung.

Lebenslauf: Familienstand und Kinder gehören zu den freiwilligen Angaben

In Ihrem Lebenslauf gibt es eine Reihe von Daten, die Sie angeben müssen, zum Beispiel Ihre Adresse, Ihre Kontaktdaten und Ihren Namen. Ihren Familienstand und ob Sie Kinder haben, gehören zu den freiwilligen Angaben in Ihrer Bewerbung. Ebenso können Sie auch Ihren Geburtsort und Ihr Geburtsdatum freiwillig angeben, wie Karrierebibel berichtet. Wenn in der Stellenausschreibung explizit nach Familienstand und Kindern gefragt wird, dann bleiben die Angaben immer noch freiwillig – sollten Sie diese allerdings beantworten, kann das Pluspunkte für Sie geben. Auf Floskeln im Allgemeinen sollten Sie verzichten.

Kinder in den Lebenslauf schreiben? Das sollten Sie sich überlegen.

Lebenslauf: Kinder werden in der Regel mit Alter angegeben

Sollten Sie sich entscheiden, Ihre Kinder in Ihrem Lebenslauf anzugeben, dann wird das Alter in der Regel mit angegeben. Häufige Nutzungsbeispiele sehen laut Karrierebibel so aus:

  • Familienstand: geschieden, 1 Kind (10 Jahre)
  • Familienstand: verheiratet, 2 Kinder (5 und 8 Jahre)

Wenn Sie Familienstand und Kinder angeben, dann können Ihnen natürlich von Personalerinnen und Personalern auch Vorurteile entgegengebracht werden. Wenn Sie beispielsweise verheiratet sind und keine Kinder haben, dann können die Schlüsse gezogen werden, dass eine Schwangerschaft bald anstehen könnte. Wenn Sie zum Beispiel alleinerziehend mit einem kleinen Kind sind, dann heißt das, dass Sie durch Krankheit oder Betreuungsproblemen ausfallen könnten. Das sind alles Interpretationen, aber bevor Sie Ihre Bewerbungsunterlagen zusammenstellen, sollten Sie sich überlegen, wie diese auf Verantwortliche wirken könnten. Diese Überlegungen gelten übrigens nicht nur für Frauen, auch Männer sollten darüber nachdenken, ob Sie Familienstand und Kinder angeben.

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Lebenslauf: Kinder angeben – ja oder nein

Die Pauschalantwort gibt es nicht, das hängt ganz von Ihren Lebensumständen ab. Sollten Sie allerdings in einem Bewerbungsgespräch gefragt werden, dann sollten Sie die Wahrheit sagen. Nach der Einstellung kommt sowieso heraus, ob Sie Kinder haben oder nicht – wenn Sie da lügen, kann sich der Arbeitgeber getäuscht fühlen und Sie in der Probezeit direkt wieder entlassen.

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was beim Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist natürlich, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken.
Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was für das Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken. Bleiben Sie zudem authentisch. Was allzu übertrieben wirkt, sollten Sie im Zweifel besser vermeiden. © IMAGO / Westend61
Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Vor dem Bewerbungsgespräch sollten Sie zudem genügend Zeit für die Körperpflege einplanen. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.  © IMAGO / YAY Images
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch.
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch. © IMAGO / Westend61
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen.
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand zum Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen. Wenn Ihnen zur Begrüßung hingegen jemand ein Mineralwasser oder einen Kaffee anbietet, dürfen Sie das gerne annehmen. Vergessen Sie dabei niemals, sich höflich zu bedanken.  © IMAGO / Westend61
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut. © IMAGO / Westend61
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein.
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein. Schließlich geht es darum, dass die künftigen Kollegen Sie besser kennenlernen. Und auch Sie sollten sich natürlich einen Eindruck verschaffen können, ob die neue Stelle zu Ihnen passt. © IMAGO / Westend61
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für viele Recruiter ist das ein No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.  © IMAGO / YAY Images
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. Sollten Sie trotzdem verspätet sein, brauchen Sie dafür eine sehr plausible Erklärung.  © IMAGO / Westend61
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.  © IMAGO / Westend61
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.  © IMAGO / YAY Images

Lebenslauf: Dann sollten Sie Kinder und Familienstand erwähnen oder besser weglassen

  • Sie sind verheiratet und Ihr Kind über 12 Jahre: Das sollten Sie in den Lebenslauf schreiben, so zeigen Sie Ihre Belastbarkeit und bringen private Stabilität mit.
  • Sind Sie Single und kinderlos? Auch das sollten Sie in den Lebenslauf schreiben, Personaler halten Sie dann für flexibel.
  • Sie haben Kinder unter 12 Jahren oder sind jung verheiratet? Dann sollten Sie die freiwillige Angabe lieber weglassen.

Überlegen Sie und wägen Sie ab, wenn Sie einen Lebenslauf erstellen, vielleicht beeindrucken Sie Ihren künftigen Arbeitgeber auch mit Ihrer Ehrlichkeit und Offenheit, wenn Sie Ihren Familienstand erwähnen. Eine Option kann es da auch sein, zu äußern, dass kein Kinderwunsch besteht.

Rubriklistenbild: © Imago

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