Bewerbungsprozess

Bewerbung: Fünf Gründe, warum Personaler Ihre Bewerbungsunterlagen ablehnen

Wenn nach einer Bewerbung die Absage ins Haus trudelt, ist die Enttäuschung erst einmal groß. Wir zeigen, welche Gründe dahinterstecken können.

Bewerber stecken viel Zeit und Mühe in ihre Bewerbungsunterlagen, um Personaler zu beeindrucken und ihren Traumjob an Land zu ziehen. Doch leider stoßen Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnisse nicht immer auf Gegenliebe – die Bewerbung* wird abgelehnt, noch bevor überhaupt ein Vorstellungsgespräch stattgefunden hat. Eine Begründung für die Absage teilen Arbeitgeber leider nur selten mit. Deshalb zeigen wir im Folgenden, welche Gründe hinter einer Ablehnung der Bewerbungsunterlagen stecken können.

Lesen Sie auch: Der perfekte Lebenslauf: Inhalt, Aufbau und absolute No-Gos.

1. Fehler in Bewerbungsunterlagen

So banal es klingt: Wimmelt das Anschreiben oder der Lebenslauf nur so vor Rechtschreibfehlern, hinterlässt das keinen guten Eindruck bei Personalern. Schließlich sind diese auf der Suche nach Mitarbeitern, die ihren Job sorgsam und umsichtig erledigen. Tipp- oder Grammatikfehler lassen da schnell an der Eignung des Kandidaten zweifeln. Tatsächlich ist dies auch der häufigste Grund für eine Jobabsage, wie eine frühere Umfrage unter HR-Mitarbeitern in den USA ans Licht gebracht hat.
Tipp: Lassen Sie immer eine zweite Person ihre Bewerbungsunterlagen gegenlesen, am besten in ausgedruckter Form. So entgehen Ihnen keine Fehler.

2. Teile der Bewerbungsunterlagen fehlen

Anschreiben und Lebenslauf haben Sie wie gewünscht eingereicht, aber Ihr letztes Arbeitszeugnis ist einfach nicht mehr auffindbar? Dann sollten Sie dies nicht einfach unkommentiert stehen lassen. Gerade prestigeträchtige Unternehmen, die mit vielen Jobinteressenten gesegnet sind, sortieren Kandidaten bei fehlenden Bewerbungsunterlagen sofort aus. Fehlende Arbeitszeugnisse erwecken zudem den Anschein, dass Bewerber ein schlechtes Zeugnis verheimlichen wollen. Ist es wirklich unauffindbar, können verlorene Arbeitszeugnisse beim alten Unternehmen nachgefordert werden.

Bewerbungsunterlagen sollten stets fehlerfrei sein – sonst droht die Jobabsage.

3. Qualifikationen passen nicht zur Stelle

So unlogisch es für Bewerber erscheinen mag: Überqualifizierte Kandidaten scheiden im Bewerbungsprozess oft schnell aus. Arbeitgeber haben hier die Befürchtung, dass sich die Bewerber schnell langweilen und die Stelle schon bald wieder kündigen würden. Passen Ihre Qualifikationen generell nicht zur Jobbeschreibung, haben andere Bewerber mit entsprechender Vorerfahrung bessere Chancen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

4. Gehaltsvorstellungen unrealistisch

„Bitte reichen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen ein“ – diese Aufforderung treibt vielen Bewerbern die Schweißperlen auf die Stirn. Schließlich gilt es genau abzuwägen zwischen dem eigenen Gehaltswunsch und dem, was das Unternehmen gerade noch bereit ist zu zahlen. Übertriebene Gehaltsvorstellungen bedeuten schnell das Aus im Bewerbungsprozess. Doch auch ein auffällig niedriger Betrag wirft Fragen auf – etwa zum Selbstbewusstsein des Kandidaten oder seinen Qualifikationen.
Tipp: Erkundigen Sie sich auf Gehaltsportalen nach den marktüblichen Gehältern für die jeweilige Branche und Position, oder sprechen Sie mit (ehemaligen) Kollegen. Wie Sie Ihren Gehaltswunsch im Anschreiben richtig formulieren, lesen Sie in diesem Artikel*.

5. Stelle ist schon vergeben

Manchmal sind Bewerber aber auch einfach zu spät dran: Die Bewerbungsphase für die Stelle ist bereits abgelaufen oder die Stellenanzeige veraltet. Manche Jobs werden sogar nur pro forma ausgeschrieben – und sind intern längst vergeben. In diesem Fall trifft Sie natürlich keine Schuld bei einer Absage.

Gründe für Absage auf Bewerbung erfragen – so könnte Antwort aussehen

Wenn Sie die wahren Gründe für Ihre Bewerbungsabsage erfahren wollen, raten Experten, einfach höflich beim jeweiligen Ansprechpartner nachzufragen, etwa so:

„Sehr geehrte/r Herr/Frau Mustermann,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung zu meiner Bewerbung. Ich bedaure, dass Sie momentan keine Möglichkeit für eine Zusammenarbeit sehen. Dennoch möchte ich die Gelegenheit nutzen, nach den Gründen für Ihre Entscheidung zu fragen.
So habe ich die Gelegenheit, mich zu verbessern. Dafür wäre ich Ihnen sehr dankbar. Ich freue mich auf Ihr Feedback.“

Die Antwort kann Ihnen helfen, dass vielleicht schon die nächste Bewerbung in einer Einladung zum Vorstellungsgespräch mündet. Wie Sie sich mithilfe unserer Checkliste optimal auf ein Bewerbungsgespräch vorbereiten, lesen Sie hier*. (as)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © wolterfoto/Imago

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