Magen-Darm-Infektionen vorbeugen

Grillen im Sommer 2021: Experten warnen vor Gesundheitsgefahr und geben Tipps

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Die Krankenkassen warnen: Grillen kann schnell auf den Magen schlagen.

Viele Menschen grillen bei dem schönen Wetter, beachten aber oft die Hygiene-Regeln nicht. Experten warnen nun vor Infektionen und geben wichtige Tipps.

Dortmund - Die Grill-Saison startet und solange das Coronavirus* wütet, werden viele im eigenen Garten grillen, um dem Alltag etwas zu entfliehen. So ein Grill-Abend kann aber auch schnell unangenehm mit einer Magen-Darm-Infektion enden.

Krankenkasse warnt: Grillen kann schnell unangenehm enden

In der Grill-Saison steigt die Zahl der Magen-Darm-Infektionen laut der AOK Krankenkasse Westfalen-Lippe an. In Westfalen-Lippe wurden 2019 über 9.000 Magen-Darm-Erkrankungen gemeldet, die mit dem Essen zu tun haben, berichtet RUHR24.de*. So beispielsweise Salmonellose.

Die Zahlen basieren auf Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI), das insbesondere durch die Corona-Pandemie in den Mittelpunkt gerückt ist

. Neben Salmonellen gehören Campylobacter zu den häufigsten Erregern von Durchfallerkrankungen. Deshalb unterliegen sie auch der Meldepflicht, wie die AOK in einer Pressemitteilung mitteilt.

Startschuss für Grill-Saison: Fleisch wird zur Gesundheitsgefahr

"Besonders in Sommermonaten ist ein deutlicher Anstieg festzustellen", heißt es außerdem von der AOK Westfalen-Lippe. Grund dafür seien die vermehrten Grill-Abende: "Häufig erfolgt die Übertragung über Geflügelfleisch, das nicht durchgebraten wurde."

Damit man sich eine solche Magen-Darm-Infektion nicht einfängt, ist Hygiene bei der Zubereitung des Grillfleisches sehr wichtig. Das sollte dabei beachtet werden:

  • Hände gründlich waschen
  • Marinaden und Verpackungen nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt bringen.
  • Bei gefrorenem Fleisch immer das Tauwasser sofort abgießen, da Campylobacter auch bei Minustemperaturen überleben können. 
  • Schneidebretter, Messer und Teller nach dem Kontakt mit rohem Fleisch gründlich waschen.

Magen-Darm-Infektion: So ist der Krankheitsverlauf

Eine Magen-Darm-Infektion beginnt häufig mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Erst danach kommen die Bauchschmerzen und Magenkrämpfe, sowie Übelkeit und Durchfall.

Die Krankenkassen warnen: Grillen kann schnell auf den Magen schlagen.

Solch eine Erkrankung kann bis zu einer Woche anhalten. In der Regel sollen die Krankheiten ohne Probleme ablaufen und klingen häufig von selbst ab. In manchen Fällen können rheumatische Gelenkentzündungen oder Hirnhautentzündungen auftreten.

Alkohol und Fett: Das sind die Feinde für den Magen an einem Grill-Abend

Vor allem Personen mit einem empfindlichen Magen oder sogar Reizmagen sollten aufpassen. Fettiges Fleisch und mayonaisehaltige Saucen können zu einer negativen Reaktion des Magens führen. Inspiration für gesunde Ideen auf dem Grill findet ihr hier - die Rezepte sind mit Fleisch, Gemüse oder Obst. 

Häufig wird an Grill-Abenden auch Alkohol getrunken, welche gemeinsam mit fettigem Fleisch für Sodbrennen sorgen kann. Wer schneller auf schwere Kost reagiert, kann mit Gewürzen wie Senf, Majoran und Kurkuma für eine bessere Verdauung sorgen und so den Beschwerden vorbeugen (mehr Service-Artikel auf RUHR24.de*).

Vorsicht am Grill-Abend: Das sind die weiteren Gefahren des Grillens

Ein positiver Aspekt des Grillens: Bei der kurzen Garzeit bleiben mehr gute Nährstoffe im Fleisch, als beim regulären Braten. Beim Grillen sollte aber nicht nur auf den Magen aufgepasst werden. Häufig passieren Unfälle an solchen Abenden, da viele unüberlegt mit der Hitze umgehen. Wer seine Holzkohle mit Spiritus oder Benzin entfacht, sollte vorsichtig sein.

Auch Fettspritzer werden schnell zur Gefahr, besonders für Kinder. Sie sind mit ihren Gesichtern auf der Höhe des Grills und werden schneller von Fettspritzern und der Hitze getroffen. *RUHR24.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

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