Kaum zu glauben

Zweijährige hat noch nie Zucker gegessen - Folgen sind erstaunlich

Grace hat in ihrem jungen Leben noch nie Zucker gegessen. Ihre Mutter ernährt sich nach einer strikten Ernährungsweise. Mit überraschenden Folgen.

Zuckerfrei ist das neue Vegan – so scheint es zumindest, wenn man das Internet nach den neuesten Diättrends durchforstet. Doch für Shan Cooper ist diese Ernährungsweise kein bloßer Hype, sondern eine dauerhafte Lebensweise.

Aus diesem Grund hat ihre Tochter Grace auch noch nie Haushaltszucker gegessen. Außerdem soll die Zweijährige weder Getreide noch Milchprodukte kennen. Mama Shan, die mit ihrer Familie im australischen Melbourne lebt, ernährt sich nämlich schon lange vor Graces Geburt nach der sogenannten Paleo-Diät.

Kein Zucker, Getreide oder Milchprodukte: Coopers leben nach der Paleo-Diät

Hierbei werden abgepackte oder verarbeitete Lebensmittel vermieden und stattdessen zu viel Obst, Gemüse, Nüsse, Samen sowie Fleisch und Fisch gegriffen. Diese Lebensweise soll der unserer Vorfahren aus der Steinzeit nachempfunden sein. Es wird nur gegessen, was man auch selbst in freier Natur erjagen oder sammeln kann.

Diese Mutter hat ihre kleine Tochter ebenfalls auf Zucker-Entzug gesetzt, als diese ständig Wutausbrüche hatte. Ob es geholfen hat, erfahren Sie hier.

Der Grund dafür: Die Paleo-Anhänger glauben, dass wir noch immer dieselben Gene wie damals die Steinzeitmenschen besitzen – und daher sind wir noch immer an deren Ernährungsweise angepasst. Im Gegensatz zu Haushaltszucker & Co., die erst in jüngster Zeit hinzugekommen sind. Shan Cooper ist jedenfalls von der Ernährungsphilosophie überzeugt – und hat deshalb einen Food-Blog namens "myfoodreligion.com" gegründet.

Paleo-Blog: Kann süße Sünde so gesund und lecker sein?

Darauf bloggt sie familienfreundliche Rezepte, die auf den Paleo-Regeln basieren. Aber nur weil die Familie auf Zucker verzichtet, bedeutet das noch lange nicht, dass Grace kein Eis essen darf. So gibt es stattdessen leckeres Gefrorenes aus Kokosnussmilch und Nussbutter oder sündige, glutenfreie Schoko-Brownies, die nur aus drei Zutaten bestehen und ohne Mehl gebacken werden.

Die Coopers schwören auf ihre gesunde Lebensweise – schließlich soll die kleine Grace noch nie in ihrem Leben krank gewesen sein. Auch wenn im Kindergarten die Masern oder ähnliches grassierten, soll sich die Zweijährige niemals angesteckt haben. Das behauptet zumindest ihre stolze Mutter gegenüber der britischen Daily Mail: "Ich bin absolut der Meinung, dass es ihr ein starkes Immunsystem gibt."

Auch dieser Herzspezialist verzichtet komplett auf Zucker - und glaubt so, uns alle zu überleben.

Video: Was Sie über Zucker noch nicht wussten

jp/Video: Glomex

Schnell schlank und fit: Acht gesunde Zuckeralternativen

Reissirup auf einem Löffel
Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering. © J. Pfeiffer/Imago
Kokosblütenzucker in Schale und Kokosnuss
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden. © J. Pfeiffer/Imago
Ahornsirup auf Waffel
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. © Kia Cheng Boon/Imago
Birkenzucker in Schale und Löffel
Xylit wurde ursprünglich aus Birkenholz gewonnen, deshalb ist er auch als Birkenzucker bekannt. Wie die Krankenkasse AOK weiter informiert, wird er heute allerdings aus Maiskolbenresten, Stroh oder anderen Hölzern hergestellt. Der Zuckeralkohol hat deutlich weniger Kalorien als Zucker. © J. Pfeiffer/Imago
Birkenzucker in Schale und Löffel
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker. © J. Pfeiffer/Imago
Gesundes Frühstück, Müslischüssel mit Obst
Agavensirup ist ein Süßungsmittel, das aus der Agavenpflanze gewonnen wird. Hier gilt wie bei Apfeldicksaft: Sie sollten das Produkt in Maßen genießen, weil es hauptsächlich aus Fruchtzucker besteht. Agavensirup hat aber weniger Kalorien als Zucker, was ihn zum besseren Diät-Begleiter macht. Auch für die Umwelt ist der Kauf von Agavendicksaft eher schädlich, auch wegen der langen Transportwege. Sie wollen nicht auf Agavensirup verzichten? Greifen Sie in dem Fall am besten zum Bio-Produkt.  © Imago
Griechischer Joghurt mit frischen Früchten steht neben einem Glas voller Honig
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt. © Imago
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker.
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. © Marijan Murat/dpa

Rubriklistenbild: © Instagram/myfoodreligion

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