WHO warnt

Geschlechtskrankheiten: Antibiotika verlieren Wirkung

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Treponema pallidum, der Erreger der Syphilis - die Geschlechtskrankheiten Syphilis, Gonorrhoe und Chlamydiose sind wegen Antibiotikaresistenzen immer schwerer zu bekämpfen.

Die weltweit verbreiteten Geschlechtskrankheiten Gonorrhoe, Syphilis und Chlamydiose sind nach UN-Angaben immer schwerer zu bekämpfen. 

Die Bakterien, die sie auslösen, seien in wachsendem Maße resistent gegenüber Antibiotika, warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Der Hauptgrund sei, dass Medikamente oft fehlerhaft oder zu häufig angewandt werden. "Die Antibiotikaresistenz dieser sexuell übertragbaren Krankheiten hat rapide zugenommen, wodurch die Möglichkeiten der Behandlung geschrumpft sind", erklärte die WHO. Die stärkste Resistenz hätten die Erreger der Gonorrhoe (Tripper) entwickelt, mit der sich weltweit jährlich 78 Millionen Menschen infizieren.

"Es wurden Gonorrhoe-Stämme entdeckt, die auf keine der zur Verfügung stehenden Antibiotika mehr reagieren." Nicht ganz so dramatisch verlaufe die Entwicklung von Resistenzen bei Chlamydiose und Syphilis - bei jährlich 131 Millionen sowie 5,6 Millionen Neuinfektionen. Unbehandelt können diese Krankheiten zu schweren Komplikationen - darunter chronische Entzündungen und Fehlgeburten - sowie zu Unfruchtbarkeit führen.

Tripper, Chlamydien oder Syphilis - Geschlechtskrankheiten sind ein Tabuthema unserer Gesellschaft. Doch die Zahl der Infektionen nimmt in Deutschland wieder zu. Der Grund: Viele stecken sich auch im Urlaub an. Aus dem Reiseland Indien bringen Touristen laut einer Studie der Universität Bern ein gefährliches Souvenir mit: multiresistente Bakterien.

Syphilis-Infektionen haben 2015 in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) registrierte 6834 diagnostizierte Fälle. Syphilis wird durch das Bakterium Treponema pallidum hervorgerufen und ist sehr ansteckend.

dpa

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