pH-Wert

So schädlich ist Seife für die Haut wirklich

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Zu viel Seife ist nicht gut für die Haut.

Das Einseifen gehört für viele zur angemessenen Körperpflege dazu. Dass Sie sich damit aber nicht immer einen Gefallen tun, wissen nur die wenigsten. Die Redaktion klärt auf.

Eigentlich geht man bei der Verwendung von Seife davon aus, seinem Körper etwas Gutes zu tun. Schließlich pflegen wir mit ihr nicht nur unsere Haut, sondern verleihen ihr auch einen angenehm frischen Duft. Wer es allerdings übertreibt, kann ziemlich schnell einen gegenteiligen Effekt hervorrufen.

pH-Wert der Seife stört natürlichen Säureschutzmantel der Haut

Entgegen vieler Erwartungen macht häufiges Einseifen den Körper nicht unbedingt sauberer: "Wer zu viel seift, stinkt. Wer sich dezent reinigt, der hat einen besseren Körpergeruch", berichtet Hautärztin und Bestsellerautorin Yael Adler aus Berlin dem NDR. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Sie flüssige oder feste Seife verwenden.

Das Problem liegt darin, dass eine Seife in der Regel einen pH-Wert von acht bis elf hat und damit alkalisch ist. Der natürliche Säureschutzmantel auf der Hautoberfläche ist jedoch leicht sauer bei einem pH-Wert von 4,8 bis 5,3. Somit stört die Seife den natürlichen Säureschutzmantel und tötet auch einen Teil der "guten" Hautbakterien ab - der pH-Wert der Haut gleicht sich für wenige Stunden an den der Seife an.

Bei gesunder Haut ist das kein Grund zur Sorge, denn der pH-Wert normalisiert sich wieder. Allerdings vermehren sich bei einem zerstörten Säureschutzmantel die ungesunden Bakterien auf der Haut, die wiederum für einen schlechten Körpergeruch sorgen. "Und wenn man ständig seift, dann entfernt man immer wieder die Schutzfette. Die Schutzbarriere wird löchrig, es kann zu viel Feuchtigkeit verdunsten. Allergene, Chemikalien und Erreger können von außen schneller eindringen", erklärt Adler.

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Seife ja oder nein? Das empfiehlt Hautärztin

Als Alternative zur handelsüblichen Seife könnten Verbraucher zwar sogenannte synthetische Detergentien, kurz Syndets, verwenden, deren pH-Wert dem der Haut angepasst ist - achten Sie beim Kauf auf die Bezeichnungen "seifenfrei", "pH-neutral" oder "pH 5,5". Allerdings entziehen diese der Haut meist körpereigene, gesunde Fette.

Noch hilfreicher wäre es deshalb laut Adler, wenn wir komplett auf Seifen und Waschsubstanzen verzichten würden, selbst wenn diese rückfettend sind: "Ich rate meinen Patienten, dass sie besser auf ihre Haut hören. Die Haut kann nämlich sehr viel ganz alleine. Wir müssen gar nicht so viel tun, wie uns immer eingeredet wird". Stattdessen reiche es in den meisten Fällen völlig aus, die Haut nur mit Wasser zu reinigen.

Einzig vor dem Essen und nach dem Gang auf die Toilette sei eine gründliche Handwäsche nötig, um schädliche Bakterien und Viren loszuwerden. In der Dusche reiche es zudem Achseln, Pofalte und Füße mit Seife einzuschäumen - alles andere sollte zum seltenen Luxus werden.

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Diese Dinge sind schlecht für Ihre Zähne

Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt.
Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt. © Pixabay
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden.
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden. © Pixabay
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ...
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ... © Pixabay
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen.
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen. © Pixabay
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen.
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen. © Pixabay
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz.
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz. © Pixabay
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden.
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden. © picture alliance / dpa
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein.  
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein.    © picture alliance / dpa
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Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen. © Pixabay

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