Hautkrebs-Symptome

Auch Fußballprofi Manuel Neuer war betroffen: Hautkrebs mit der ABCDE-Liste erkennen

Hautkrebs ist der häufigste, aber auch der am seltensten tödlichste Krebs. Die bösartigste Variante erkennen Sie nicht nur anhand der Farbe.

Anfang November 2022 wurde bekannt, dass der Profi-Fußballer Manuel Neuer dreimal wegen Hautkrebs operiert wurde. „Man hat sehr großen Respekt und auch ein bisschen Angst“, so der 36-jährige Torwart im Welt-Interview über die Diagnose. Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland, informiert die Techniker Krankenkasse (TK). Weit mehr als 200.000 Menschen erkranken jährlich neu, heißt es weiter. 

Jedoch leiden die meisten Betroffenen an vergleichsweise harmlosen Hautkrebsarten wie dem Basalzellkarzinom oder dem Plattenepithelkarzinom, so die Deutsche Krebsgesellschaft. Außerdem sei Hautkrebs nur für ein Prozent aller Krebstodesfälle verantwortlich, informiert die TK.

FC-Bayern-Torwart und Mitglied der deutschen Nationalmannschaft: Manuel Neuer ist einer der bekanntesten deutschen Fußballer. Seine überstandene Hautkrebs-Erkrankung nutzt der Promi-Sportler, um über die Krankheit aufzuklären. (Archivbild)

Neuer über Hautkrebs: “Wenn ihr bei jemandem Auffälligkeiten seht, sprecht die Leute an”

„Wenn der Dermatologe dich gut aufklärt und sagt, wie es weitergeht, wird dir die Angst genommen“, so Manuel Neuer im Welt-Interview. Nach drei Operationen hat er den Hautkrebs nach eigenen Aussagen überstanden. Allerdings müsse man die Hautstellen weiter im Spiegel beobachten, um Änderungen frühzeitig zu erkennen, so Neuer weiter. Halbjährlich geht der FC-Bayern-Spieler zum Hautarzt. Neuer rät anderen, lieber einmal mehr nachzufragen bei Ärzten oder Vertrauten: „Wenn ihr bei jemandem Auffälligkeiten seht, dann sagt es ruhig, sprecht die Leute an, gerade im Mannschaftssport”. 

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Hautkrebsscreening ab 35: im Zwei-Jahres-Rhythmus wird von den Kassen bezahlt

Wie bei allen anderen Krebskrankheiten gilt auch für Hautkrebs: Je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die bösartige Form von Hautkrebs, auch schwarzer Hautkrebs genannt, nennen Mediziner malignes Melanom. Dieser Tumor kann sich schnell im Körper ausbreiten und sich in verschiedenen Organen ansiedeln (metastasieren). 

Ein regelmäßiger Check-Up beim Hautarzt oder bei einer Hautärztin erhöht die Chance enorm, dass schwarzer Hautkrebs frühzeitig erkannt wird. Das Bundesministerium für Gesundheit empfiehlt die Hautkrebs-Früherkennung ab dem 35. Lebensjahr. Ab diesem Zeitpunkt wird das sogenannte Hautkrebsscreening alle zwei Jahre von der Krankenkasse bezahlt. Vor dem 35. Lebensjahr kann man sich ebenfalls checken lassen, muss die Kosten allerdings ganz oder anteilig zahlen. 

Krebserregende Viren: Diese Erreger können Krebs auslösen

Herpesvirus
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) zählt zur Gruppe der Herpesviren. Dem Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) zufolge gilt als sicher, dass eine Infektion mit EBV zur Entstehung von B-Zell-Lymphomen beitragen kann, einer bösartigen Erkrankung von B-Lymphozyten. Mit Lymphom werden in der Medizin bösartige Tumoren des lymphatischen Systems bezeichnet. In Tumoren von T-Lymphozyten (T-Zell-Lymphome) konnte das Epstein-Barr-Virus ebenfalls nachgewiesen werden, so das dkfz. © Imago
Das Magenbakterium Helicobacter pylori
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, Magenkrebs zu fördern. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblockern äußerst erfolgreich. © dpa
HIV: Eine Frau hat sich eine rote Schleife angeheftet
Die rote Schleife soll das Thema Aids und HIV in die Mitte der Gesellschaft rücken. Eine Infektion mit sogenannten HI-Viren (humane Immundefizienzviren) kann die Krankheit Aids auslösen. Menschen mit Aids sind häufiger von Krebs betroffen, vermutlich aufgrund ihres geschwächten Immunsystems, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert.  © Oliver Berg/dpa
Impfausweis
Hepatitis B fördert Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. © Martin Wagner/Imago
Hepatitis C Viren
Gegen Hepatitis-C-Viren gibt es unglücklicherweise (noch) keinen Impfstoff. Die aggressiven Erreger zählen zu den häufigsten Ursachen für Leberkrebs. Wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert, werden Hepatitis-C-Viren inzwischen aber auch mit weiteren Tumorarten in Zusammenhang gebracht: Auch Krebs der Gallenwege sowie das Multiple Myelom könnten durch eine Infektion begünstigt werden, heißt es.  © CAVALLINI JAMES/Imago
HPV (Humane Papillomviren)
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt Arten, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © CAVALLINI JAMES/Imago

Schwarzen Hautkrebs erkennen: Diese Warnsignale sollten Sie ernst nehmen

Ein typisches Melanom ist dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zufolge ein flacher, dunkler, unregelmäßig gefärbter Hautfleck. Er könne braun bis schwarz, bläulich, rötlich oder selten sogar weiß sein und auch hautfarbene Stellen haben. Auch ein leicht erhabenes braunes oder schwarzes Knötchen kann schwarzer Hautkrebs sein, heißt es weiter.

Die ABCDE-Checkliste kann nach Informationen des IQWiG helfen, eine bösartige Veränderung eines Leberflecks zu erkennen: 

  • Asymmetrie: Eine ungleichmäßige Form kann Anzeichen einer bösartigen Hautveränderung sein.
  • Begrenzung: Fransige und unscharfe Ränder sollten ebenfalls vom Mediziner abgeklärt werden. 
  • Colorierung: Eine ungewöhnliche Färbung, wie etwa bläulich oder rötlich, sowie eine sich verändernde Farbgebung sollte zum Arzt führen. 
  • Durchmesser: Eine Größe von mehr als sechs Millimeter Durchmesser macht ein Pigmentmal potenziell gefährlich. 
  • Entwicklung: Verändert sich ein Leberfleck, sollte Sie das zum Arzt führen. 

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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