Zu wenig Schlaf?

Kurzschläfer schlafen täglich nur vier bis sechs Stunden: Forscherin findet heraus, wie gesund das ist

Kurzschläfer sind bereits nach wenigen Stunden Schlaf wieder fit. Warum manchen Menschen eine kurze Nachtruhe reicht und ob das gesund sein kann, erfahren Sie hier.

Fünf Stunden Nachtruhe reichen ihnen, um am nächsten Tag fit zu sein? Dann zählen Sie zur Minderheit der Kurzschläfer. Nur rund ein Prozent der Bevölkerung soll mit vier bis sechs Stunden Schlaf pro Nacht auskommen, wie das Portal Business Insider informiert. Bei Kurzschläfern erholen sich Körper und Geist nachts im Rekordtempo – sie wachen nach weit weniger als acht Stunden Schlaf erholt auf. Kurzschläfer seien zudem sogar überdurchschnittlich fit und aktiv, wie das Portal Welt.de berichtete.

Schlafforscher weltweit befassen sich mit dem Phänomen. Die Kernfragen sind dabei: Warum brauchen manche Menschen so wenig Schlaf und kann das gesund sein? Der Techniker Krankenkasse zufolge geht aus vielen Untersuchungen hervor, dass die meisten Menschen sieben bis acht Stunden Schlaf* brauchen. Als Faustregel gelte: Wer tagsüber auch bei längerer Tätigkeit im Sitzen konzentriert arbeiten kann, ohne schläfrig zu werden, hat sein persönliches Schlafpensum gefunden. Zu wenig Schlaf wird mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und einem geschwächten Immunsystem in Verbindung gebracht. Doch gilt das auch für Kurzschläfer, die einfach keine acht Stunden schlafen können, auch wenn sie möchten? 24vita.de* gibt 3 Tipps, wie Sie morgens schneller wach werden.

Unser Körper braucht ausreichend Schlaf, um sich zu regenerieren. Doch nicht jeder Mensch braucht acht Stunden pro Nacht.

Warum brauchen Kurzschläfer nur wenige Stunden Nachtruhe?

Die Neurowissenschaftlerin Ying-Hui Fu von der University of California in San Francisco forscht bereits seit über 20 Jahren an möglichen Ursachen für das Kurzschläfer-Phänomen. In dieser Zeit hat sie dem Business Insider zufolge einige der Gene entschlüsselt, die für den Kurzschlaf verantwortlich sein könnten. Dazu zählt etwa die genetische Mutation DEC2, die den biologischen Rhythmus beeinflusst. Zehn Jahre später im Jahr 2019 entdeckten Fu und ihr Team während der Analyse einer Familie, in der drei aufeinanderfolgende Generationen von Menschen Kurzschläfer waren, ein weiteres „Kurzschläfer-Gen“. Es handelt sich um eine Mutation im ADRB1-Gen, die ebenfalls den natürlichen Kurzschlaf fördert: „Eine Mutation in ADRB1 führt beim Menschen zu einem natürlichen Kurzschlafverhalten“, heißt es in einer Veröffentlichung der Forscher im Fachmagazin Neuron.

Wissenschaftlerin Ying-Hui Fu hat bislang keine Risiken oder Nachteile der Mutation bei ihren 150 Probanden gefunden, informiert Welt.de. Um mit Sicherheit sagen zu können, dass Kurzschlafverhalten keine negativen Auswirkungen hat, müssen allerdings weitere Studien folgen. Der Ärztezeitung zufolge leben diejenigen am längsten, die sechs bis acht Stunden pro Nacht schlafen. Dies hätte eine Studie mit über 100.000 Teilnehmern ergeben, heißt es. (jg) *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Umfrage zum Thema Schlaf

Mehr Quellen: https://www.tk.de/techniker/magazin/

Weiterlesen: Lange wach? Mit diesem Trick schaffen Sie es endlich früher ins Bett

Mit diesen zehn Tricks werden Sie nie wieder schlecht schlafen

Zwei Frauen trinken Kaffee
Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten. © Josep Suria/Imago
Frau wacht auf
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und herwälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es „umarmen“. © Tanya Yatsenko/Imago
Wecker
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus. © kvkirillov/Imago
Frau trinkt Wein
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen. © Sofiya Garaeva/Imago
Frau schläft
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun. © Vasily Pindyurin/Imago
Frau hält Kissen vors Gesicht
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan. © Sofiya Garaeva/Imago
frau massiert ihre wade nach einem nächtlichen wadenkrampf
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern. © Rolf Kremming/Imago
Paar liegt im Bett
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen. © AndreyPopov/Imago
Tasse mit Baldrian-Tee
Tipp 9: Manche schwören auch auf einen Schlummertrunk, um schneller ins Land der Träume abzutauchen. Begehrt sind vor allem Teesorten wie Baldrian- oder Hopfentee, weil sie schlaffördernde Wirkung entfalten sollen.  © O. Diez/Imago
Frau macht Yoga
Tipp 10: Entspannungsübungen lassen Körper und Geist zur Ruhe kommen. 15 Minuten entspannende Yoga-Übungen, Mediation oder autogenes Training können Ihnen so helfen, den Tag hinter sich zu lassen und schneller einzuschlafen.  © Imago

Rubriklistenbild: © Eva Blanco via www.imago-images.de

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