Erste Anzeichen ernst nehmen

Herzkrebs – wenn Herzgewebe unkontrolliert wuchert: Diese Symptome sollten zum Arzt führen

Plötzliche Schwäche und Kurzatmigkeit, die Sie Treppen nur noch schwer erklimmen lassen, sollten ärztlich abgeklärt werden.
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Plötzliche Schwäche und Kurzatmigkeit, die Sie Treppen nur noch schwer erklimmen lassen, sollten ärztlich abgeklärt werden.

Krebserkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen oftmals gut – auch bei Herzkrebs.

In nahezu jeder Körperregion kann ein Tumor entstehen. Dabei handelt es sich um eine Neubildung von Körpergewebe: Zellen beginnen sich unkontrolliert zu teilen und es kommt zur Wucherung von Gewebe. Oftmals sind Tumore gutartig. Doch es gibt auch bösartige Formen, die behandelt werden müssen. Derzeit ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern der Prostatakrebs*, gefolgt vom Lungen- und Darmkrebs, wie das Bundesministerium für Gesundheit informiert. Weiter heißt es, dass bei Frauen am häufigsten Brustkrebs gefolgt von Darm- und Lungenkrebs diagnostiziert wird. Jährlich erkranken insgesamt etwa 492.000 Menschen neu an Krebs.

Auch das Herz kann betroffen sein. Tumore des Herzens sind allerdings sehr selten. Sie machen nur 0,05 Prozent aller Tumoren des Menschen aus: ¾ davon sind gutartig, ¼ bösartig, wie das Universitätsklinikum Jena informiert.

Ursachen für Herzkrebs unbekannt

Bei Herzkrebs beginnt der Uniklinik Jena zufolge das herzeigene Gewebe aus unbekannten Gründen zu wuchern. Meist handele es sich um sogenannte Myxome und Fibroelastome, die beide meist gutartig sind. Auch Lipome, die aus Fettgewebe bestehen, und Rhabdomyome zählen laut Uniklinik Jena zu den gutartigen Herztumoren. Als extrem bösartig, aber selten, würden Rhabdomyosarkome (entartete Herzmuskelzellen) und Angiosarkome (entartete Gefäßzellen) gelten.

Die oben genannten Tumore entstehen direkt im Herzen. Dem Fachportal msdmanuals.com zufolge kommt es aber weitaus häufiger zu einem Krebsbefall des Herzens, weil Krebserkrankungen von anderen Organen in das Herz streuen. So können etwa Brust- oder Lungentumore metastasieren – das heißt, die Krebszellen können über das Blut oder die Lymphe in entfernte Körperteile wie das Herz verschleppt werden.

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Herzkrebs erkennen: Welche Symptome für die Krankheit sprechen können

Patienten mit Herztumoren haben meist unspezifische Symptome, die unter anderem stark von der Lage des Tumors abhängen, informiert das Ärzteblatt. Generell könne ein Herztumor Herzrhythmusstörungen, Herzklappenverengungen (Stenose), Herzinfarkte oder akutes Kreislaufversagen mit plötzlichem Herztod zur Folge haben, so die Uniklinik Jena. Folgende Beschwerden können der Uniklinik und msdmanuals.com zufolge auf Herzkrebs hinweisen:

  • Leistungsschwäche
  • Luftnot
  • Schmerzen/Beklemmungsgefühl in der Brust
  • Schwellung der Unterschenkel
  • plötzlich eintretende Herzinsuffizienz (was zu Kurzatmigkeit und Müdigkeit führt)
  • Herzrhythmusstörungen (was zu Herzklopfen, Schwäche oder Ohnmacht führt)

Auch primär im Herzen entstandene Tumore können metastasieren und sich so im Körper ausbreiten. Kommt es zum Befall der Wirbelsäule, können Patienten unter Schmerzen in diesem Körperbereich leiden. Bei Metastasenbildung im umliegenden Herzgewebe oder in den Lungen sind Symptome wie Atemprobleme und Bluthusten möglich.

Je früher ein Krebs erkannt wird, desto schneller kann die passende Behandlung einsetzen. Nehmen Sie deshalb Kontrolluntersuchungen und Krebsfrüherkennungstermine wahr. Mehr Informationen finden Sie unter anderem hier: https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/frueherkennung/index.php

(jg) *Merkur.de und 24vita.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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Achtung: Diese vier Erreger können Krebs auslösen

Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich.
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich. © picture-alliance/ dpa/ dpaweb
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen.
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Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken.
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken. © pixabay
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll.
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © pixabay/jrvalverde

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