Guter Umgang mit Lebensmittel

Erziehung in Frankreich: 5 Tipps, mit denen Kinder alles essen

Franzosen sind nicht nur für ihre gute Küche, sondern auch für ihre besondere Erziehung bekannt. Schon früh werden Kinder dort an Essen gewöhnt.

In Sachen Erziehung gilt Frankreich als Pionierland. Und das, obwohl es Eltern dort bis vor Kurzem sogar noch erlaubt war, ihre Kinder zu schlagen. Angeblich sollen französische Kinder dennoch aufgrund ihrer Erziehung weniger Verhaltensstörungen zeigen. Zudem scheinen sich Kinder aus Frankreich sehr ausgewogen zu ernähren. Das belegen auch die Zahlen: Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es in Deutschlands Nachbarland mitunter die wenigsten übergewichtigen Kinder. Welche Gründe dafür eine Rolle spielen könnten.

Erziehung in Frankreich: 5 Tipps, mit denen Kinder alles essen

Eltern in Frankreich wissen wohl, wie sie Kindern Lebensmittel schmackhaft machen können.

Laut Elle Online ist es die Aufgabe von Eltern, ihren Kindern einen gesunden Umgang mit Essen beizubringen. Franzosen wenden dafür einen Mix aus Regeln, Zeit und Kreativität an, um den Kleinen die kulinarischen Freuden näherzubringen. Auch wenn es am Anfang Zeit und Nerven kostet, lohnt sich der Aufwand offensichtlich. Dafür können sich auch andere Eltern folgende fünf Tricks französischer Eltern zu eigen machen:

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  • Tisch ansprechend dekorieren: Auch wenn im Alltag die Zeit und Muße oft dafür fehlt, sollte man dennoch für einen schön gedeckten Tisch sorgen. Kinder mögen es häufig bunt und verspielt. Wer eine Vase mit Blumen auf den Tisch stellt und hübsche Servietten bereitlegt, der hat schon mal eine gute Basis für ein angenehmes Miteinander am Tisch geschaffen. Denn in Frankreich werden Mahlzeiten regelrecht zelebriert. Binden Sie Ihr Kind außerdem mit ein, indem Sie es beim Tischdecken und bei der Gestaltung helfen lassen.
  • Servieren Sie mehrere Gänge: Kleinen Franzosen werden schon sowohl in Kita und Schule, als auch zu Hause beim gemeinsamen Familienessen mehrere Gänge aufgetischt. Denn in Frankreich bedeutet Essen vor allem eines: Zusammensein. Am Esstisch findet das Sozialleben statt. Kinder dürfen dabei nicht nur die bereits fertigen Speisen genießen. Stattdessen werden sie schon früh auch an das Kochen herangeführt, indem sie den Eltern in der Küche während der Zubereitung bei altersgerechten Aufgaben helfen. Sie lernen dadurch verschiedene Geschmäcker kennen und ihre Neugierde für Essen wächst ganz automatisch.
  • Mehrmals probieren lassen: Viele Eltern kennen sicherlich die Situation, wenn Kinder ein oder mehrere Lebensmittel verschmähen. Französische Eltern geben in diesen Fällen nicht direkt auf und streichen die Nahrungsmittel von der Speisekarte. Stattdessen lassen sie ihre Schützlinge die Lebensmittel immer wieder probieren. Das machen sie nicht in demselben Moment, wenn das Kind das Lebensmittel ablehnt. Sie versuchen es einfach zu einem späteren Zeitpunkt und zu anderen Gelegenheiten wieder. Eltern in Frankreich lassen im Schnitt ihre Kinder Lebensmittel etwa achtmal kosten.
  • Kleine und übersichtliche Portionen anbieten: Wie französische Eltern wissen, mögen die meisten Kinder keine Gemische beim Essen. Deshalb sollten auch Sie ihren Kindern das Essen getrennt und am besten in kleinen Portionen servieren. Füllen Sie dafür die Lebensmittel, wie zum Beispiel Karotten, in kleine Schälchen. So ist es für die Kleinen übersichtlich und schmeckt oftmals auch besser.
  • Statt Snacks, Highlights zu Mahlzeiten setzen: Anders als in Deutschland verzichten Franzosen eher auf Snacks und Zwischenmahlzeiten. Das bedeutet allerdings nicht, dass es für die Kleinen keine Süßigkeiten gibt. Solche Highlights bekommen sie beispielsweise als kleines Dessert nach dem Abendessen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Jose Luis CARRASCOSA/IMAGO

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