Spart nicht nur Zeit

Urinieren unter der Dusche – Warum es auch seine Vorteile hat

Erst auf der Toilette urinieren und danach duschen? Manche verbinden einfach beides. Wer sich unter der Dusche erleichtert, spart nicht nur Zeit.

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Viele machen es, wenige geben es zu: Urinieren unter der Dusche. Die Freunde dieser Vorgehensweise argumentieren, dass die morgendliche Badroutine so abgekürzt werden kann. Die Gegner bemängeln, dass es sich „nicht richtig anfühlt“. Doch es gibt tatsächlich einige Vorteile, die für das Urinieren in der Dusche sprechen.

So spart man neben Zeit auch Wasser, das wohl kostbarste Gut. Durchschnittlich fast 40 Liter, also rund 30 Prozent des täglichen Trinkwasserverbrauchs, entfallen auf die Toilettenspülung. Wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz weiter informiert, fließen bei älteren Toiletten bis zu 14 Liter pro Spülung durch das WC-Becken, obwohl sechs bis neun Liter völlig ausreichen würden. In Abhängigkeit vom Spülgut könne die Wassermenge sogar auf drei Liter reduziert werden. Wer in der Dusche uriniert, spart zudem nicht nur Wasser, sondern auch die damit verbundenen Kosten.

„Ansonsten ist das Wasserlassen unter der Dusche kein Problem“, erklärt Hautarzt

Auch in Sachen Hygiene sind „Dusch-Urinierer“ den Toiletten-Nutzern einen Schritt voraus. Denn wo man auf dem Klosett in der Regel nur Klopapier zur Reinigung zur Hand hat, sind Urinreste unter der Dusche sofort schnell und hygienisch weggebraust. Wasser eignet sich für das Saubermachen der empfindlichen Intimzone weit besser als Toilettenpapier, weil es bei Kontakt mit der Haut nicht zu Reibung kommt.

Sie erleichtern sich unter der Dusche? Das hat Vorteile.

Dass Wasserlassen unter der Dusche gegen Fuß- und Nagelpilz helfen soll, zählt dagegen zu den Empfehlungen, die jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehren. Auch eine therapeutische Wirkung von Urin bei Schuppenflechte, Ekzemen oder anderen Hauterkrankungen ist nicht erwiesen. Im Gegenteil: Es gibt einen Fall, in dem das Erleichtern unter der Dusche suboptimale Folgen haben kann. Nämlich im Fall von sehr trockener Haut. Dann könne der Kontakt mit Urin die Austrocknung noch fördern, wie Andreas Timmel, Dermatologe im Hautzentrum Rügen, im t-online-Interview erklärt. Auch bei Hautverletzungen solle man vom Pinkeln unter der Dusche absehen.

Ergonomisch sitzen – auf der Toilette

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„Ansonsten ist das Wasserlassen unter der Dusche kein Problem“, zitiert t-online den Experten. Allerdings rät Dr. Wolfgang Bühmann als Pressesprecher des Bundesverbandes der Deutschen Urologen aus hygienischen Gründen dazu, die Dusche während des Urinierens laufen zu lassen, informiert t-online. Somit werde die Flüssigkeit umgehend in den Abfluss gespült.

Die richtige Pflege je nach Hauttyp: Wie Sie trockene, fettige oder sensible Haut am besten versorgen

Junge Frau am Strand
Vor allem junge Menschen kämpfen oft mit fettiger Haut. Pickel und Mitesser sind bei diesem Hauttyp häufig, weil die Talg-Überproduktion zu einer Verstopfung der Poren führt. „Für Sie ist wichtig, dass Ihre Pflegeprodukte nicht zu reichhaltig sind. Das bedeutet, Ihre Haut benötigt Feuchtigkeit, aber nicht noch mehr Fett“, so eine Information des Hautarztzentrums Kiel. Die morgendliche und abendliche Reinigung sei ebenfalls wichtig, um die Haut vom überschüssigen Talg zu befreien. Waschschaum und eine leichte Creme mit Salizylsäure sowie ein Gesichtswasser würden sich aufgrund der antibakteriellen und entfettenden Wirkung besonders anbieten bei fettiger Haut.  © Stephan Klapszus/Imago
Frau blickt in Spiegel
Sensible Haut erkennen Sie daran, dass Sie besonders empfindlich auf äußere Reize wie heiße und kalte Luft reagiert. Auch Kontakt mit Duft- und Konservierungsstoffen hat häufig Hautirritationen wie Rötung zur Folge. Aggressive Peelings, Seife und andere reizende Waschsubstanzen sollten nicht verwendet werden, informiert das Hautarztzentrum Kiel auf seiner Website. „Ihre Haut braucht eine Pflege, die viel Feuchtigkeit enthält, sie nicht beschwert und bestenfalls frei von Duft-, Konservierungs- und Farbstoffen ist“, heißt es weiter: „Eine leichte Tages- und Nachtpflege für empfindliche Haut reich völlig aus. Zum Reinigen sollten Sie ein mildes Waschgel ohne Peelingmaterialien verwenden“.  © Imago
Trockene Haut eincremen
In den meisten Fällen ist falsche Pflege die Ursache von zu trockener Haut. Wie die Krankenkasse AOK informiert, sollten Menschen mit trockener Haut auf langes, häufiges und heißes Duschen bzw. Baden verzichten, milde und rückfettende Reinigungsmittel verwenden und zu Feuchtigkeitscreme greifen. Trotz dieser Maßnahmen bleiben die Probleme bestehen? Dann könnte eine Hautkrankheit dahinter stecken, die behandelt werden muss.  © Imago
Frau trägt Lippenstift auf und schaut in den Spiegel
Trockene Wangen und zu Pickeln und Mitessern neigende T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) sind typische Merkmale der Mischhaut. Die Pflege dieser Haut sollte zweigeteilt werden: Die trockenen Stellen sollten nur mit Wasser oder sanften Reinigungsmitteln in Berührung kommen. Die fettigen Stellen können mit Substanzen gereinigt werden, die entfettend wirken, etwa Salizylsäure. „Sie können zudem zwei verschiedene Cremes verwenden: Eine für fettige Haut und eine für normale oder trockene Haut“, so eine Information des Hautarztzentrums Kiel.  © Aleksei Isachenko/Imago
Wegweiser zu einer Hautärztin in Luxemburg
Ihre Hautprobleme bleiben bestehen, obwohl Sie Ihre Pflegeroutine geändert haben? In dem Fall könnte es sein, dass Sie an einer Hautkrankheit leiden, die behandelt werden muss. Suchen Sie einen Hautarzt oder eine Hautärztin auf. Diese/r kann die richtige Diagnose stellen und je nach Befund die passende Therapie empfehlen.  © Sascha Steinach/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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