Auf Ernährung achten

Chronische Entzündung: Achten Sie auf bestimmte Lebensmittel, die Diabetes und Arthrose begünstigen können

Im Alter steigt das Risiko für chronische Erkrankungen. Neun Lebensmittel wie Zucker, Fleisch oder auch Kaffee fördern Entzündungen bei Diabetes, Rheuma und Arthrose.

Chronische Entzündungen sind bei immer mehr Menschen die Ursache für Beschwerden und Erkrankungen wie Hashimoto als schwere Entzündung der Schilddrüse, Diabetes, Rheuma, Arthrose oder Akne. Der Begriff chronisch bedeutet „sich langsam entwickelnd“, „schleichend“, „von langer Dauer sein“. Chronisch werden demnach Krankheiten, die nicht vollständig ausheilen und deshalb eine kontinuierliche Behandlung erforderlich machen. In der Medizin weiß man mittlerweile, dass bestimmte chronische Entzündungsprozesse durch die Ernährung verschlechtert oder auch verbessert werden können, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. Hibiskustee (Hibiscus sabdariffa) könnte ein neuer Ansatz einer begleitenden Therapie für Autoimmunerkrankungen wie Diabetes, Rheuma und Multiple Sklerose (MS) darstellen.

Chronische Entzündung: Sieben Lebensmittel fördern Rheuma, Arthrose, Diabetes, Akne

Chronische Entzündungen sind bei immer mehr Menschen die Ursache für Beschwerden und Erkrankungen, beispielsweise Rheuma und Arthrose. (Symbolbild)

Wissenschaftler und Mediziner gehen davon aus, dass mehrere Millionen Menschen in Deutschland an chronisch entzündlichen Erkrankungen leiden. Neben Allergien, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Demenz, zählen auch chronische Erkrankungen wie Reizdarm, Diabetes, Rheuma und Akne zu den Krankheiten, deren Ausprägung durch falsche Ernährung begünstigt werden können.

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Eine unausgewogene Ernährung kann Entzündungsprozesse wesentlich beeinflussen, der Mangel an entzündungshemmenden Stoffen in bestimmten Lebensmitteln nimmt dabei maßgeblich Einfluss.

Chronische Entzündung – 1. Zucker fördert Diabetes und Rheuma

Industriell hergestellter Haushaltszucker beinhaltet Traubenzucker und Fruchtzucker. Essen Sie täglich mehr als 25 Gramm täglich, so kann Ihr Risiko für Rheuma, Diabetes Typ 2 und nicht zuletzt Adipositas steigen, laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ein hoher Zuckerkonsum kann Entzündungsprozesse im Körper fördern.

Blutzucker senken: Zehn Lebensmittel, die Ihnen dabei helfen – Walnüsse und Ingwer

Zimt
Zimt reguliert den Blutzuckerspiegel, daher ist für Diabetiker die dauerhafte Einnahme von 1 Gramm Zimt pro Tag zu empfehlen. Das Gewürz regt den Glukose-Stoffwechsel an und wirkt auf den Körper ähnlich wie Insulin. © Harald A. Jahn /IMAGO
Ingwer
Auch Ingwer kann dabei helfen, den Blutzucker zu senken. Das funktioniert folgendermaßen: Der Hauptwirkstoff Gingerol weicht die Insuliresistenz der Zellen auf, sodass sie für das Insulin wieder sensibler werden. Dadurch kann der Blutzucker besser verwertet werden und sinkt somit. © Science Photo Library/IMAGO
Flohsamen in einem Säckchen, daneben liegt ein Löffel mit Flohsamen
Flohsamen helfen nicht nur bei Verstopfung oder Durchfall. Die kleinen braunen Samen können auch effektiv den Blutzucker senken.  © imageBROKER/J. Pfeiffer/IMAGO
Chillis in einer Schüssel
Wer es gerne scharf mag und beim Kochen auf Chillis setzt, der kann auch seinem Blutzucker damit etwas Gutes tun. Verantwortlich für den positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel ist der Scharfstoff Capsaicin. © CHROMORANGE / Cezary Wojtkowski/IMAGO
Kurkuma in einer Schüssel
Der Hauptwirkstoff von Kurkuma ist Curmin. Dabei handelt es sich um einen antioxidativen, entzündungshemmenden Stoffkomplex. Kurkuma wird vor allem in der asiatischen Küche verwendet. Sie ist bekannt dafür, dass sie das Risiko für Diabetes mindern kann. © Science Photo Library/IMAGO
Zwiebeln
Wer Zwiebeln in ausreichender Menge isst, kann sowohl den Cholesterinspiegel als auch den Blutzuckerspiegel senken.  © blickwinkel/IMAGO
Aufgeschnittene Grapefruit
Grapefruits enthalten Flavonoid Naringenin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff sorgt nicht nur für den leicht bitteren Geschmack der Frucht, sondern kann auch den Blutzucker auf ähnliche Art wie Insulin senken.  © Thomas Jäger/IMAGO
Heidelbeeren in einer Plastikschale
Heidelbeeren haben einen positiven Effekt auf den Insulinhaushalt. Sie senken den Blutzucker und erhöhen die Zuckeraufnahmen in den Zellen. So wirken sie antidiabetisch und helfen dabei, den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu bekommen. © Science Photo Library/IMAGO
Rosinen auf einem Keramik-Löffel
Rosinen sind nicht nur reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Polyphenolen und sehr ballaststoffreich: Die getrockneten Weintrauben sind für auch den Blutzuckerspiegel gesünder als beispielsweise eine Scheibe Weissbrot. Laut Wissenschaftlern der University of Kentucky kann der beliebte und nährstoffreiche Snack das Risiko für Diabetes reduzieren. © CSP_ildi/IMAGO
Walnüsse
Walnüsse enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren mit einem hohen Anteil an Omega-4-Fettsäuren, die für ihre blutzucker- und insulinsenkende Wirkung bekannt sind. Schon eine Handvoll (ca. 30 g) pro Tag kann Diabetes-Patienten helfen, ihren Blutzuckerspiegel konstant zu halten. © Danita Delimont/IMAGO

Chronische Entzündung – 2. Fleisch und Wurst können Bluthochdruck begünstigen

In verarbeitetem Fleisch, Würsten und Aufschnitt sind häufig nicht zu vernachlässigende Mengen an Zucker und Salz enthalten. Beide gelten als entzündungsfördernd. Bluthochdruck beispielsweise kann durch hohen Salzanteil begünstigt werden, da es das Risiko von Gefäßverengungen erhöht.

Chronische Entzündung – 3. Alkohol kann Entzündungen im Magen-Darm-Trakt auslösen

Der Körper benötigt viel Energie und Magensäure, um Alkohol zu verdauen. Bei regelmäßigem Alkoholgenuss kann eine konstant höhere Menge an Magensäure zu Entzündungen und Schädigungen im Magen-Darm-Bereich wie der Speiseröhre führen. Darüber hinaus begünstigt Alkohol Entzündungen in der Leber und Bauchspeicheldrüse.

Chronische Entzündung – 4. Zu viel Kaffee kann Entzündungsmarker im Blut erhöhen

Kaffee ist per se nicht schädlich – auch hier macht es die Menge aus, was im Körper ausgelöst wird. Trinken Sie mehr als zwei Tassen pro Tag, können die Entzündungsmarker im Blut aktiviert werden. Daher steht Kaffee im Verdacht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit zu verursachen.

Chronische Entzündung – 5. Transfette fördern „negative“ Cholesterinwerte und Arteriosklerose

Transfette gelten als „künstliche“ Fette und sind auf Verpackungen mit „gehärtet“ und „teilweise gehärtet“ gekennzeichnet. Zu finden sind diese „gehärteten Fette“ häufig in Fertigprodukten, frittiertem Essen sowie Süßigkeiten. Beim Verzehr dieser Fette kann der Cholesterin-Spiegel stark ansteigen, es lagert sich in den Gefäßen an, wodurch das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall steigen kann. Auch die Entstehung von Entzündungsprozessen im Zusammenhang mit Krebs kann durch ungesunde Fette begünstigt werden.

Chronische Entzündung – 6. Weißmehlprodukte begünstigen Darmentzündung, Diabetes und Akne

Der Verzehr von Weißmehl lässt erwiesenermaßen den Blutzucker ansteigen, da es weniger Mineral- und Ballaststoffe enthält. Wenig Ballaststoffe im Darm können Verstopfungen begünstigen, wodurch mögliche entzündliche Prozesse ebenfalls verursacht werden können. Zudem erhöht ein schwankender Blutzuckerspiegel das Risiko von „Heißhungerattacken“, sodass langfristig eine Gewichtszunahme mit Fetteinlagerungen die Folge sein kann. Dies fördert wiederum eine mögliche Insulinresistenz und dadurch die Entstehung von Diabetes Typ 2. Essen Sie vermehrt Weißmehl, können entzündungsfördernde Darmbakterien sich vermehren. In letzter Instanz können dadurch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder gar Darmkrebs entstehen.

Chronische Entzündung – 7. Milchprodukte, Eier und rotes Fleisch erhöhen das Risiko für Arthrose

Eier, Milchprodukte und rotes Fleisch enthalten die sogenannte Arachidonsäure, die Entzündungen im Körper fördern kann. Diese Säure gehört zur Gruppe der Omega-6-Fettsäuren und kommt überwiegend in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Butter und Innereien vor. Zur Vorbeugung von Arthrose sollten Sie daher viel grünes Gemüse und wenig Fleisch auf den Essensplan setzen.

Wie bei vielem in der Ernährung macht die Menge das „Gift“. Daher müssen die genannten Lebensmittel nicht gleich vom Speiseplan gestrichen werden – doch bei chronischen Erkrankungen könnte ein Verzicht zu milderen oder weniger Symptomen beitragen. Um chronischen Entzündungen und Erkrankungen vorzubeugen bzw. diese zu minimieren, setzen Sie eher auf Lebensmittel und Nahrungsmittel, die laut Experten anti-entzündlich wirken.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Infinite Lux/Imago

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