Erziehung

Hilfe für Eltern, mit Schreibabys: Wie Sie Ihr Baby am besten ins Bett bringen – eine Anleitung aus Japan

Gerade beim Thema Schlaf verzweifeln viele junge Eltern. Japanische Forscher haben nun allerdings eine minutengenaue Anleitung erarbeitet, wie Babys am besten einschlafen.

Ein schreiendes Baby ins Bett zu bringen, sorgt bei den meisten jungen Eltern für Stress und Unmut. Nicht wenige Ratgeber informieren daher zum Thema Schlaf. Damit das Baby oder Kleinkind in Ruhe einschläft, braucht es jedoch gar nicht viel Aufwand. Lediglich ein paar Minuten Gehen, Tragen und Halten sind notwendig – zu diesem Schluss kommen zumindest japanische Forscher in einer aktuellen Studie. In dieser haben die Experten eine auf die Minute genaue Anleitung zur Beruhigung weinender Babys ausgearbeitet. Die Ergebnisse wurde im Fachjournal „Current Biology“ veröffentlicht.

Wer sein Baby zu Bett bringt, sollte es laut Forschern zuvor ein paar Minuten im Arm halten (Symbolbild).

Anti-Schrei-Anleitung für Eltern: Wie Sie Ihr Baby am besten ins Bett bringen

Insgesamt 13 Minuten Gehen und Halten, und schon ist das Baby eingeschlafen: Das zumindest versprechen japanische Wissenschaftler mit einer eigens ausgearbeiteten Methode zur Beruhigung kleiner Kinder. So sollen Eltern ihr weinendes Kind etwa fünf Minuten eng an den Körper schmiegen und dabei in einem gleichmäßigen Tempo, möglichst ohne abrupte Bewegungen, umhertragen. Einmal eingeschlafen, sollte der Säugling dann keinesfalls zu Bett gebracht werden. Vielmehr empfehlen die Forscher das Baby noch etwa acht Minuten zu halten und erst danach zum Schlafen zu legen.

„Viele Eltern leiden unter dem nächtlichen Weinen ihrer Babys“, erklärt Studienautorin Kumi Kuroda vom japanischen Riken Center for Brain Science (CBS) in Wako. Dies könne vor allem bei unerfahrenen Eltern zu Stress führen. Schlafprobleme bei Babys könnten zudem im schlimmsten Fall zu Misshandlungen der Säuglinge führen. Für hilfreiche Tipps sind Eltern daher immer dankbar – beispielsweise, wenn es darum geht, was sie tun können, damit ihr Kind besser durchschläft oder ob es sinnvoll ist, das Baby mit ins Elternbett zu legen.

Stress nachhaltig reduzieren – mit bewährten Entspannungstechniken

Frau macht Yoga-Pose
Meditation ist eine Technik, mit deren Hilfe man in den Moment findet, statt sich in Gedanken zu verlieren. Wie die Techniker Krankenkasse weiter informiert, lernen Sie im Rahmen der Mediation, Gedanken kommen und gehen zu lassen, ohne diese festzuhalten oder zu bewerten. Das Ziel: Abstand zum alltäglichen Stress gewinnen. Krankenkassen, Yoga-Studios und auch viele Fitnessstudios bieten Kurse an. Auch mithilfe von Apps kann man ausprobieren, ob Meditation etwas für einen ist.  © Marcos Castillo/Imago
Frau macht Yoga-Übung
Yoga kräftigt und dehnt auch die tiefliegenden Muskelgruppen. Doch die fernöstliche Lehre, die viele körperliche, aber auch geistige Übungen umfasst, kann mehr. Denn die Entspannungsübungen im Yoga verlangsamen die Atmung, was beruhigende Wirkung auf den gesamten Organismus hat. Wer sich ausprobieren möchte, sieht sich mit einer Fülle von Angeboten konfrontiert. Yoga- und Fitnessstudios, aber auch Krankenkassen und Volkshochschulen bieten Kurse an.  © svyatoslav lipinskiy/Imago
Junge Frau liegt in Sportklamotten auf einer Yoga-Matte.
Viele Menschen schwören auf progressive Muskelentspannung, wenn sie zur Ruhe kommen wollen. Das Prinzip dahinter: Durch gezielte An- und Entspannung der Muskeln verringert sich die Aktivität der Nerven und die psychische Anspannung nimmt ab. Wie die AOK weiter informiert, kann man nach vorheriger Anleitung durch einen entsprechend ausgebildeten Therapeuten die Übungen auch selbstständig durchführen. © Ivan Gener/Imago
Frau liegt mit geschlossenen Augen im Gras
Autogenes Training ist ein Entspannungsverfahren, das über gedankliche Konzentration zur Ruhe finden lassen soll. Hier werden nicht, wie bei der progressiven Muskelentspannung, Muskeln bewusst angespannt und entspannt. Wie die Neurologen und Psychiater im Netz weiter informieren, ist es viel mehr eine Art Selbsthypnose, die beim autogenen Training stattfindet. Mithilfe von Mantra-artigen Übungsformeln (z. B. „Der rechte Arm ist ganz schwer“ oder „Der rechte Arm ist ganz warm“) soll erreicht werden, dass der gesamte Organismus zur Ruhe kommt. Kurse finden Sie unter anderem bei Ihrer Krankenkasse und der Volkshochschule.  © Olga Pankova/Imago
Frau atmet tief durch an der frischen Luft.
Atemtechniken helfen dabei, starken Stress zu reduzieren. Bei Anspannung flacht die Atmung in der Regel ab, die Luft wird nicht weiter als in den Brustraum eingeatmet. Eine ruhige, regelmäßige Bauchatmung führt aber dazu, dass sich Muskeln entspannen und der Körper besser durchblutet wird. Auch der Blutdruck kann so gesenkt werden. Und so sieht eine gesunde und tiefe Bauchatmung nach der 4/7/11-Regel aus: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden ausatmen und das ganze 11 Minuten durchhalten. © Imago
Fröhliche, in eine Decke gehüllte junge Frau sitzt mit einer Tasse heißer Schokolade auf der Terrasse eines Bungalows
Achtsamkeit hat sich der Techniker Krankenkasse zufolge in vielen Studien als wirksam zur Stressreduktion erwiesen. In anerkannten Kursen zur „Mindfulness Based Stress Reduction“ würden Techniken erlernt werden, die helfen, im Hier und Jetzt statt in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu sein – und das nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ein wichtiger Aspekt: Achtsam sein bedeutet, jegliche Bewertung aus den Gedanken zu verbannen. Der Moment, die Atmung, die Geräusche im außen werden also ausschließlich wahrgenommen, man denkt an nichts.  © Aleksei Isachenko/Imago
Frau wandert auf den Heimgarten
Viele Menschen machen intuitiv das Richtige, wenn sie sich gestresst fühlen. Sport empfinden viele als sehr gutes Ventil, um Druck abzulassen. Der Techniker Krankenkasse zufolge zählt Sport zwar nicht zu den typischen Entspannungstechniken, man spricht vielmehr von einer sogenannten passiven Methode.  © Imago
Frau liegt in der Badewanne
Zu den sogenannten passiven Methoden zählt nicht nur der Sport. Auch eine entspannte Auszeit in der Badewanne, ein Spaziergang oder Zeit mit einem guten Buch können den Stresslevel enorm senken, indem sie Zufriedenheitserlebnisse schaffen, so die Techniker Krankenkasse.  © Imago

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Anti-Schrei-Anleitung für Eltern: Umhertragen beruhigt Babys

Um eine optimale Methode zu finden, wie Eltern ihr weinendes Kind beruhigen und zu Bett bringen, untersuchten die Wissenschaftler 21 Säuglinge in mehreren Testläufen und unter verschiedene Bedingungen. So wurden die Kinder mal im Sitzen und mal im Gehen gehalten sowie in einem unbewegten oder schaukelnden Untergrund (wie etwa einer Wiege oder einem Kinderwagen) zum Schlafen gelegt. Die Reaktionen der Babys wurden dabei mittels (EKG) aufgezeichnet.

Das Ergebnis: Wurden die Babys im Gehen gehalten, beruhigten sie sich bereits nach etwa 30 Sekunden. Zudem sank die Herzfrequenz durch das Tragen deutlich. Alle Babys hörten außerdem auf zu weinen und rund die Hälfte schlief innerhalb dieser Zeit ein. Legten die Mütter ihre Kinder erst nach einigen Minuten ins Bett, schlummerten die meisten ohne Probleme weiter. Ein schaukelndes Bettchen oder Kinderwagen hatte einen ähnlichen Effekt auf das Kind. Dagegen wachte mehr als ein Drittel aller Säuglinge innerhalb kürzester Zeit wieder auf, wenn sie direkt nach dem Einschlafen ins Bett gelegt wurden.

Rubriklistenbild: © Maskot/Imago

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