Wenn das Immunsystem verrückt spielt

Die zehn häufigsten Allergien: Von Heuschnupfen, Glutenunverträglichkeit bis hin zu Duftstoff- und Sonnenallergie

Bei einer Pollenallergie reagieren Betroffene mit typischen Symptomen wie Niesen, Schnupfen, brennende und tränende Augen, Husten sowie Atemwegsbeschwerden.
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Heuschnupfen oder allgemein Pollenallergie zählt zu den häufigsten Allergien. Die Symptome bei Heuschnupfen werden durch Blütenpollen verschiedener Pflanzen, Getreide und Gräser wie Birke, Erle, Beifuß, Spitzwegerich, Akazie, Ampfer sowie Roggen hervorgerufen. (Symbolbild)
Nicht nur Katzen, auch beispielsweise Pferde, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen und sogar Ziegen können bei sensiblen Menschen allergische Symptome verursachen. Es sind nicht die Haare selbst, sondern bestimmte Eiweiße im Speichel, Schweiß, Talg, Urin, Kot oder in den Hautschuppen der Tiere – sogenannte Allergene – die Ursache für die allergischen Reaktionen beim Menschen.
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Intensives Schmusen beispielsweise mit Katzen ist für Menschen mit empfindlichem Immunsystem beschwerdefrei nicht möglich. Selbst, wenn Katzen nicht vor Ort oder in einem Raum sind, aber ihre Haare bzw. Allergene hinterlassen haben, können Menschen mit Tierhaarallergie starke Symptomen wie Niesen und Husten zeigen. Die Überreaktion auf Tierallergene gehört nach Hauschnupfen zu den häufigsten Allergien. (Symbolbild)
Eine Hausstaubmilbenallergie wird im Volksmund auch fälschlicherweise Hausstauballergie genannt. Dabei ist es nicht der Staub, der die Allergie bei Menschen auslösen kann, vielmehr der Kot der Hausstaubmilbe im Staub. Typische Reaktionen darauf sind dann rote Augen, Dauerschnupfen und ständiges Niesen – Vor allem nachts und morgens nach dem Aufstehen treten die Beschwerden auf, die sich nur schwer von anderen Allergien wie Heuschnupfen oder einer Erkältung unterscheiden.
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Tränende Augen und Niesen am Morgen im Bett – wenn es kein Infekt ist, könnten Sie möglicherweise auf Hausstaubmilben bzw. deren Kot allergisch reagieren. Milben leben bevorzugt in Betten, da sie sich vorwiegend von menschlichen Hautschuppen ernähren. Grund für die allergische Reaktion bei Menschen sind Eiweiße, die sich im Körper der Hausstaubmilben und deren Ausscheidungen befinden. Gelangen diese über die Luft in die menschlichen Schleimhäute, kann es zu den typischen Symptomen wie Schnupfen, tränende Augen und Niesen kommen. Hausstaubmilben gehören neben Pollen und Nahrungsmitteln zu den häufigsten Allergieauslösern. (Symbolbild)
Betroffene Hautpartien bei einer Sonnenallergie sind vor allem die Arme und Beine sowie Schultern, das Dekolleté, der Nacken und das Gesicht.
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An einer Sonnenallergie leiden mehr als zehn Prozent der Mitteleuropäer – am häufigsten ist die sogenannte „Polymorphe Lichtdermatose“. Die Symptome können sich sehr unterschiedlich äußern, das heißt sind polymorph. Typisch für eine allergische Reaktion nach Sonneneinstrahlung sind Rötungen, Jucken, Schwellungen, Pusteln, Quaddeln und Bläschen. Betroffen sind hiervon vor allem die Schultern, Arme und Beine, das Dekolleté, der Nacken und das Gesicht. Aber auch die Hautflächen, die den Sonnenstrahlen aufgrund von Kleidung nicht direkt ausgesetzt sind, können Hautreaktionen aufweisen. (Symbolbild)
In der Regel handelt es sich bei einer Duftstoff- und Kosmetikallergie um eine Allergie des Typs IV, auch „Spättyp“ genannt. Wie der Name verrät, treten die Reaktionen also nicht sofort nach Kontakt mit dem Allergen auf, sondern erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung.
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Den Lieblingsduft auflegen – und man fühlt sich gleich wohler. Doch was tun Menschen, die auf Parfum und Duftstoffe plötzlich mit starkem Jucken, Ausschlag und Exzemen reagieren? Möglicherweise liegt dann eine Duftstoffallergie vor, die vielen Betroffenen nicht bekannt sind – und das, obwohl die Duftstoff- und Kosmetikallergie zu den verbreitesten Kontaktallergien gehört. Das Ausmaß der Allergie hängt häufig von spezifischen Duftstoffen, deren Rezeptur und Dosierung ab. (Symbolbild)
Gesunden Menschen fehlt das körpereigene Enzym Laktase, um im Dünndarm Milchzucker aufzuspalten und ihn so über das Blut aufnehmen zu können.
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Menschen, die auf Milchzucker mit Beschwerden reagieren, trinken ihren Kaffee am liebsten schwarz oder mit der mittlerweile allseits beliebten Hafermilch. Symptome nach dem Genuss von Kuhmilch sind häufig Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen sowie kalter Schweiß. Etwa 15 Prozent der Menschen in Deutschland sind von einer Laktoseintoleranz betroffen. Eine echte Laktoseallergie kommt sehr selten vor. (Symbolbild)
Symptome bei einer Glutenunverträglichkeit sind Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchkrämpfe sowie Darmblutungen mit zum Teil Blut im Stuhl.
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Frisch duftendes Brot vom Bäcker, wie herrlich. Doch Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit oder Glutenallergie (Zöliakie) müssen es meiden. Das in Getreiden wie Weizen enthaltene Gluten löst bei ihnen eine entzündliche Reaktion aus, da sich die Antikörper gegen den eigenen Körper richten. In der Folge bilden sich die Darmzotten zurück. Durch die verringerte Oberfläche können Nährstoffe nicht mehr so gut aufgenommen werden und eine Mangelernährung droht. Symptome sind Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchkrämpfe sowie Darmblutungen mit zum Teil Blut im Stuhl. (Symbolbild)
Die Erdnuss gehört wie Soja, Bohnen, Linsen und Erbsen zu den Hülsenfrüchten. Allergiker müssen daher nicht zwangsläufig auf alle Nüsse verzichten, wenn keine Kreuzallergie vorliegt.
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„Kann Spuren von Nüssen enthalten.“ – Ein Hinweis, den man häufig auf dem Etikett von Süßspeisen und Aufstrichen lesen kann. Er ist besonders wichtig für Menschen mit einer Erdnussallergie, da der Verzehr von Erdnüssen durch eine Schwellung der Atemwege im akuten Fall lebensbedrohlich werden kann. So gehört in den westlichen Ländern die Erdnussallergie nicht nur zu den am meistverbreiteten Nahrungsmittelallergien – Erdnüsse sind Ursache für die meisten Todesfälle im Bereich der Nahrungsmittelallergien. (Symbolbild)
In Deutschland sind etwa zwei bis vier Millionen Menschen von einer Apfelallergie betroffen.
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Herzhaft in einen saftigen Apfel beißen, lecker! Für Menschen mit einer Apfelallergie weniger verführerisch. Denn sie reagieren beim Verzehr mit einem sogenannten oralen Allergiesyndrom (kurz OAS). Eine Person, die von einer Apfelallergie betroffen ist, kann bereits mit dem Verzehr des Obstes Symptome wie Brennen in Mund und Rachen, pelzige Zunge und angeschwollene Lippen entwickeln. In Deutschland sind etwa zwei bis vier Millionen Menschen von einer Apfelallergie betroffen. (Symbolbild)

Über fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Heuschnupfen. Daneben gibt es noch weitere Allergien, beispielsweise gegen Erdnüsse und Gluten.

München – Hat ein Mensch eine Allergie, dann reagiert sein Körper überempfindlich auf vermeintlich harmlose Stoffe mit Symptomen wie Schnupfen, Juckreiz und Hautausschlag. In Deutschland leben rund 30 Millionen Menschen mit einer Allergie. Heuschnupfen zählt zu den Pollenallergien und ist die am weitesten verbreitete.

Die zehn häufigsten Allergien: Von Heuschnupfen, Glutenunverträglichkeit bis hin zu Duftstoff- und Sonnenallergie

Insgesamt gibt es mehr als 20.000 verschiedene Allergieauslöser bzw. Allergene. Zu den häufigsten Allergien zählen neben der gegen Pollen, die Tierhaarallergie, Hausstaubmilbenallergie, Sonnenallergie, Insektengiftallergie, Duftstoffallergie sowie Nahrungsmittelallergien/-Unverträglichkeiten wie Glutenunverträglichkeit, Zöliakie und Erdnussallergie. Bei einem Allergie-Verdacht sollten Betroffene so früh wie möglich einen Arzt aufsuchen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © North Rhine Westphalia/Imago

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