Diät

Abnehmen mit Kaffee und Zitrone: Kritik am Trend

Eine Tasse Kaffee mit Zitronensaft am Tag soll beim Abnehmen helfen. Ein Wundermittel ist das Trend-Getränk allerdings nicht.

Wer bei Kaffee mit Zitronensaft an ein neues Trend-Getränk denkt, liegt leider falsch. Denn die Kombination aus Kaffee und Zitrone soll vielmehr dabei helfen, überflüssige Pfunde zu verlieren und den Stoffwechsel anregen. Der Wellness-Drink soll zudem einen Anti-Aging-Effekt haben. So enthält das im Koffein Antioxidantien, die unsere Zellen vor stressbedingten Schäden schützen und eine frühzeitige Hautalterung vorbeugen. Doch hält die Diät wirklich, was sie verspricht?

Abnehmen mit Kaffee und Zitrone: Kritik am Trend

Wer kurz vor dem Urlaub noch ein paar Kilo abnehmen möchte, probiert häufig die verrücktesten Diäten aus. Doch viele Abnehmprogramme versprechen meist mehr, als sie tatsächlich bringen. So sollen die überflüssigen Pfunde besonders schnell und ohne viel Aufwand purzeln. Wirklich gesund sind die Trend-Diäten allerdings nicht.

Trend-Getränk: Eine Tasse Kaffee in Kombination mit frisch gepresstem Zitronensaft soll beim Abnehmen helfen.

Sogenannte Crash-Diäten bringen zwar schnelle Erfolge, diese sind jedoch meist nicht von langer Dauer. Schlägt der Jo-Jo-Effekt zu, sind die Kilos meist schnell wieder drauf. Ernährungsexperten raten daher von solch radikalen Abnehm-Trends ab. Wer abnehmen möchte, sollte dies auf eine gesunde Art und Weise tun.

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Abnehmen mit Kaffee und Zitrone: So funktioniert die TikTok-Diät

Tatsächlich ist die Kombination aus Kaffee und Zitrone sehr gesund. Denn beide Lebensmittel enthalten Inhaltsstoffe und Vitamine, die gesundheitliche Vorteile mit sich bringen. In den Kaffeebohnen sind Vitamine wie Vitamin B12 und Vitamin B5 sowie Mineralien wie Kalium und Magnesium zu finden. Frisch gepresster Zitronensaft versorgt den Körper zudem mit einer geballten Ladung Vitamin C.

Die Kombination aus Kaffee und Zitrone soll den Stoffwechsel anregen und so die Fettverbrennung unterstützen. Denn das im Kaffee enthaltene Koffein stimuliert das zentrale Nervensystem, regt die Herztätigkeit an, steigert den Blutdruck und die Körpertemperatur. Der gesamte Stoffwechsel wird in Schwung gebracht, was wiederum beim Abnehmen hilft. Der saure Geschmack zügelt zudem den Appetit und kann Heißhungerattacken verhindern. Voraussetzung ist allerdings, dass das Getränk ohne Zusätze wie Milch und Zucker genossen wird.

So wird der Diät-Drink zubereitet:

  • Bereiten Sie für das Getränk zunächst eine Tasse schwarzen Kaffee zu. Lassen Sie den Kaffee etwas abkühlen.
  • Halbieren Sie eine Zitrone und pressen Sie den Saft aus.
  • Anschließend vermischen Sie den Zitronensaft mit dem frisch zubereiteten Kaffee.

Abnehmen mit Kaffee und Zitrone: So regt das Getränk den Stoffwechsel an

Obwohl das Getränk zunächst etwas gewöhnungsbedürftig schmeckt, kann es dabei helfen, den Stoffwechsel in Schwung zu bringen und ein paar Kilo zu verlieren. Ein Wundermittel ist die Kombination aus Kaffee und Zitronensaft allerdings nicht. Wer seine Ernährung nicht umstellt und weiterhin isst wie zuvor, nimmt auch mit einer Tasse des Diät-Drinks nicht ab.

Das überflüssige Fett wird tatsächlich nur abgebaut, wenn auch ein Energiedefizit im Körper herrscht. Das heißt: Nur wer mehr Kalorien verbracht, als er am Tag zu sich nimmt, sich regelmäßig bewegt und zusätzlich eine Tasse Kaffee mit Zitrone am Tag trinkt, kann mit Erfolgen rechnen.

Aufgedeckt: Das sind die zehn größten Abnehm-Irrtümer

Diät-Mythos Nummer 1: Alkoholfreies Bier macht nicht dick - das stimmt allerdings nur bedingt. Zwar enthält es weniger Alkohol als normales Bier, dennoch liefert es genug Kalorien durch die enthaltenen Kohlenhydrate.
Diät-Mythos Nummer 1: Alkoholfreies Bier macht nicht dick - das stimmt allerdings nur bedingt. Zwar enthält es weniger Alkohol als normales Bier, dennoch liefert es genug Kalorien durch die enthaltenen Kohlenhydrate. © Imago
In Müsli wird Milch gegossen
Diät-Mythos Nummer 2: Wer nicht frühstückt, nimmt schneller ab - für Frühstücksmuffel gilt das vielleicht, doch Menschen mit einem niedrigen Blutzuckerspiegel sollten lieber davon Abstand nehmen. Tipp: Morgens eine Scheibe Vollkornbrot plus Eiweiß in Form von Käse oder magerem Schinken hält lange satt. Außerdem bewahrt es vor Heißhungerattacken. © Sina Schuldt/dpa
Gegrilltes Steak mit Gemüse
Diät-Mythos Nummer 3: Weißes Fleisch ist gesünder als rotes - auch das stimmt nur bedingt. Schließlich versorgen die mageren Stücke von Rind & Co. (zum Beispiel Filet) mit viel Eiweiß und wertvollen Nährstoffen. © Imago
Frau raucht Zigarette
Diät-Mythos Nummer 4: Wer raucht, nimmt ab - schließlich soll das regelmäßige Paffen den Appetit zügeln. Fest steht: Rauchen beeinflusst den Stoffwechsel, doch auf Dauer gewöhnt sich der Körper daran. © Jakub Porzycki/Imago
Frau schwimmt in Swimmingpool
Diät-Mythos Nummer 5: Mit Ausdauertraining nimmt man ab, mit Krafttraining nicht - das stimmt so nicht. Schließlich verbrauchen Muskeln auf Dauer mehr Fett. Tipp: Wer beides kombiniert, kurbelt die Fettverbrennung richtig an. © Imago
Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal des Reformhauses Vitalia in München (Bayern).
Diät-Mythos Nummer 6: Wer viel Obst isst, wird schnell schlank - auch das ist nur bedingt richtig. Obstsorten wie Banane, Trauben oder exotische Früchte enthalten viel Fruchtzucker. Und wer zu viel davon zu sich nimmt, der bleibt auch dick. © Inga Kjer/dpa
Eine Gabel voll mit Spaghetti und Pestosoße
Diät-Mythos Nummer 7: Nudeln machen dick - das entspricht nicht der Wahrheit. Schließlich muss man differenzieren, welche Nudelsorte und welche Soße man dazu wählt. Tipp: Vollkorn lässt den Blutzuckerspiegel nicht so schnell in die Höhe schießen und sättigt schneller. © Imago
Süßstofftablette und Kaffeetasse
Diät-Mythos Nummer 8: Süßstoffe sind gesünder als Zucker - jein. Süßungsmittel wie Aspartam sollen Studien zufolge tatsächlich eher schädlich für den Körper sein. Diesem wird zwar Süße vorgetäuscht, aber es kommt keine an. Die Folge: Er schüttet Insulin aus, was wiederum auf Dauer zu Heißhungerattacken führen kann. © J. Pfeiffer/Imago
Frau fasst in Kühlschrank
Diät-Mythos Nummer 9: Wer zu spät isst, nimmt nicht ab - wichtig ist allerdings nicht, wann man die Kalorien zu sich nimmt, sondern wie viele. Allerdings tun sich viele leichter, wenn sie die meisten Kalorien früher am Tag zu sich nehmen - und abends vor dem Zubettgehen weniger essen. Das dankt Ihnen sicherlich auch Ihre Verdauung. © Imago
Frau isst Yoghurt
Diät-Mythos Nummer 10: Fünf kleine Mahlzeiten sind besser als drei große - so lautete lange die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Doch diese rät nun lieber zu drei Mahlzeiten pro Tag. Der Grund dafür: Erwachsenen (die großteils am Schreibtisch sitzen) reichen drei Mahlzeiten völlig aus. Schließlich kann der Körper so in den Stunden dazwischen in Ruhe verdauen und Fett verbrennen. © Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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