Gewicht verlieren

Abnehmen mit Intervallfasten: Warum Sie dabei auf Kaffee nicht verzichten müssen

Um Gewicht zu verlieren, probieren Menschen verschiedenste Methoden, Intervallfasten ist eine davon. Ist Kaffee dabei erlaubt?

Intervallfasten ist nicht nur unter Abnehmwilligen bekannt und beliebt – sofern man das von einer Diät überhaupt sagen kann. Auch Ernährungsmediziner stellen fest, dass diese Methode, Gewicht zu verlieren, schonend und besser für die Gesundheit ist als so manche Crash-Diät. Dabei schwören manche auch auf Abnehm-Methoden wie warmes Zitronenwasser oder Espresso auf Orangensaft.

Was bedeutet Intervallfasten nun aber genau und welche Lebensmittel sind während der Zeit erlaubt?

Intervallfasten: Welche Methoden werden empfohlen?

Ist Kaffee während des Intervallfastens erlaubt? (Symbolbild)

Fasten heißt zunächst Verzicht auf Nahrung bzw. Nährstoffe. Bestimmte Speisen, Getränke wie Säfte und Alkohol werden dann für eine bestimmte Zeit nicht konsumiert. Beim Intervallfasten purzeln schon mal mehrere Kilos. Dafür werden die drei bekanntesten Varianten unterschieden: 16 zu 8, 5 zu 2 sowie 1 zu 1.

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Intervallfasten: 16 zu 8-Methode

Hierbei stehen zwei Mahlzeiten auf dem Speiseplan, die innerhalb von acht Stunden zu sich genommen werden können. In den übrigen 16 Stunden soll nichts gegessen werden, das heißt zwischen der letzten Mahlzeit des Vortags und der ersten Mahlzeit des aktuellen Tags liegen 16 Stunden. Manche Menschen setzen die 16:8-Methode an, indem sie das Frühstück auslassen, andere verzichten auf das Abendessen.

Intervallfasten: 5 zu 2-Methode

An fünf aufeinanderfolgenden Tagen der Woche darf wie gewohnt gegessen werden, an zwei Tagen wird dafür gefastet.

Intervallfasten: 1 zu 1-Methode

Beim sogenannten alternierenden Fasten oder auch Alternate-Day-Fasting essen Abnehmwillige an einem Tag normal, am darauffolgenden Tag wird gefastet, am kommenden wird wieder normal konsumiert, und so weiter.

Durch Intervallfasten werden Entzündungen im Körper reduziert

Ernährungsmedizinerin Dr. Silja Schäfer betont die positiven gesundheitlichen Aspekte, die Intervallfasten mit sich bringt. Durch das Fasten würden biochemische Veränderungen im Körper angestoßen, die sich positiv auf den Zucker- und Fettstoffwechsel auswirken. Zudem schütte der Körper mehr Botenstoffe aus, die helfen, Entzündungsreaktionen im Körper zu minimieren, wie es bei Visite des Norddeutschen Rundfunks erläutert wird.

Grundsätzlich sollte während des Intervallfastens auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden: viel Gemüse als Ballaststoffe und Eiweiß wie Milchprodukte, Eier, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte, Pilze oder Nüsse zu jeder Mahlzeit. Dafür weniger Obst und keine Snacks zwischen den Mahlzeiten!

Abnehmen: Warum Kaffee beim Intervallfasten erlaubt ist

Viele Kaffeeliebhaber möchten nur ungern auf ihre ein oder zwei Tassen pro Tag verzichten. Umso besser zu wissen: Kaffee ist während des Intervallfastens erlaubt! Denn Koffein kurbelt durch Ketose die Fettverbrennung an. Wie und wann sie Kaffee trinken, ist dabei auch entscheidend.

Und Vorsicht: Während der Fastenzeit den Kaffee nur schwarz genießen, ohne Milch und Zucker. „Es sind Nährstoffe in der Milch und das würde bedeuten, das Fasten wird gebrochen“, erklärt Dr. Schäfer bei Visite. Dazu sollte viel Kalorienfreies während der Fastenphase getrunken werden, am besten Wasser – schon auf leeren Magen – und Getränke ohne Zucker. So lernt der Körper, von seinen Reserven zu leben.

Schnell schlank und fit: Acht gesunde Zuckeralternativen

Reissirup auf einem Löffel
Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering. © J. Pfeiffer/Imago
Kokosblütenzucker in Schale und Kokosnuss
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden. © J. Pfeiffer/Imago
Ahornsirup auf Waffel
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. © Kia Cheng Boon/Imago
Birkenzucker in Schale und Löffel
Xylit wurde ursprünglich aus Birkenholz gewonnen, deshalb ist er auch als Birkenzucker bekannt. Wie die Krankenkasse AOK weiter informiert, wird er heute allerdings aus Maiskolbenresten, Stroh oder anderen Hölzern hergestellt. Der Zuckeralkohol hat deutlich weniger Kalorien als Zucker. © J. Pfeiffer/Imago
Birkenzucker in Schale und Löffel
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker. © J. Pfeiffer/Imago
Gesundes Frühstück, Müslischüssel mit Obst
Agavensirup ist ein Süßungsmittel, das aus der Agavenpflanze gewonnen wird. Hier gilt wie bei Apfeldicksaft: Sie sollten das Produkt in Maßen genießen, weil es hauptsächlich aus Fruchtzucker besteht. Agavensirup hat aber weniger Kalorien als Zucker, was ihn zum besseren Diät-Begleiter macht. Auch für die Umwelt ist der Kauf von Agavendicksaft eher schädlich, auch wegen der langen Transportwege. Sie wollen nicht auf Agavensirup verzichten? Greifen Sie in dem Fall am besten zum Bio-Produkt.  © Imago
Griechischer Joghurt mit frischen Früchten steht neben einem Glas voller Honig
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt. © Imago
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker.
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. © Marijan Murat/dpa

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Uwe Umstätter/Imago

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