Spritzig und frisch

Prickelnde Sommererfrischung mit vielen Vorzügen: So machen Sie Wasserkefir selbst

Wasserkefir im Glas Kristalle auf einem Holzlöffel Japankristalle Wasserkefir selber machen
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Wasserkefir ist eine willkommene Erfrischung im Sommer, die auch noch gesund ist.

Limonade ist Ihnen zu süß und immer nur Wasser mögen Sie im Sommer auch nicht trinken? Das Trend-Getränk des Sommers heißt Wasserkefir und Sie machen es einfach selbst.

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Wenn die Tage wärmer werden und die Sonne brennt, sehnen wir uns nach Erfrischung. Springen Sie in kühles Nass, oder gönnen Sie sich ein erfrischendes Getränk. Die Palette der typischen Sommergetränke ist groß und reicht von Rhabarberschorle und Zitronenlimonade bis hin zu Aperol Spritz und Co.. Wenn Sie sich aber ohne Zucker und Alkohol erfrischen wollen und keine Lust auf Tee oder Wasser haben, haben wir die perfekte Idee für Sie: Probieren Sie Wasserkefir. Das ein richtig leckeres Gärgetränk mit natürlicher Kohlensäure, das Sie ganz leicht selbst herstellen können – mit Kristallen.

Wasserkefir ist eine leichte Alternative zur klassischen Limo und die ideale Erfrischung, wenn Sie es spritzig, aber ganz natürlich wollen. Zur Herstellung brauchen Sie nur ein verschließbares Gefäß und wenige Zutaten, darunter Japankristalle.

Wasserkefir aus Kristallen: Das sind die Japankristalle wirklich

Eine Wasserkefir-Kultur besteht aus sogenannten Kefirkristallen oder Japankristallen. Das sind kleine, weißlich schimmernde Klümpchen in unterschiedlicher Größe, die aus Bakterien und Hefen bestehen.

Japankristalle sind eigentlich Mikroorganismen, sehen aber tatsächlich aus, wie kleine Bergkristalle.

Die kleinen Klümpchen lieben Zucker und verarbeiten ihn, zum Beispiel zu Milchsäure, die dem Wasserkefir seinen frisch-säuerlichen Geschmack gibt. Gleichzeitig vermehren sie sich, sodass Sie sogar mit der Zeit aus einem Starterset Japankristalle (werblicher Link) zum Verschenken an Familie und Freunde züchten können. Um aus den Kristallen richtig leckeren Wasserkefir zu machen, gibt es ein einfaches Grundrezept, das Sie beliebig abwandeln können.

Die Herstellung von Wasserkefir: Es geht ganz leicht

Sie müssen nicht viel tun, um aus Japankristallen Wasserkefir herzustellen. Gießen Sie die Kristalle einfach in einer Flasche mit Wasser auf, geben Sie Zucker als Nahrung für die Mikroorganismen dazu (Achtung, Süßstoff funktioniert nicht) und fügen Sie noch Zitrone und Trockenfrüchte Ihrer Wahl zu, z.B. Datteln oder Aprikosen hinzu. Dann heißt es warten – etwa 48 bis 72 Stunden – und schon können Sie Ihren Wasserkefir genießen, am besten eiskalt aus dem Kühlschrank, mit ein paar frischen Früchten. Die Kefirkristalle trinken Sie dabei nicht mit. Die seihen Sie ab und produzieren damit gleich die nächste Flasche Wasserkefir – ein endloser Vorrat.

Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Kennen Sie die Regel, dass ein fauler Apfel den ganzen Korb verdirbt? So ähnlich ist es mit Brot auch. Wenn Sie an einem Brotlaib oder auch nur an einer Brotscheibe Schimmel entdecken, sollten Sie das gesamte Brot in den Müll werfen. Brot ist so porös, dass die Schimmelsporen ganz leicht und rasend schnell alles durchdringen. Ist das Brot dagegen nur abgelaufen, hart oder trocken, müssen Sie nicht gleich Abschied nehmen. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter ein Ei ist, desto mehr Luft konnte durch die poröse Eierschale ins Innere gelangen. So entsteht ein Luftpolster zwischen Eigelb und Schale. Wenn Sie das Ei in ein Glas mit Wasser legen, schwimmt deshalb die Seite mit der Luftblase oben. Wenn es schließlich an der Oberfläche schwimmt, ist das Ei mit höchster Wahrscheinlichkeit verdorben. © picture alliance/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Sie ihn an der Fischtheke gekauft haben, bleiben Ihnen noch maximal drei Tage, lieber weniger. Sobald der Fisch schlecht ist, wird seine Haut und das Fleisch schleimig und der typische, unangenehme Fischgeruch steigt Ihnen in die Nase. Finger weg! © Holger Hollem/dpa
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Frisches, rohes Fleisch hat einen eigentümlichen Geruch, den ungeübte Nasen schon mal falsch interpretieren können. Dabei verströmt fauliges Fleisch einen Gestank, dem man sich kaum nähern kann. Ist das Fleisch außerdem noch schleimig oder klebrig, lassen Sie bitte die Finger davon. Farbveränderungen sind zwar nicht per se ein Hinweis auf verdorbenes Fleisch, aber gräulich sollte es nicht aussehen. © Oliver Berg/dpa
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, ist das aber noch lange kein Grund, den Joghurt wegzuschmeißen. Meist ist er noch völlig in Ordnung und genießbar. Die enthaltenen Bakterien funktionieren dabei wie ein natürliches Konservierungsmittel. Erst, wenn sich auf der Oberfläche ungewöhnlich für Flüssigkeit bildet und der Joghurt auch unten im Becher flüssig ist, sollten Sie ihn entsorgen. © picture alliance / dpa
Käseplatte mit Wein
Je weicher und feuchter der Käse, desto leichter wird er schlecht. Er fängt dann an, unangenehm sauer zu riechen. Auch bei Schimmelbefall sollten Sie Weichkäse in die Tonne werfen, da dieser die feuchte Käsemasse sehr schnell durchdringt und dabei nicht unbedingt sichtbar ist.  © crisper85/Imago
Käse Haltbarkeit erkennen
Das gilt natürlich nicht für Sorten mit Edelschimmel, wie Gorgonzola, Brie oder Roquefort. Hartkäse wie Parmesan hat eine deutlich längere Haltbarkeit. Hier können Sie Schimmel an den Außenseiten ruhig großzügig wegschneiden und den Rest des Laibes ohne schlechtes Gewissen genießen. © Harald Tittel/dpa
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Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. Schmeckt oder riecht die Milch schlecht oder ist sie klumpig geworden, dann müssen Sie sie entsorgen. Das gilt aber nicht für unbehandelte Milch. Daraus können Sie noch einiges zaubern.  © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. Altes, schlechtes Öl riecht dagegen ranzig, teilweise sogar wie Motoröl. Lagern Sie das Öl am besten dunkel und dicht verschlossen, dann kann es sich viele Jahre halten. © Lorenzo Carne/dpa
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Sie haben Wurst an der Fleischertheke gekauft? Dann sollten Sie sie so schnell wie möglich verbrauchen, am besten innerhalb der nächsten drei Tage. Fängt die Wurst an, seltsam zu riechen und schleimig zu werden, haben Bakterien ganze Arbeit geleistet. Dauerwurst, wie Salami, hält sich länger, wie der Name schon verrät. © Patrick Pleul/dpa

Rezept: Wasserkefir selber machen

  • 750 ml Wasser
  • 30 g Japankristalle (werblicher Link)
  • 60 g Zucker
  • 30 g Trockenfrüchte, ungeschwefelt
  • 2 Scheiben Zitronen, unbehandelt (alternativ: frischer Zitronensaft)

Und so geht‘s:

  1. Bringen Sie einen kleinen Teil des Wassers in einem Topf zum Kochen und lösen Sie den Zucker daran vollkommen auf. Gießen Sie dann das restliche, kalte Wasser dazu, damit das Wasser Zimmertemperatur hat.
  2. Füllen Sie das Wasser nun in ein verschließbares Gefäß, zum Beispiel eine Flasche oder ein spezielles Gärglas (werblicher Link) mit einem Fassungsvermögen von 1 Liter, und geben Sie die Japankristalle dazu.
  3. Fügen Sie nun noch die Trockenfrüchte Ihrer Wahl hinzu. Die bringen Geschmack in den Wasserkefir und versorgen die Mikroorganismen außerdem mit zusätzlichen Nährstoffen.
  4. Zum Schluss geben Sie die Zitronenscheiben hinzu. Die geben dem Wasserkefir schon etwas Säure und verhindern, dass fremde Keime und unerwünschte Mikroorganismen darin wachsen.
  5. Nun verschließen Sie das Gefäß so locker, dass die bei der Gärung entstehende Kohlensäure entweichen kann und lassen die Japankristalle bei Zimmertemperatur bis zu drei Tage am Wasserkefir arbeiten. Wenn es im Sommer besonders warm ist, entsteht sehr viel Kohlensäure. Heben Sie deshalb alle 24 Stunden den Deckel Ihres Gärgefäßes, damit der Überschuss entweichen kann.

Ist der Wasserkefir fertig, gießen Sie ihn durch ein Sieb in eine saubere Flasche, die Sie im Kühlschrank aufbewahren. Die Japankristalle waschen Sie unter klarem Wasser und entfernen dabei die Zitronenscheiben und das Trockenobst. Nun können Sie von Neuem beginnen, aber Achtung: Die Japankristalle haben sich vermehrt, wiegen Sie also nach, bevor Sie neuen Wasserkefir nach dem oben beschriebenen Rezept ansetzen. Sie können also immer wieder neuen Wasserkefir ansetzen. Ein endloser Vorrat an Erfrischung, der perlt wie Sekt, nur viel gesünder ist.

Ist Wasserkefir wirklich gesund?

Wissenschaftliche Studien, welche die auf vielen Gesundheitsportalen und Co. behaupteten heilenden Kräfte des Wasserkefirs nachweisen, gibt es nicht. Einig ist man sich allerdings darüber, dass Kefir einen guten Einfluss auf die Darmflora hat und die im Wasserkefir enthaltene Milchsäure die nützlichen Darmbakterien unterstützt. Sie können ihn also mit gutem Gewissen trinken, aber die leckere Erfrischung ist auch allein schon Grund genug, Wasserkefir auszuprobieren. (ante)

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