Lebensmittel haltbar machen

Jetzt geht‘s ans Eingemachte: fünf Tipps, damit es mit dem Einkochen klappt

Einmachglas mit selbstgemachten Zimtpflaumen.
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Zimtpflaumen sind eine clevere Methode, um Pflaumen im Sommer einzukochen. Das Rezept stammt aus dem Kochbuch “Easy einmachen: Hausgemachte Köstlichkeiten aus der Speisekammer“ (Riva Verlag).

Einkochen und Einlegen sind tolle Methoden, um Obst und Gemüse länger haltbar zu machen. Hier finden Sie Tipps zum Gelingen und zwei köstliche Rezepte.

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Alles wird momentan teurer, gerade beim Wocheneinkauf muss so mancher Verbraucher genau hinschauen, welche Produkte in den Einkaufswagen wandern und an welchen Ecken man noch sparen kann. Ein Weg, um zu sparen und für später vorzusorgen, ist das Einkochen und Einmachen. So machen Sie Lebensmittel haltbar und können auch im Herbst oder Winter das Gemüse und Obst aus den Sommermonaten genießen. Jetzt ist die beste Zeit, mit dem Einmachen zu starten, denn viele Sorten haben Hochsaison und sind gerade am aromatischsten.

Lebensmittel haltbar machen: Was kann man alles einmachen und einlegen?

Die Frage ist eher, was kann man nicht einkochen, denn diese Liste wäre wesentlich kürzer. Angefangen bei Kräutern, aus denen Sie Kräutermischungen und -salze herstellen, sie aber auch in Öl und Essig konservieren können. Auch würzige Pasten und Pesto können Sie ganz einfach selber machen. Weiter geht‘s mit Gemüse, das Sie einlegen können, dabei stehen Ihnen verschiedene Varianten zur Verfügung: in Salz, einlegen, in Öl, in Essig, zu Ketchup, Chutney oder Soßen weiterverarbeiten usw. Kennen Sie zum Beispiel schon unser Rezept für mit Zitronenschale aromatisiertes Olivenöl? Auch Obst lässt sich im Sommer hervorragend einkochen und einlegen. Wer kennt nicht die leckeren selbstgemachten Marmeladen und Konfitüren von Oma? Probieren Sie es einfach mal selbst und erfreuen Sie sich in kalten Wintermonaten am sommerlichen Aroma von Erdbeeren, Stachelbeeren und Co. Zwei Beispielrezepte, die man nicht schon hundertmal gesehen hat, finden Sie weiter unten: eins für Zimtpflaumen, eins für Kürbis-Ketchup. So kommt Abwechslung auf den Tisch!

Lebensmittel haltbar machen: 5 Tipps, damit es mit dem Einkochen klappt

  • Eine gute Vorbereitung ist wichtig: Deckel und Gläser müssen rostfrei sein und dürfen keine Beschädigungen aufweisen.
  • Welche Gläser Sie verwenden können: Gut funktionieren die klassischen Weckgläser mit Gummiring. Sie können aber auch Schraubgläser verwenden. Wichtig: Sobald der Deckel von Schraubgläsern den geringsten Schaden aufweist, bitte aussortieren und stattdessen ein neues Glas nehmen.
  • Reinigen Sie vor dem Gebrauch alle Teile sorgfältig mit heißem Wasser und stellen Sie sie umgestülpt (nicht abgetrocknet) auf ein sauberes Geschirrtuch.
  • Achten Sie bei den Zutaten darauf, dass sie frisch und ohne schadhafte Stellen sind.
  • Lagern Sie Einmachgut dunkel, kühl und trocken. Kontrollieren Sie die Gläser regelmäßig. Der Inhalt ist zwar mehrere Jahre haltbar, verliert aber teilweise an Aroma und Farbe. Am besten schmecken die Produkte, wenn alles bis zur nächsten Ernte aufgebraucht ist.

Diese Lebensmittel dürfen Sie nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren

Frau vor dem Tiefkühlfach mit eingefrorenem Obst in den Händen.
Sicher haben Sie auf der Verpackung von Tiefkühlkost wie TK-Pizza oder Fischstäbchen schon mal den Hinweis gelesen: „Nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren“: Dieser Hinweis ist sogar gesetzlich in der Verordnung über tiefgefrorene Lebensmittel festgelegt.  © epd/Imago
Und Sie sollten sich auch daran halten. Bei einem zweitmaligen Einfrieren ist die Lebensmittelsicherheit nicht mehr gewährleistet.
Und Sie sollten sich auch daran halten. Bei einem zweitmaligen Einfrieren ist die Lebensmittelsicherheit nicht mehr gewährleistet.  © Jochen Tack/Imago
Tiefkühlpizza mit Mozzarella.
Nach dem Auftauen wieder einfrieren? Bei Tiefkühlprodukten wie Pizza ist die sogenannte „Gelinggarantie“ bei einem doppelten Einfrieren nicht mehr gewährleistet. © CSH /Imago
Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Salat.
Auch für Fischstäbchen gilt, dass Sie das lieber bleiben lassen sollten. Bei einem zweitmaligen Einfrieren ist die Lebensmittelsicherheit nicht mehr gewährleistet. © imago images / Westend61
Aufgebackene Brötchen auf einem Backrost.
Bei Lebensmitteln, die nur aufgetaut werden müssen, wie etwa Aufback-Brötchen, ist die Gefahr relativ gering.  © Petra Schneider-Schmelzer/Imago
Tiefkühlgemüse mit Packung.
Auch bei Gemüse ist die Gefahr relativ gering. Tiefgefrorenes Gemüse können Sie prinzipiell nach dem Auftauen noch einmal einfrieren. © imago-images
Frischer Fisch riecht nach nichts.
Vorsicht geboten ist beim erneuten Einfrieren von Fisch und Fleisch, das gilt sowohl für rohe Ware als auch gegarte. © picture alliance/dpa/Christian Charisius
Rohes Hähnchenfleisch und Gewürze auf einem Holzbrett.
Rohes Fleisch, insbesondere Geflügel, sollten Sie keinesfalls erneut einfrieren, sondern zunächst durchgaren und dann in den Gefrierschrank legen. © tycoon/Imago
Hackfleisch einfrieren - so geht es richtig.
Hackfleisch sollten Sie niemals auftauen und wieder einfrieren: stattdessen durchgaren, dann ist auch das Einfrieren kein Problem. © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Bolognese-Sauce selber kochen.
Zum Beispiel können Sie aus dem Hackfleisch eine leckere Bolognese kochen. Die lässt sich dann auch prima einfrieren. © Kia Cheng Boon/Imago

Lebensmittel haltbar machen: Rezept für Zimtpflaumen

Zimtpflaumen schmecken am besten als Kompott, zu Pfannkuchen, Waffeln, Vanillepudding und Eis. Und so geht‘s:

Pflaumen-Saison:Juli bis September (je nach Sorte)
Portionen:3 Gläser à 500 ml

Zutaten für die Zimtpflaumen:

  • 1 ½ kg Pflaumen
  • 600 ml Wasser
  • 200 g Zucker
  • 2 Sternanis
  • 3 Zimtstangen
  • 2 TL Vanillepulver

Zubereitung der Zimtpflaumen:

  1. Die geöffneten Einmachgläser mit den dazugehörigen Deckeln in den Backofen stellen und für 60 Minuten bei 100 °C sterilisieren.
  2. Zuerst die Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen. Wasser, Zucker, Gewürze und Vanillepulver in einen Topf geben. Alles unter ständigem Rühren so lange kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  3. Anschließend die Pflaumen auf die sterilen Gläser verteilen. Zum Schluss den Gewürzsirup dazugießen. Gläser fest verschließen.
  4. Die Gläser nun im Dampfgarer oder im Backofen 45 Minuten bei 90 °C im Wasserbad pasteurisieren.

Achtung!

Sie sollten darauf achten, dass vor dem Verschließen der Gläser die Ränder sauber sind. Im Dampfgarer oder Backofen auskühlen lassen. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und schnell verzehren.

Haben Sie aus Kürbissen schon mal Ketchup gemacht? Mit diesem Rezept gelingt es ganz leicht.

Lebensmittel haltbar machen: Rezept für Kürbis-Ketchup

Kürbis-Ketchup ist vielseitig einsetzbar und schmeckt gut zu Nudeln, herzhaften Eierspeisen, Kartoffelpuffern, Ofenkartoffeln oder Käse. Es passt auch gut zu gegrilltem Käse und Veggie-Bratlingen.

Kürbis-Saison:August bis November
Portionen:3 Flaschen à 500 ml

Zutaten für Kürbis-Ketchup:

  • 500 g Kürbis
  • 500 g Strauchtomaten
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL Salz
  • ½ TL gemahlener Piment
  • Chiliflocken und Ingwer nach Geschmack
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 6−8 EL Sherryessig
  • ¼ l Wasser

Zubereitung Kürbis-Ketchup:

  1. Die geöffneten Flaschen mit den dazugehörigen Deckeln in den Backofen stellen und für 60 Minuten bei 100 °C sterilisieren.
  2. Zuerst den Kürbis halbieren, dann schälen. Als Nächstes das Kürbisfleisch in kleine Würfel schneiden. Jetzt die Tomaten überbrühen, häuten und halbieren. Anschließend die Stielansätze entfernen.
  3. Tomaten und Kürbiswürfel zusammen in einen hohen Topf geben. Danach die Zwiebeln häuten und klein würfen. Zucker und Salz in den Topf geben. Anschließend Gewürze, Essig und Wasser unterrühren.
  4. Mit aufgelegtem Deckel alles 1 Stunde sanft köcheln lassen. Als Nächstes das Gemüse mit dem Mixstab pürieren, durch ein Sieb passieren und pikant abschmecken. Danach die Masse erneut aufkochen lassen.
  5. Mithilfe eines Trichters das Kürbis-Ketchup in die sterilen Flaschen füllen. Vor dem Schließen die Flaschen einige Male auf die Arbeitsplatte klopfen, damit eventuelle Hohlräume geschlossen werden. Die Flaschen nun im Dampfgarer oder im Backofen 45 Minuten bei 90 °C im Wasserbad pasteurisieren.

Achtung!

Auf das Klopfen sollten Sie nicht verzichten, weil eingeschlossene Luftblasen in der Masse den Verderb beschleunigen können. Auch sollten Sie darauf achten, dass vor dem Verschließen der Flaschen die Ränder sauber sind. Im Dampfgarer oder Backofen auskühlen lassen. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und schnell verzehren.

Beide Rezepte stammen aus „Easy einmachen: Hausgemachte Köstlichkeiten aus der Speisekammer“ von Katy Buchholz (werblicher Link).

Easy einmachen: Hausgemachte Köstlichkeiten aus der Speisekammer.

„Easy einmachen: Hausgemachte Köstlichkeiten aus der Speisekammer“ von Katy Buchholz

Wie kann man Lebensmittel schnell und einfach haltbar machen? Hier hilft das traditionelle Einkochen oder Einwecken. Die alte Methode wird gerade wiederentdeckt, liegt Nachhaltigkeit doch im Trend. Dieses Kochbuch zeigt inspirierende klassische und moderne Rezepte zum Einlegen und Einkochen: egal ob Konfitüre, herzhafte Pestos, eingelegtes Gemüse und Obst, Kräuter in Öl oder Essig, Saucen und vieles mehr. Die 80 vielfältigen und köstlichen Rezepte für Schraub- oder Einweckgläser eignen sich perfekt für die Vorratshaltung für Singles, Familien oder für Geschenke aus der Küche. Ob Einsteiger oder Experte, in diesem Rezeptbuch ist für jeden Geschmack und jedes Level das Richtige dabei. Der ideale Begleiter für einen nachhaltigen Lebensstil und um das ganze Jahr über frisches Gemüse, Obst und Kräuter zu genießen.

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