Authentische Küche

Italienisch kochen: Diese fünf Fehler sollten Sie vermeiden

Die italienische Küche steht bei vielen auf Platz 1: Pizza, Pasta, Desserts ... Nur beim Nachkochen italienischer Rezepte sollten Sie einige Fehler vermeiden.

Pizza belegen, Nudeln selber machen* oder sogar Eis-Rezepte ausprobieren: Die italienische Küche ist unglaublich vielfältig und lädt bei vielen Gerichten zum Nachkochen ein. Gerade in den aktuellen Zeiten, wenn wir nicht nach Italien reisen können, um dort in den Genuss der Speisen zu kommen, machen wir die Leckereien gerne einfach selbst. Es gibt unzählige Rezepte für typisch italienische Gerichte wie Pizza, Pasta, Fleischspezialitäten oder Desserts wie Tiramisu oder Panna Cotta. Wenn Sie allerdings authentische italienische Küche zuhause kreieren wollen, sollten Sie die folgenden typischen Fehler vermeiden. Von solchen Affronts gegen die italienische Kulinarik, wie Ketchup in die Tomatensauce zu rühren, mal ganz abgesehen.

Die große Frage: Wie lange soll ich Nudeln kochen?

Ein viel umstrittenes Thema kommt beim Nudelnkochen auf: „al dente“ heißt wörtlich übersetzt „mit Biss“ – aber wie lange genau soll das sein? Aus Angst, auf noch harte Pasta zu beißen, übergaren die meisten deutschen Hobbyköche ihre Nudeln. Das führt allerdings zu einer schlabberigen Masse, die wenig mit dem italienischen Genuss zu tun hat. Halten Sie sich am besten an die Packungsanweisung des Herstellers. Auch ein guter Tipp: Gießen Sie die Nudeln eine Minute vor der vom Hersteller angegebenen Garzeit ab, lassen Sie sie dann aber noch eine Minute in der Sauce mitkochen.

Lesen Sie dazu: Spotify-Playlist sagt Ihnen, wie lange Sie Pasta kochen sollten.

Fehler beim Pizzabacken: Sie benutzen ein Nudelholz für den Teig

Pizzateig ist recht einfach selbstgemacht und kann sogar eingefroren werden. Allerdings tun sich viele Pizzaliebhaber keinen Gefallen damit, den Pizzateig mit einem Nudelholz auszurollen. Profi-Köche raten von dieser Methode ab, weil Sie mit dem Roller jegliche Luft aus dem Teig drücken, was zu einer zähen Kruste führen kann. Wie Sie Pizzateig korrekt und wie die Italiener mit den Händen ausrollen, erfahren Sie in diesem Artikel: Sie benutzen ein Nudelholz für Ihren Pizzateig? Warum das ein Fehler ist.

Fehler beim italienischen Kochen: Carbonara mit Sahne zubereiten

Spaghetti Carbonara sind eins der beliebtesten italienischen Pastagerichte und das mit gutem Grund: knuspriger Speck trifft auf cremige Sauce. Und die Zubereitung dauert nur etwa 20 Minuten. Aber: Kaum eine italienische Pastasauce wird so missverstanden wie die Carbonara. Deutsche Hobbyköche bereiten sie gerne mit Sahne zu. Die gehört dort laut italienischem Originalrezept aber gar nicht hinein! Allein durch die Eigelbe erlangt die köstliche Sauce ihre Cremigkeit. Wie Sie sie richtig zubereiten, erfahren Sie in diesem Rezept für Spaghetti Carbonara.

Auch lecker: Beste Tomatensoße der Welt: Sie braucht nur diese drei Zutaten.

No-Go in der italienischen Küche: Sie servieren Parmesan zu Fisch

Sie lieben Pastagerichte mit Thunfisch oder Risotto mit Meeresfrüchten? Dann ist Ihnen vielleicht im Urlaub oder in einem authentischen italienischen Restaurant schon mal aufgefallen, dass der Kellner dazu keinen Parmesan reicht. In der italienischen Küche wird nämlich niemals Fisch mit Käse kombiniert! Der Grund: Der kräftige Parmesangeschmack würde das Aroma von Fisch und Meeresfrüchten überlagern.

Fauxpas beim italienischen Kochen: Spaghetti mit Löffel essen

Viele Deutsche essen Spaghetti folgendermaßen: Mit einer Gabel wickeln sie die Nudeln auf einem Löffel auf, den sie dann zum Mund führen. Auch das gilt in der italienischen Küche als Verstoß gegen die Etikette. Echte Italiener wickeln die Spaghetti einfach auf dem Tellerboden auf. Apropos Spaghetti: Brechen Sie die vor dem Kochen im Wasser nicht in der Mitte durch! Spaghetti sollten lang auf den Teller kommen, das macht sie schließlich aus. (mad) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Die Bibel der italienischen Küche

„Der Silberlöffel“ von Phaidon (werblicher Link) ist die Bibel der authentischen italienischen Küche. Er umfasst die beliebtesten Klassiker aus allen Regionen Italiens, besticht durch eine hochwertige Foodfotografie und ist als Leitfaden für die Zubereitung der wichtigsten, authentischsten und köstlichsten italienischen Rezepte das ideale Geschenk für Hobbyköche.

Weiterlesen: Haben Sie Nudeln bisher falsch gegessen? Die Sauce muss zur Pasta passen.

Wie gut kennen Sie sich mit Pasta aus?

„Creste di gallo“ nennt man diese schönen Nudeln.
„Creste di gallo“ nennt man diese schönen Nudeln. Die Ähnlichkeit mit dem tierischen Vorbild ist verblüffend. Sie passen besonders gut in Nudelaufläufe. © CreativeFamily/Imago
Der Name dieser Nudelsorte bedeutet „Hahnenkämme“.
Der Name dieser Nudelsorte bedeutet „Hahnenkämme“. © kateryna_92/Imago
Farfalle Pasta
Farfalle ist ihr italienischer Name. Bei der Herstellung werden per Teigrädchen aus einem flachen Pastateig gezackte Quadrate herausgeschnitten. Diese werden dann in der Mitte zusammengedrückt und ergeben so die charakteristische Form. © Digifoodstock/Imago
farfalle-pasta
Bei Pasta sind Tiernamen wohl Trumpf. Auch Schmetterlinge landen auf dem Teller. © Digifoodstock/Imago
Maccheroni Pasta
Diese Nudeln gibt es in kurz oder lang. © Imago
Maccheroni Pasta
Sie heißen Maccheroni und haben eine hohle Röhrenform. Für die Herstellung brauchen Sie eine spezielle Maschine. © Bernd Juergens/Imago
Fussili Pasta
Diese Sorte sollten sogar Pastalaien kennen. Bei uns heißen sie Spirelli, aber ihr eigentlicher Name ist... © CSP_HandmadePictures/Imago
Fussili Pasta
Fussili, was vom italienischen Wort für Spindel herrührt: „fuso“. © magicpitzy/Imago
Mafaldine Pasta
Wenn Sie dagegen den Namen dieser Pastasorte kennen, dürfen Sie sich als Profi bezeichnen. Ursprünglich stammt sie aus Neapel... © 8vfanC/Imago
Mafaldine Pasta
aber heute findet man Mafaldine in ganz Italien. Der Name bedeutet „kleine Königin“ und ist Programm, denn die Nudeln wurden zu Ehren der Königin Mafalde kreiert. © J.Sommer/Imago
Orecchiette Pasta
Diese Pastasorte heißt wiederum, wie sie aussieht. Woran erinnern Sie die kleinen Nudeln? © imageBROKER/Jürgen Pfeiffer/Imago
Orecchiette Pasta
Wenn Sie an kleine Öhrchen denken müssen, liegen Sie richtig. Diese Pasta heißt Orecchiette, was genau das bedeutet. © imageBROKER/Jürgen Pfeiffer/Imago
Penne Pasta
Der Name dieser bekannten Nudelsorte bedeutet „Schreibfeder“ und die Ähnlichkeit in der Form ist wirklich verblüffend. © Digifoodstock/Imago
Penne Pasta
Die Enden der Penne sind wie ein Schreibfederkiel schräg angeschnitten. Sie eignen sich gut zu Soßen mit Gemüse, schmecken aber auch zu kräftigen Käse- oder Sahnesoßen ganz hervorragend. © lbarn/Imago
Rigatoni Pasta
Kurze Röhrennudeln mit mehr oder weniger geriffelter Oberfläche nennt man dagegen... © imageBROKER/Jürgen Pfeiffer/Imago
Rigatoni Pasta
Rigatoni! Auch sie passen zu den gleichen Soßen wie die Penne und sind eine typische Nudelsorte der römischen Tradition. © Peteer/Imago
Bucatini Pasta
Besonders dicke Spaghetti nennt man nicht einfach „besonders dicke Spaghetti“... © rarrarorro/Imago
Bucatini Pasta
sondern Bucatini. Klingt doch gleich viel besser, oder? Damit man die etwas widerspenstigen Nudeln besser essen kann, darf man sie vor dem Kochen zerbrechen – im Gegensatz zu... © Michelle Stark/Imago
Spaghetti Pasta
unserer letzten – und wahrscheinlich bekanntesten – Pasta in der Hitliste. © Digifoodstock/Imago
Spaghetti Pasta
Spaghetti dürfen auf keinen Fall vor dem Kochen zerbrochen werden und zu Bolognese darf man sie eigentlich auch nicht servieren. © Rezeda Kostyleva/Imago
Tagliatelle Pasta
Zu Bolognese passen viel besser diese speziellen, flachen Nudeln, die unsere Bonus-Pasta sind. © Peteer/Imago
Tagliatelle Bolognese Pasta
Serviert wird die sämige Hackfleischsoße mit dem Namen „Ragù alla bolognese“ vor allem mit Tagliatelle. Spaghetti Bolognese gibt es in Italien dagegen überhaupt nicht. Haben Sie jetzt auch so Hunger? © Photology2000/Imago

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Rubriklistenbild: © Kantaruk Agnieszka via www.imago-images.de

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