Statt Mikrowelle

Essen im Ofen aufwärmen: Die meisten machen es falsch

Aufgewärmtes Essen, das trocken und fad schmeckt? Wärmen Sie Ihr Essen lieber im Ofen auf statt in der Mikrowelle.

Es kann doch eigentlich kein Hexenwerk sein, oder? Mikrowelle auf, Teller rein, Mikrowelle zu, anschalten, warten und fertig. Wer Profi sein will, benetzt das Essen vorher noch mit ein paar Spritzern Wasser oder legt ein feuchtes Küchentuch darüber, damit es nicht austrocknet. Aber längst nicht alle Gerichte lassen sich in der Mikrowelle aufwärmen. Welche Speisen Sie lieber im Backofen aufwärmen und wie das am besten funktioniert, erfahren Sie hier.

Auflauf aufwärmen im Backofen: ohne Mikrowelle

Benetzen Sie den Auflauf mit ein paar Spritzern Wasser. Der Dampf, der beim Erhitzen entsteht, verhindert das Austrocknen des Auflaufes. Decken Sie die Form danach gut mit Alufolie ab und wärmen Sie den Auflauf bei 160 Grad im Ofen auf. Prüfen Sie die Temperatur in der Mitte des Auflaufs, denn hier bleibt er am längsten kalt.

Pfanne und Backofen sind häufig die bessere Alternative zur Mikrowelle, um Essen aufzuwärmen. So bleibt auch die Pizza knusprig.

Essen im Ofen aufwärmen: So wärmen Sie frittiertes Hähnchen richtig auf

Legen Sie die Hähnchenteile auf ein Backblech und decken Sie diese mit Alufolie ab. Wärmen Sie sie etwa zehn Minuten bei 190 Grad auf und entfernen Sie dann die Alufolie. Backen Sie weiter, bis die Haut wieder knusprig ist und die Hähnchenteile komplett durchgewärmt sind.

Essen im Backofen aufwärmen: So bleibt die Pizza knusprig

Wenn Sie mehrere Pizzastücken aufwärmen wollen, ist der Backofen die beste Wahl. Legen Sie sie einfach auf ein Backblech und wärmen Sie die Stücke bei 190 Grad auf, bis der Käse wieder geschmolzen ist. In der Mikrowelle oder gar im Toaster sollten Sie Pizza lieber nicht aufwärmen.

Essen im Ofen aufwärmen: Pizza aufwärmen in der Pfanne

Wenn Sie nur ein oder zwei Pizzastücken aufwärmen wollen, sollten Sie das lieber in der Pfanne tun. Legen Sie die Pizza ohne Öl in die Pfanne und decken Sie die Teile mit Alufolie ab. Nun wärmen Sie das Ganze bei mittlerer Hitze durch, bis der Käse geschmolzen ist.

Essen im Ofen aufwärmen: So wärmen Sie Nudeln besser auf

Nudeln ohne Soße können Sie einfach in kochendem Wasser aufwärmen. Je nach Sorte dauert das nur 30 bis 45 Sekunden. Nudeln in einer Käse- oder Sahnesauce lassen sich nicht so leicht aufwärmen, da sich die Soße leicht aufspaltet und das Gericht fettig wird. Geben Sie die Nudeln bei mittlerer Hitze in eine Pfanne und fügen Sie etwas von dem Fett zu, das Sie ursprünglich zum Kochen benutzt haben, also Öl oder Sahne. Rühren Sie kontinuierlich um, bis das Gericht heiß ist. Nudeln mit Tomatensoße können Sie deutlich einfacher aufwärmen. Geben Sie die Flüssigkeit einfach in einen Topf und wärmen Sie sie bei mittlere Hitze auf. Wenn die Nudeln zu viel von der Soße aufgesogen haben, fügen Sie einfach ein paar Spritzer Wasser hinzu. Es kann dann aber sein, dass Sie nachwürzen müssen.

Essen im Backofen aufwärmen: So werden aufgewärmte Pommes knusprig und lecker

Es ist ziemlich schwierig übriggeblieben Pommes so aufzuwärmen, dass sie noch knusprig sind und gut schmecken. Am einfachsten funktioniert es so: Geben Sie etwas Öl in eine Pfanne und erhitzen Sie es, bis es Bläschen wirft. Geben Sie die Pommes hinein und braten Sie die Stückchen, bis sie gebräunt und knusprig sind. Legen Sie sie dann auf ein Küchentuch, um überschüssiges Fett aufzusaugen. Es kann sein, dass Sie noch ein wenig nachsalzen müssen.

Vorsicht: Diese Lebensmittel sollten Sie lieber nicht aufwärmen

Nudelpfanne aufwärmen
Haben Sie auch keine Zeit, täglich frisch zu kochen? Adliges Essen „von gestern“ ist die Rettung. Beim Aufwärmen müssen Sie aber beachten, dass an manchen Zutaten ungünstige Bakterien oder Salmonellen entstehen. Folgende Lebensmittel sollten Sie deshalb immer frisch genießen © rotoGraphics/Imago
Hähnchen aufwärmen
Wer Hähnchen in der Mikrowelle aufwärmt, riskiert eine ernsthafte Salmonellenvergiftung. Der Grund dafür liegt bei Eiweißstrukturen im Fleisch, die sich beim Aufwärmen verändern. Deshalb sollten Sie Geflügel immer richtig heiß und gleichmäßig erhitzen. © Creative Touch Imaging Ltd/Imago
Omelett aufwärmen
Auch bei Eiern droht eine Salmonellenerkrankung. © Peteer/Imago
Reis aufwärmen
Reis dürfen Sie zwar wieder aufwärmen, aber wenn er frisch zubereitet ist, sollte er so schnell wie möglich im Kühlschrank landen. Bei Zimmertemperatur bilden sich Sporen und Bakterien, die Magen-Darm-Beschwerden verursachen können. © Vink FAN/Imago
Pellkartoffeln aufwärmen
Wer Kartoffeln bei Zimmertemperatur aufbewahrt, darf sich auf unangenehme Bauchschmerzen freuen. Der Grund: Ein Bakterium, das sogar bei starker Hitze überleben kann. © CSH/Imago
Spinat aufwärmen
Wird Spinat nochmals aufgewärmt, verwandelt sich Nitrat in giftiges Nitrit. Deshalb sofort in den Kühlschrank oder das Gefrierfach. Ähnliches gilt auch für nitratreiches Gemüse wie... © Imago
Mangold aufwärmen
Mangold, mit etwa 1527 mg/kg Nitrat... © Katharina Hild/Imago
Staudensellerie aufwärmen
Staudensellerie, mit über 1000 mg/kg Nitrat... © Kia Cheng Boon/Imago
Rote Bete aufwärmen
und Rote Bete, mit 1254 mg/kg Nitrat. Nitrat wirkt sich senkend auf Ihren Blutdruck aus, streichen Sie diese Lebensmittel also nicht gleich von Ihrem Speiseplan, weil Sie sie nicht so gut aufwärmen können. © Iordache Magdalena/Imago
Pilze aufwärmen
Pilze haben einen hohen Gehalt an Wasser und Proteinen und sind daher ein idealer Nährboden für Mikroorganismen. Deshalb sollten Sie sie nie länger bei Zimmertemperatur lagern, um die Bildung von Giftstoffen zu vermeiden. Wenn Sie Pilze noch einmal aufwärmen möchten, sorgen Sie also schnell für ausreichend Kühlung. © Maxi Gagliano/Imago

Essen im Ofen aufwärmen: Fleisch aufwärmen im Backofen und in der Pfanne

Auf Fleisch können sich schnell schädliche Mikroorganismen vermehren, deshalb ist es besonders wichtig, dass es gut erhitzt wird. In der Mikrowelle wird es meist nur ungleichmäßig durchgewärmt. Wählen Sie also lieber den Backofen oder die Pfanne.

Schneiden Sie das Fleisch am besten in dünne Scheiben und braten Sie diese in einer Pfanne mit etwas Öl oder Wasser bei mittlerer Hitze an, bis es gebräunt ist und gut durcherhitzt. Im Ofen können Sie es auf ein Backblech geben und bei 160 Grad erhitzen. Es muss mindestens zwei Minuten lang eine Kerntemperatur von 75 Grad erreichen, damit Sie es ohne Reue genießen können.

Rubriklistenbild: © Grafvision/Imago

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