Bonus am Ende des Jahres

Weihnachtsgeld und 13. Monatsgehalt: Beides muss versteuert werden

Zum Ende des Jahres gibt es für einige Arbeitnehmer noch einen Extra-Obolus in Form eines 13. Gehalts oder Weihnachtsgeld. Doch werden diese Zahlungen versteuert?

Weihnachten naht mit großen Schritten und damit auch die vermehrten Kosten für Geschenke, Dekorationen oder gemeinsames Beisammensein auf verschiedenen Märkten. Vielen Berufstätigen winkt gegen Ende November jedoch noch ein schönes Plus auf dem Gehaltsnachweis, das den finanziellen Mehraufwand ein bisschen schmälern soll: Fast jeder Zweite erhält von seinem Arbeitgeber Weihnachtsgeld. Auch das 13. Monatsgehalt ist für viele Arbeitnehmer ein fest eingeplanter Bonus.

Steuer-Tricks: So sparen Sie bares Geld bei der Steuererklärung

Jedes Jahr legen Sie mit der Steuererklärung dem Finanzamt Ihre Einnahmen und Belastungen offen. Damit Sie nicht unnötig Geld verschenken, haben wir ein paar Tipps für Sie.
Jedes Jahr legen Sie mit der Steuererklärung dem Finanzamt Ihre Einnahmen und Belastungen offen. Damit Sie nicht unnötig Geld verschenken, haben wir ein paar Tipps für Sie. © MiS/Imago
Nutzen Sie Pauschbeträge wie die Pendlerpauschale. Letztere können Sie immer angeben, egal ob Sie zu Fuß oder mit dem Auto zur Arbeit kommen. Dafür gibt‘s 35 Cent pro Kilometer (ab 2022: 38 Cent).
Nutzen Sie Pauschbeträge wie die Pendlerpauschale. Letztere können Sie immer angeben, egal ob Sie zu Fuß oder mit dem Auto zur Arbeit kommen. Dafür gibt‘s 35 Cent pro Kilometer (ab 2022: 38 Cent). © Imago/Sabine Gudath
Auch mit der Homeoffice-Pauschale von 5 Euro pro Tag (max. 600 Euro im Jahr) lassen sich Steuern sparen. Vorausgesetzt, Sie kommen über die Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro im Jahr.
Auch mit der Homeoffice-Pauschale von 5 Euro pro Tag (max. 600 Euro im Jahr) lassen sich Steuern sparen. Vorausgesetzt, Sie kommen über die Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro im Jahr. © Imago/Tanya Yatsenko
Auch wer berufsbedingt in eine andere Stadt zieht, kann seine Umzugskosten steuerlich geltend machen.
Auch wer berufsbedingt in eine andere Stadt zieht, kann seine Umzugskosten steuerlich geltend machen. © Vasily Pindyurin/Imago
Spenden, wie etwa bei Straßensammlungen, werden beim Finanzamt als Sonderausgaben anerkannt.
Spenden, wie etwa bei Straßensammlungen, werden beim Finanzamt als Sonderausgaben anerkannt.  © MiS/Imago
Wussten Sie schon? Zu den Sonderausgaben zählen übrigens auch bestimmte Versicherungen, wie die Haftpflicht oder Riester-Rente.
Wussten Sie schon? Zu den Sonderausgaben zählen übrigens auch bestimmte Versicherungen, wie die Haftpflicht oder Riester-Rente. © Panthermedia/Imago
Auch die Pflege von Angehörigen lässt sich steuerlich geltend machen.
Auch die Pflege von Angehörigen lässt sich steuerlich geltend machen. So steht pflegenden Arbeitnehmern für das Jahr 2021 ein Pauschbetrag von 600 bis 1.800 Euro zu (je nach Pflegegrad). © Ute Grabowsky/Imago
Feuerwehr. Mit einem Ehrenamt lassen sich Steuern sparen.
Sie üben ein Ehrenamt aus? Dann bleiben jährlich 840 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (Stand: 2022). © Martin Wagner/Imago
Fliesenleger bei der Arbeit. Geben Sie Handwerkerkosten unbedingt in der Steuererklärung an – damit sparen Sie bares Geld.
Geben Sie Handwerkerkosten unbedingt in der Steuererklärung an – damit sparen Sie bares Geld. © IMAGO/Achim Duwentäster
Optiker mit Brille. Krankheitskosten wie Brillen, Medikamente und Behandlungskosten werden vom Finanzamt berücksichtigt, sofern sie die Zumutbarkeitsgrenze überschreiten.
Krankheitskosten wie Brillen, Medikamente und Behandlungskosten werden vom Finanzamt berücksichtigt, sofern sie die Zumutbarkeitsgrenze überschreiten. © Westend61/Imago

Weihnachtsgeld und 13. Gehalt: Was ist der Unterschied?

Das 13. Gehalt und Weihnachtsgeld werden im allgemeinen Sprachgebrauch oft gleichgesetzt. Aus rechtlicher Sicht gibt es allerdings Unterschiede. Das 13. Monatsgehalt ist im Arbeitsvertrag festgelegt und ein somit vereinbarter Lohn für erbrachte Arbeit. Das Weihnachtsgeld hingegen ist in der Regel eine freiwillige Zahlung des Arbeitgebers und soll unter anderem auch die Betriebstreue belohnen und kann in einigen Fällen auch nach einer Kündigung ausgezahlt werden.

Pünktlich zu Weihnachten wird in vielen Unternehmen ein Extra-Bonus ausgezahlt: das Weihnachtsgeld.

Bonus zum Jahresende: Werden die Zahlungen versteuert?

Kurze Antwort: Ja. Beide Zahlungen werden versteuert. Beim 13. Monatsgehalt handelt es sich um einen steuerpflichtigen Arbeitslohn. Deshalb werden auch Steuern anhand der Lohnsteuertabelle fällig. Auch das freiwillig gezahlte Weihnachtsgeld ist dabei voll steuerpflichtig. Allerdings handelt es sich hier um eine Sonderzahlung, die zu den „sonstigen Bezügen“ zählt. Das sind Zahlungen, die zum Beispiel nicht den regulären Arbeitslohn darstellen. Zu den sonstigen Bezügen gehören etwa auch Abfindungen, Urlaubsgeld oder Prämien. Zusätzlich können Sie natürlich auch noch andere Dinge von der Steuer absetzen.

Hinweis Weihnachtsgeld

Weihnachtsgeld, das erst im nächsten Jahr für das bereits abgelaufene ausgezahlt wurde, wird in dem Jahr versteuert, in dem der Arbeitnehmer es erhält. Sprich: Überweist Ihnen der Arbeitgeber das Geld für 2022 erst im Januar 2023, muss es auch erst im Januar 2023 versteuert werden.

Weihnachtsgeld wird gern als 13. oder 14. Gehalt überwiesen, deswegen auch die Verwechslung im Sprachgebrauch. Diese Überweisung ändert jedoch aus steuerlicher Sicht nichts. Die Lohnsteuer wird in dem Monat einbehalten, in dem die zusätzliche Finanzspritze überwiesen wird. Übrigens: Durch die zusätzliche Einnahme steigt der eigene Steuersatz. Im Gegensatz zum regulären Lohn ist die Lohnsteuer für Weihnachtsgeld deshalb höher.

Rubriklistenbild: © McPHOTO/Imago

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