Von der Steuer absetzen

Steuererklärung für Studierende – in diesen Fällen lohnt es sich

Wann es sich für Studierende lohnt, freiwillig eine Steuererklärung beim Finanzamt abzugeben, erfahren Sie hier.

Es gibt Fälle, in denen Studierende dazu verpflichtet sind, fristgerecht ihre Steuererklärung beim Finanzamt abzugeben. Einem Bericht der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (VLH) zufolge ist das beispielsweise dann der Fall, wenn man mehr als den aktuell geltenden Grundfreibetrag von 10.347 Euro (zum Vergleich: 2021 lag der Grundfreibetrag bei 9.744 Euro) verdient.

Dem Bericht der VLH nach kann es sich aber auch lohnen, als Studierende bzw. Studierender freiwillig eine Steuererklärung beim Finanzamt abzugeben. Erfahren Sie hier, was Sie während des Studiums alles von der Steuer absetzen können.

Wann muss man als Student bzw. Studentin eine Steuererklärung beim Finanzamt abgeben?

Wie bereits erwähnt, müssen Studierende, die den Grundfreibetrag überschreiten, eine Steuererklärung abgeben. Das kann entweder durch eine selbstständige bzw. freiberufliche Tätigkeit, oder aber aufgrund von Mieteinnahmen oder Kapitalerträgen der Fall sein. Auch wenn Sie als Student bzw. Studentin bei mehreren Arbeitgebern Lohn oder Gehalt beziehen, wird die Steuererklärung fällig.

Haben Sie als Student oder Studentin schon einmal eine Steuererklärung beim Finanzamt abgegeben?

Zuständig ist dem Bericht nach das Finanzamt in der Stadt oder dem Landkreis, in dem Sie Ihren gemeldeten Wohnsitz haben. Also unabhängig davon, wo sich die Universität oder die Fachhochschule, an der Sie studieren, befindet.

Übrigens:

Wer freiwillig eine Steuererklärung abgibt, ist nicht an die üblichen Fristen gebunden. Bis zu vier Jahre rückwirkend kann sie beim Finanzamt eingereicht werden.

Dann lohnt es sich für Studierende, freiwillig eine Steuererklärung abzugeben

Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe hat zusammengetragen, in welchen Fällen es sich für Studierende lohnen kann, freiwillig eine Steuererklärung abzugeben:

  • Miete
  • Fahrtkosten
  • Ausbildungskosten wie Studiengebühren, Arbeitsmittel, Computer, Fachliteratur etc.
  • Zinsen für einen Bildungskredit
  • Auslandssemester/Auslandspraktikum
  • Versicherungen wie Krankenversicherung, Rentenversicherung, Haftpflichtversicherung oder Zahnzusatzversicherung

Wussten Sie schon, dass man auch Kosten für den Schornsteinfeger von der Steuer absetzen kann?

Aufgepasst!

Auch wenn der Steuererklärung keine Belege mehr beigefügt werden müssen, kann das Finanzamt Nachweise einfordern. Deshalb sollten Sie Ihre Unterlagen gewissenhaft pflegen und sämtliche Belege gut aufbewahren.

Die Zeit vor dem Euro: Wer kennt diese Währungen noch?

Belgische Franc
Vor dem Euro und zwar von 1832 bis 2001 war die Währung Belgiens der Belgische Franken bzw. Belgische Franc. © Johan/Imago
Belgische Franken
Während er in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens Franken genannt wurde, war er in Deutschland und Österreich meist als Franc bekannt. 1 Franc ergab 100 Centimes. © Paolo77/Imago
D-Mark-Scheine und Pfennigmünzen
Diese Scheinchen und Münzen dürften Ihnen bekannt vorkommen. Haben Sie noch D-Mark und Pfennig zuhause? © Imago
Estnische Krone
Von 1928 bis 1940 und von 1992 bis 2010 war die Estnische Krone die Währung Estlands. In der Zeit dazwischen war Estland von der Sowjetunion annektiert worden – zur gemeinsamen Währung wurde der Sowjetische Rubel. Seit dem Beitritt Estlands am 1. Januar 2011 in die Europäische Währungsunion zahlt man in dem baltischen Staat mit Euro. © Johan/Imago
Finnische Mark
Die Finnische Bank tauschte noch bis Ende Februar 2012 Finnische Mark und Pfennig in Euro um. Seitdem hat die Währung, die umgangssprachlich in Deutschland auch Finnmark genannt wurde, nur noch Sammlerwert.  © Janusz Pienkowski/Imago
Französische Franc
Der Französische Franc, ehemalige Währung in Frankreich, zirkulierte auch in Monaco parallel zum Monegassischen Franc und war einziges gesetzliches Zahlungsmittel in Andorra. © Marek Uliasz/Imago
Monegassischer Franc
Der Monegassische Franc des Fürstentums Monaco war paritätisch an den Französischen Franc gebunden und auch in Frankreich gesetzliches Zahlungsmittel, da eine Währungsunion zwischen Monaco und Frankreich besteht. © Ivan Vdovin/Imago
Griechische Drachme
Die Drachme gilt als älteste Währungseinheit der Welt, denn schon in der Antike zahlte man mit Drachmen. Mit der Einführung des Euro ging in Griechenland eine Ära zu Ende. © CSP_majaan/Imago
Irischer Pfund
Beim Irischen Pfund galt, ebenso wie beim Britischen Pfund, 100 Pence = 1 Pfund. © Schöning/Imago
Italienische Lira
Mit Italienischer Lira bezahlte man vor der Einführung des Euro in Italien, San Marino und in der Vatikanstadt. © Imago

Unterhalt der Eltern zählt nicht zu den Einkünften von Studierenden

Studierende, die eine Steuererklärung abgeben – egal ob freiwillig oder verpflichtend – müssen neben den Ausgaben auch ihre Einkünfte offenlegen. Unterhaltszahlungen der Eltern gehören laut VLH allerdings nicht dazu und sind dementsprechend auch nicht steuerpflichtig. Wann es sich lohnt, freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, lesen Sie hier. (jn)

Rubriklistenbild: © DC_27/Imago

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