Gas und Strom

Energiekosten steigen: Gehören Sie zu der Gruppe, die in diesem Jahr 1.000 Euro mehr zahlen muss?

Gas- und Strompreise steigen, was sich vor allem in der Heizperiode im Geldbeutel bemerkbar macht. Lesen Sie hier, welche Mehrkosten 2022 auf Sie zukommen.

CO₂-Zertifikate, die Energieunternehmen für den Einkauf fossiler Energie zahlen müssen, bis hin zu gedrosselten Gaslieferungen aus Russland: Dass die Strom- und Gaspreise derzeit enorm hoch sind, hat unter anderem politische Ursachen. Aber auch die Corona-Pandemie ist mitverantwortlich. So seien aufgrund der Pandemie die Gasspeicher in Europa nicht so gut gefüllt wie zuvor, wie der Energiekonzern Vattenfall informiert. Wenn die Nachfrage größer als das Angebot ist, steigen in der Regel die Preise. So verhält es sich derzeit auch bei den Energiekosten. Bürger und Bürgerinnen müssen sich auf hohe Kosten einstellen.

Das Vergleichsportal Check24 hat eine neue Analyse veröffentlicht, in der die Mehrkosten für den Verbraucher aufgelistet werden.

Hohe Energiepreise machen vielen Bürgern zu schaffen. Auf welchen Betrag Sie sich einstellen müssen, erfahren Sie unten im Text.

Preiserhöhungen 2022: Deshalb müssen Verbraucher mehr für Strom und Gas zahlen

Für Juni bis August haben die Strom- und Gasgrundversorger in 695 Fällen Preiserhöhungen angekündigt oder bereits durchgeführt – für mehr als 8,3 Millionen Haushalte. „Wenn die bereits vor der Krise beschafften Energiemengen der Energieversorger verbraucht sind, werden sie noch mehr zu den aktuell teuren Börsenpreisen einkaufen müssen. Sollte der Paragraf 24 des Energiesicherungsgesetzes aktiviert werden, könnten Versorger höhere Kosten, die aus einer Reduktion der Gasimportmengen entstehen, unmittelbar an Verbraucher*innen weitergeben“, erklärt Steffen Suttner, Geschäftsführer der Check24 Vergleichsportal Energie GmbH, die Hintergründe.

Fast 1.000 Euro mehr für Gas im Jahr

Von der Preisanpassungsklausel nach Paragraf 24 sind jene Gasverbraucher stark betroffen, deren Lieferanten Ersatz für nicht mehr geliefertes Russengas zu hohen Preisen kurzfristig beschaffen müssen, informiert das Handelsblatt. Das sind nicht wenige. So haben Gasversorger seit Herbst 2021 in mehr als 1.460 Fällen Preise erhöht oder eine Preissteigerung angekündigt, wie Check24 informiert. Betroffen seien mehr als 3,3 Millionen Haushalte, die im Schnitt fast 52 Prozent mehr für die Gasversorgung zahlen müssen. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh bedeutet das zusätzliche Kosten von durchschnittlich 952 Euro pro Jahr, heißt es weiter. 

Wie Sie mit einer kleinen Veränderung am Heizkörper viel Gas und damit Geld sparen können, erfahren Sie hier.

Die Zeit vor dem Euro: Wer kennt diese Währungen noch?

Belgische Franc
Vor dem Euro und zwar von 1832 bis 2001 war die Währung Belgiens der Belgische Franken bzw. Belgische Franc. © Johan/Imago
Belgische Franken
Während er in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens Franken genannt wurde, war er in Deutschland und Österreich meist als Franc bekannt. 1 Franc ergab 100 Centimes. © Paolo77/Imago
D-Mark-Scheine und Pfennigmünzen
Diese Scheinchen und Münzen dürften Ihnen bekannt vorkommen. Haben Sie noch D-Mark und Pfennig zuhause? © Imago
Estnische Krone
Von 1928 bis 1940 und von 1992 bis 2010 war die Estnische Krone die Währung Estlands. In der Zeit dazwischen war Estland von der Sowjetunion annektiert worden – zur gemeinsamen Währung wurde der Sowjetische Rubel. Seit dem Beitritt Estlands am 1. Januar 2011 in die Europäische Währungsunion zahlt man in dem baltischen Staat mit Euro. © Johan/Imago
Finnische Mark
Die Finnische Bank tauschte noch bis Ende Februar 2012 Finnische Mark und Pfennig in Euro um. Seitdem hat die Währung, die umgangssprachlich in Deutschland auch Finnmark genannt wurde, nur noch Sammlerwert.  © Janusz Pienkowski/Imago
Französische Franc
Der Französische Franc, ehemalige Währung in Frankreich, zirkulierte auch in Monaco parallel zum Monegassischen Franc und war einziges gesetzliches Zahlungsmittel in Andorra. © Marek Uliasz/Imago
Monegassischer Franc
Der Monegassische Franc des Fürstentums Monaco war paritätisch an den Französischen Franc gebunden und auch in Frankreich gesetzliches Zahlungsmittel, da eine Währungsunion zwischen Monaco und Frankreich besteht. © Ivan Vdovin/Imago
Griechische Drachme
Die Drachme gilt als älteste Währungseinheit der Welt, denn schon in der Antike zahlte man mit Drachmen. Mit der Einführung des Euro ging in Griechenland eine Ära zu Ende. © CSP_majaan/Imago
Irischer Pfund
Beim Irischen Pfund galt, ebenso wie beim Britischen Pfund, 100 Pence = 1 Pfund. © Schöning/Imago
Italienische Lira
Mit Italienischer Lira bezahlte man vor der Einführung des Euro in Italien, San Marino und in der Vatikanstadt. © Imago

Mehrkosten für Strom: Wegfall der EEG-Umlage sorgt für Erleichterung

Auch Stromanbieter schrauben ihre Preise hoch. Im Durchschnitt betragen die Preiserhöhungen 22,6 Prozent und betreffen rund 7,7 Millionen Haushalte, so die Check24-Information. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 5.000 kWh bedeutet das zusätzliche Kosten von durchschnittlich 380 Euro pro Jahr, heißt es weiter. Zugutekommt den Bürgern der vom Bundestag beschlossene Wegfall der EEG-Umlage (EEG steht für das Erneuerbare-Energien-Gesetz). Der Beschluss trat am 1. Juli in Kraft und hat für einen Singlehaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von rund 1.500 kWh etwa 66 Euro Preiserleichterung zur Folge. Ein Haushalt, der rund 5.000 kWh jährlich verbraucht, zahlt etwa 222 Euro weniger, so Check24.

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Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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