Kleinanleger sollten achtsam sein

Sparer aufgepasst: Das sollten Sie bei Negativzinsen sofort beachten

Manche Banken verlangen für Guthaben auf dem Konto ab dem ersten Euro Strafzinsen.
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Manche Banken verlangen für Guthaben auf dem Konto ab dem ersten Euro Strafzinsen.

Immer mehr Banken führen Negativzinsen für Tagesgeld- und Girokonten ein. Auch für Kunden, die keine Millionenbeträge auf der hohen Kante haben. Was Kleinanleger wissen sollten.

Update vom 03.03.2020: Negativzinsen sollen Sparer davon abhalten, größere Geldbeträge anzulegen. Allerdings informieren laut der Verbraucherzentrale viele Banken ihre Kunden unzureichend über mögliche Strafzinsen. Darüber berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). In dem Bericht heißt es: Wer Geld auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto habe, zahle drauf.

Die sogenannten Verwahrungsentgelte betrafen bisher nur Vermögen von über 100.000 Euro, schreibt dpa. Jetzt berechnen erste Anbieter diese Negativzinsen ab dem ersten Euro, wie die Verbraucherzentrale Hamburg laut dpa erklärte. Das gilt in der Regel nur für Neukunden. Doch auch Bestandskunden würden inzwischen angeschrieben.

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Verbraucherzentrale: Als Neukunde Bank nach Strafzinsen fragen

Die Verbraucherschützer kritisieren dem Bericht zufolge zudem, dass Kunden die Information über Negativzinsen erst im Kleingedruckten suchen müssten. Sie raten, als Neukunde gezielt danach zu fragen.

Immer mehr Kreditinstitute verlangen Negativzinsen

Nach einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox erheben aktuell 237 Kreditinstitute Negativzinsen von Privatkunden; betroffen seien überwiegend Tagesgeld- und Girokonten. Den Angaben zufolge räumen 79 Geldhäuser ihren Kunden deutlich weniger als 100.000 Euro Freibetrag ein, schreibt dpa außerdem (Stand: 22. Februar) zu den genannten Zahlen konkret, „davon berechnen 8 Institute bereits ab dem ersten Euro“, heißt es in dem Bericht.

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Kleinanleger: Tipps, was Sie bei Negativzinsen beachten müssen

Artikel vom 13.08.2020: Die Zeiten für Sparer* sind nicht einfach: Immer mehr Banken führen Negativzinsen für Tagesgeld- und Girokonten ein. Und das kann auch die Kleinanleger treffen. Lesen Sie hier die Tipps, was Sie bei Negativzinsen beachten sollten:

Das sollten Sparer bei Negativzinsen prüfen

Kommt ein Bank-Wechsel in Frage? Es gibt nach wie vor Banken, die auch in der anhaltenden Niedrigzinsphase mit deutlich besseren Angeboten locken. Es kann sich also durchaus lohnen, die Angebote der verschiedenen Banken, miteinander zu vergleichen. Betroffene Kunden sollten sich „mit alternativen Anlagemöglichkeiten oder sogar mit einem Kontowechsel auseinandersetzen", rät auch Max Herbst von der FMH-Finanzberatung in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

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Welche Konten sind überhaupt betroffen? Max Herbst erklärt in dem dpa-Interview die Hintergründe: „Wir sprechen vom Tagesgeldkonto und wir sprechen vom Girokonto. Es gibt etliche Banken, die schon ab dem ersten Euro auf dem Tagesgeld Strafzinsen verlangen. Auf dem Girokonto liegt die Untergrenze bei einigen wenigen Banken schon oder erst bei 5.000 Euro, was zeigt, dass man den Girokunden nicht so schnell vergraulen will. Wenn die Bank Negativzinsen verlangt, muss sie das allerdings rechtzeitig mitteilen.“

Tipps für Kleinanleger - welches Konto lohnt sich?

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Welche Tipps sollten Privatanleger beachten? Der Finanzexperte sagt in dem Interview: „Die erste Frage ist: Muss ich so viel Geld auf dem Tagesgeld- oder Girokonto rumliegen haben? Nehmen wir mal einen Betrag von 50.000 Euro. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich das ganze Geld jetzt sofort brauche? Könnte man vielleicht 40.000 Euro bei der gleichen oder fremden Bank auf ein Festgeldkonto mit 0,2 Prozent und mehr für ein Jahr anlegen? Dann habe ich dieses Geld von Konto A nach Konto B transferiert und statt Minuszinsen kriege ich Guthabenzinsen.“ Dann habe man am Jahresende Zinsen verdient und nach einem Jahr entscheide man erneut, wie man das Ersparte verteilte.

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Gut zu wissen: Ein neues Konto zu öffnen, dauert demnach etwa eine halbe Stunde. Kreditnehmer wiederum können von niedrigen Zinsen entsprechend profitieren. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.de.

Platz für alle Karten

Für eine bessere Übersicht im Portemonnaie empfiehlt sich eine Geldbörse mit mehreren Kartenfächern (werblicher Link), in der alles seinen Platz hat.

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Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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