Vorbei an der Lebensrealität

Rente mit 70? Bundesarbeitsminister verspricht, das Renteneintrittsalter nicht zu erhöhen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verspricht, dass das gesetzliche Renteneintrittsalter nicht angehoben wird.

Menschen, die nach 1964 geboren wurden, können laut der Deutschen Rentenversicherung derzeit im Regelfall mit 67 Jahren in Rente gehen. Wer früher in den Ruhestand gehen will, muss mit Abschlägen rechnen. Bei der Erwerbsminderungsrente wird der Deutschen Rentenversicherung zufolge die Altersgrenze für den abschlagsfreien Rentenbeginn grundsätzlich auf das 65. Lebensjahr angehoben.

Durch den Fachkräftemangel, geburtenstarke Jahrgänge und steigenden Lebenshaltungskosten, gerät das deutsche Rentensystem immer mehr in eine Schieflage. Stimmen, die eine Erhöhung des Renteneintrittsalters fordern, werden lauter. Wenn es nach Bundesarbeitsminister Hubertus Heil geht, soll es aber genau das nicht geben.

Rente mit 70? Laut Bundesarbeitsminister mit der Lebensrealität vieler Menschen nicht vereinbar.

Heils Versprechen: „Wir haben in der Koalition vereinbart, dass wir das gesetzliche Renteneintrittsalter nicht erhöhen. Und daran wird sich nichts ändern.“

Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, verspricht gegenüber der Funke Mediengruppe: „Wir haben in der Koalition vereinbart, dass wir das gesetzliche Renteneintrittsalter nicht erhöhen. Und daran wird sich nichts ändern.“ Zuletzt forderten Ökonomen aufgrund der sehr hohen Inflation und der gestiegenen Kosten eine Erhöhung des Renteneintrittsalters. Helfen soll auch das Entlastungspaket der Bundesregierung. Wie Sie als Rentnerin bzw. Rentner die Energiepauschale bekommen, erfahren Sie hier.

Die Vorstellung, dass man im Stahlwerk oder an der Supermarktkasse, als Polizistin oder als Krankenschwester bis 70 arbeiten soll, die können nur Leute haben, die in einer ganz anderen Welt leben.

Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales der Bundesrepublik Deutschland

„Was ich richtig finde, ist der flexible Übergang in den Ruhestand. Das ist vollkommen in Ordnung. Aber die Vorstellung, dass man im Stahlwerk oder an der Supermarktkasse, als Polizistin oder als Krankenschwester bis 70 arbeiten soll, die können nur Leute haben, die in einer ganz anderen Welt leben“, sagte Heil.

Hubertus Heil: „Wir haben in der Koalition vereinbart, dass wir das gesetzliche Renteneintrittsalter nicht erhöhen. Und daran wird sich nichts ändern.“

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Renteneintrittsalter: Bis 70 arbeiten? Eine „Phantom-Debatte“ laut Hubertus Heil

„Ich halte es für eine Phantom-Debatte, bis 70 arbeiten zu wollen oder zu sollen. Das ist eine Diskussion, die mit der Lebensrealität vieler Menschen in Deutschland nicht zu vereinbaren ist“, sagte Heil. Wie die Bundesregierung das Problem mit der Rente dann in den Griff bekommen will, bleibt abzuwarten. Derzeit wird die Altersgrenze für das Renteneintrittsalter in Deutschland bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. (jn)

Rubriklistenbild: © Sascha Steinach/Imago

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