Viele Beschäftigte betroffen

Schönes Extrageld im November: Wer sich in diesem Jahr über Weihnachtsgeld freuen darf

In vielen Unternehmen gibt es Ende November oder Anfang Dezember ein Weihnachtsgeld on top. Die wichtigsten Fakten rund um die Sonderzahlung vom Arbeitgeber.

Zahlreiche Beschäftigte in Deutschland dürfen sich auch in diesem Jahr über ein Weihnachtsgeld freuen. Die Sonderzahlung gibt es in einigen Unternehmen mit dem Novembergehalt obendrauf. Ausgezahlt wird das Weihnachtsgeld in den meisten Fällen somit Ende November oder Anfang Dezember.

Weihnachtsgeld 2022: Wer hat einen Anspruch auf die Sonderzahlung?

Ein Anspruch auf Weihnachtsgeld kann sich aus dem Arbeits- oder Tarifvertrag ergeben.

Einen gesetzlichen Anspruch auf die Sonderzahlung vom Arbeitgeber gibt es nicht. Der Anspruch könnte sich allerdings aus dem Arbeits- oder aus dem Tarifvertrag ergeben. Vor allem Arbeitnehmer, die nach Tarifverträgen bezahlt werden, können sich weitgehend darauf verlassen, dass sie im November oder Dezember ein Weihnachtsgeld erhalten: Im Schnitt werden an Tarifbeschäftigte 2.747 Euro überwiesen, wie das Statistische Bundesamt der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge berichtete.

Anspruch auf Weihnachtsgeld? „Betriebliche Übung“ ein möglicher Grund

Ohne Tarifvertrag sinke die Chance auf Weihnachtsgeld auf 42 Prozent, berichtet die gewerkschaftliche Hans-Böckler-Stiftung unter Berufung auf Selbsteinschätzungen von rund 63.000 Menschen, die ihre Bezüge auf dem Portal „Lohnspiegel.de“ eingetragen haben. Unterm Strich erhält demnach gut die Hälfte (54 Prozent) der Beschäftigten in Deutschland Weihnachtsgeld, berichtet dpa.

Ergibt sich auch aus dem Arbeitsvertrag keine entsprechende Regelung zum Weihnachtsgeld, könnte sich immer noch ein Anspruch aus der „betrieblichen Übung“ ableiten. Darüber berichtet das Magazin „BAM“ der Arbeitnehmerkammer Bremen (Ausgabe 11/12 2021): „Wenn der Arbeitgeber über mindestens drei Jahre ein gleich hohes Weihnachtsgeld zahlt, ergibt sich ein Anspruch auf Zahlung von Weihnachtsgeld aus der sogenannten betrieblichen Übung – es sei denn, er hat ‚unter Vorbehalt‘ gezahlt, heißt es in dem Beitrag. „Dann wäre im Einzelfall bei Streitigkeiten eine rechtliche Beratung empfehlenswert.“

Energiepreispauschale einfach: Wie viel Geld gibt es für wen?

Heizungsregler. Von der Energiepauschale profitieren einkommensteuerpflichtige Erwerbstätige, die in den Steuerklassen 1 bis 5 eingeordnet sind.
Von der Energiepauschale profitieren einkommensteuerpflichtige Erwerbstätige, die in den Steuerklassen 1 bis 5 eingeordnet sind, Selbstständige und etwa pauschalbesteuerte Minijobber. © Marcus Brandt/Imago
Frau hält 300 Euro. Die Energiepauschale wurde im Herbst vom Arbeitgeber als Zuschuss zum Gehalt ausgezahlt.
Die Energiepauschale wurde im Herbst vom Arbeitgeber als Zuschuss zum Gehalt ausgezahlt.  © Anke Bingel/epd/Imago
Frau sitzt zu Hause und erledigt die Steuererklärung. Die Energiepauschale ist steuerpflichtig. Wer einen hohen Steuersatz hat, kriegt schlussendlich weniger Geld raus.
Die Energiepauschale ist allerdings steuerpflichtig. Wer einen hohen Steuersatz hat, kriegt schlussendlich weniger Geld raus. © Roman Möbius/Imago
Mann hält Geldbeutel. Wer als Beschäftigter unter dem Grundfreibetrag bleibt, profitiert von der vollen Summe.
Wer als Beschäftigter unter dem Grundfreibetrag bleibt, profitiert von der vollen Summe. © Bihlmayerfotografie/Imago
Selbstständige schreibt auf einem Block.
Auch Selbstständige können profitieren: Sie erhalten die Energiepreispauschale über ihre vierteljährliche Vorauszahlung. Sie zahlen einfach 300 Euro weniger Steuern. © Oleksandr Latkun/imageBROKER/Imago
Allerdings muss der Energiezuschuss, genau wie bei Angestellten, noch versteuert werden. Bei Selbstständigen geschieht dies über die Einkommenssteuererklärung.
Allerdings muss der Energiezuschuss, genau wie bei Angestellten, noch versteuert werden. Bei Selbstständigen geschieht dies über die Einkommenssteuererklärung. © Lobeca/RalfxHomburg/Imago
Geldscheine auf einem Heizkörper. Rentner und Studenten waren zunächst leer ausgegangen, doch mit dem dritten Entlastungspaket hat sich das geändert.
Rentner und Studenten waren zunächst leer ausgegangen, doch mit dem dritten Entlastungspaket hat sich das geändert. © Anke Bingel/epd/Imago
Stempel mit der Aufschrift „300 Euro“. Die Energiepreispauschale von 300 Euro für Rentnerinnen und Rentner soll bis Mitte Dezember als Einmalzahlung ausgezahlt werden.
Die Energiepreispauschale von 300 Euro für Rentnerinnen und Rentner soll bis Mitte Dezember als Einmalzahlung ausgezahlt werden. © Felix Schlikis/Lobeca/Imago
Hände eines Rentners beim Geld zählen. Die Energiepreispauschale wird brutto ausbezahlt. Unter Umständen muss sie dann versteuert werden.
Rentnerinnen und Rentner müssen noch etwas beachten: Die Energiepreispauschale wird ebenfalls brutto ausbezahlt. Unter Umständen muss sie dann versteuert werden. © Sven Simon/Imago
Geldbörse mit 200 Euro. Studierende und Fachschüler werden die 200-Euro-Energiepreispauschale voraussichtlich im kommenden Jahr bekommen und sie vorher beantragen müssen.
Die mehr als drei Millionen Studierenden und Fachschüler hierzulande werden die ihnen versprochene 200-Euro-Energiepreispauschale voraussichtlich im kommenden Jahr bekommen und sie vorher beantragen müssen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa, Stand: 9. November) berichtete. Das sehe ein erster Entwurf für ein entsprechendes Gesetz aus dem Bundesbildungsministerium vor. Er werde nun innerhalb der Bundesregierung und mit den Bundesländern abgestimmt.  © RalfxHomburg/Lobeca/Imago

Erfahren Sie zudem hier, in welchen Fällen Sie nach einer Kündigung noch Anspruch auf Weihnachtsgeld haben.

Rubriklistenbild: © Ingeborg Knol/Imago

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