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Handwerkerkosten in der Steuererklärung absetzen: Worauf Sie achten müssen

Ein Handwerker überprüft die Rohre unter der Spüle.
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Ein Handwerker kann ganz schön teuer sein – manchmal lassen sich die Kosten aber von der Steuer absetzen.

Ob bei der Renovierung oder aufgrund von Reparaturen: Im Haushalt fallen immer mal wieder Handwerkerkosten an. Manches davon lässt sich bei der Steuer absetzen.

Ein defekter Geschirrspüler, verstopfte Rohre oder Malerarbeiten: Es gibt zahlreiche Gründe einen Handwerker zu rufen – gerade, wenn sich die Aufgaben zu kompliziert für den Laien gestalten. Dabei müssen Mieter hin und wieder ganz schön tief in die Tasche greifen. Doch in manchen Fällen lassen sich die Handwerkerkosten bei der Steuererklärung absetzen*. Ob das bei Ihnen der Fall ist und worauf Sie dabei achten müssen, lesen Sie hier.

Mietwohnung oder Neubau? Wann Sie Handwerkerkosten absetzen dürfen

Um Handwerkerkosten von der Steuer absetzen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört:

  • Sie vergeben den Auftrag als Privatperson.
  • Die Arbeiten finden auf Ihrem Grundstück, in Ihrer selbstgenutzten Wohnung oder im eigenen Haus statt.
  • Es handelt sich um Renovierungen oder Reparaturen. Neubaumaßnahmen sind nicht absetzbar.

Welche Handwerkerkosten von der Steuer abgesetzt werden können

Wie erwähnt darf es sich bei den Handwerkerkosten nur Arbeiten zur Instandsetzung oder Renovierung halten. Folgendes ist damit mit eingeschlossen:

  • Reparatur von Haushaltsgeräten
  • Renovierung von Bad oder Küche
  • Wartung der Heizung
  • Maler- und Tapezierarbeiten

Abgesehen davon gibt es auch für Flächenerweiterungen eine Steuerermäßigung, wie das Portal finanztip.de erklärt. Das kann zum Beispiel der nachträgliche Bau eines Dachgeschosses oder der Bau eines Wintergartens sein. Nicht absetzbar sind aber Gutachter oder Entsorgungsdienstleistungen, wenn diese nicht Teil der Renovierungsmaßnahmen sind, heißt es laut dem Online-Portal taxfix.de.

Erfahren Sie hier: Haftpflichtversicherung in Steuererklärung absetzbar? So funktioniert‘s.

Wie viel der Kosten darf in der Steuer abgesetzt werden?

Bei der Steuererklärung dürfen Sie 20 Prozent des Arbeitslohns des Handwerkers von Ihrer Steuerschuld abziehen. Außerdem dürfen Sie die Fahrt- und Gerätekosten des Handwerkers angeben, ebenso wie Verbrauchsmittel, die der Handwerker verwendet – also zum Beispiel Klebeband. Materialkosten für Farben, Tapeten und Ähnliches hingegen sind nicht absetzbar. Daher sollten Sie bei der Rechnung immer darauf achten, dass der Arbeitslohn und die Materialkosten separat aufgeführt sind. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie den Handwerker nachträglich darum bitten. Bei Gebühren für den Schornsteinfeger müssen Sie jedoch nicht darauf achten – diese Kosten können Sie komplett von der Steuer absetzen. Jährlich können Sie maximal 1.200 Euro in der Steuererklärung eintragen (§ 35a EStG). Achten Sie aber immer darauf, dass Sie die Rechnung per Überweisung begleichen. Bar bezahlte Rechnungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt.

Wichtig für die Steuererklärung ist zudem das Datum der Bezahlung und nicht das Datum, an dem die Rechnung gestellt wurde. Haben Sie die Rechnung zum Beispiel im Dezember 2020 erhalten, aber erst im Januar 2021 beglichen, dürfen Sie die Kosten erst für das Jahr 2021 absetzen.

Auch interessant: Wie und wo Sie Kontoführungsgebühren bei der Steuererklärung angeben.

Wo werden die Handwerkerkosten in der Steuererklärung angegeben?

Handwerkerleistungen werden in Zeile 75 auf Seite 3 des Mantelbogens unter dem Bereich „Haushaltsnahe Dienstleistungen, Dienstleistungen, Handwerkerleistungen“ eingetragen. Hier wird immer der Bruttorechnungsbetrag angegeben. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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