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Grundsteuererklärung ohne Elster – es gibt eine alternative Methode

Die Grundsteuererklärung müssen Besitzer von Wohnung, Haus oder Grundstück bis 31. Oktober abgeben. Das Ganze geht aber auch ohne Elster.

Die Grundsteuerreform hat zur Folge, dass Immobilieneigentümer 2022 eine Grundsteuererklärung abgeben müssen. Diese ist wie eine zweite Steuererklärung für dieses Jahr zu sehen. Die Frist: Bis 31. Oktober ist es noch möglich, die Erklärung bei den Finanzämtern einzureichen. In elf Bundesländern geht das jetzt auch ohne Elster-Formular.

Zum Hintergrund: Die Grundsteuerreform macht die Neubewertung von rund 36 Millionen Grundstücken in Deutschland notwendig. Um die Abgabe der Grundsteuererklärung so einfach wie möglich für die Eigentümer zu gestalten, hat die Finanzverwaltung ein Internetportal eingerichtet, wie der Bund der Steuerzahler Deutschland informiert. Damit können grundsteuerpflichtige Bürger jetzt neben der Steuersoftware Elster auch das Portal Grundsteuererklaerung-fuer-privateigentum.de nutzen.

Diese neun Mythen kursieren über die Rente

Zu sehen sind mehrere Senioren, die auf einer Bank sitzen.
Wenn die Rente bevor steht, dann kommen viele Fragen auf. Wie lange muss man gearbeitet haben? Wie wird die Rente versteuert? Das sind nur wenige Fragen, die Sie sich vielleicht stellen. Hier bekommen Sie die Antworten.  © Imago
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Mythos 1: Die Rente kommt automatisch. Das ist nicht der Fall. Man muss die Rente bei der gesetzlichen Rentenversicherung frühzeitig schriftlich beantragen.  © Birgit Reitz-Hofmann/Imago
Ein Senior verdient sich neben seiner Rente etwas dazu.
Mythos 2: Neben der Rente darf man unbegrenzt dazuverdienen. Das stimmt nicht, eine Grenze gibt es. Wer früher in Rente geht oder erwerbsunfähig ist, kann bis zu 6300 Euro im Jahr dazuverdienen. Verdient man mehr, kann das auf die Rente angerechnet werden.  © Imago
Zu sehen ist eine Tastatur mit einer Tastatur und einem grünen Post-It. Darauf steht „Mein letzter Arbeitstag“.
Mythos 3: Die Höhe der Rente setzt sich aus den letzten Arbeitsjahren zusammen. Das stimmt so nicht. Die Rentenhöhe berechnet sich aus dem gesamten Versicherungsleben.  © O. Diez/Imago
Zu sehen ist ein älterer Mann auf einer Sportmatte. Er sitzt und neben ihm liegen Kurzhanteln.
Mythos 5: Ein Reha-Aufenthalt mindert die Rente. Dieser Mythos stimmt nicht. Das Gegenteil ist der Fall. In der Rehabilitation werden die Pflichtbeiträge zu 80 Prozent des vergangenen Bruttolohns von der Rentenversicherung gezahlt. Das erhöht den späteren Rentenanspruch.  © Hodei Unzueta/Imago
Zu sehen ist ein Antrag auf Hinterbliebenenrente, darauf liegt Geld.
Mythos 6: Nur Frauen haben Anspruch auf Hinterbliebenenrente. Das stimmt nicht. Zwar ist die Witwenrente bekannter, aber auch Männer erhalten Witwerrente. Seit 1986 sind Männer und Frauen in der Rentenversicherung gleichberechtigt.  © Sabine Brose, Frank Sorge/Imago
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Mythos 7: Nach 45 Jahren im Beruf kann man schon mit 63 Jahren in Rente gehen. Das stimmt nur zum Teil. Wer so lange im Berufsleben war, der kann grundsätzlich früher in Rente gehen. Allerdings verschiebt sich das Renteneintrittsalter je nach Geburtsjahr nach hinten.  © Imago
Zu sehen ist jemand, der am PC arbeitet.
Mythos 8: Einen Rentenanspruch hat erst jemand, der 15 Jahre gearbeitet hat. Das ist falsch. Die Mindestversicherungszeit für die Regelaltersrente beträgt fünf Jahre.  © Rüdiger Wölk/Imago
Zu sehen ist eine alte Frau, die ein Heft vor sich liegen hat. Sie schaut ihre Katze an.
Mythos 9: Die Rente muss nicht versteuert werden. Das ist falsch. Grundsätzlich muss eine Einkommens- bzw. Lohnsteuer auf die Rente gezahlt werden. Das Geld wird derzeit nicht voll versteuert. Der Prozentsatz ist abhängig vom Renteneintritt.  © Imago
Zu sehen ist eine Deutschlandkarte, darauf sind Balken zu sehen.
Mythos 10: Wenn man Ostrente bezieht und in den Westen umzieht, bekommt man Westrente. Das stimmt nicht. Die Altersrente wird einmal anhand der Entgeltpunkte errechnet, die am Beschäftigungsort erworben wurde. Der Wohnsitz spielt dabei keine Rolle. Auch für Rentenerhöhungen ist der Wohnortswechsel unerheblich.  © Imago

Grundsteuererklärung ohne Elster: Nicht alle Bundesländer machen mit beim Bundesmodell

Was für die Nutzung spricht? „Der Vorteil ist, dass hier kein Elster-Zertifikat für die Abgabe der Erklärung benötigt wird“, zitiert das Portal Chip.de Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler. Die Angaben könnten direkt auf der Homepage eingegeben werden. Allerdings kann das neue Portal nicht von allen Bundesbürgern genutzt werden. So heißt es auf den Seiten von Grundsteuererklaerung-fuer-privateigentum.de: „‘Grundsteuererklärung für Privateigentum‘ ist für Bundesländer entwickelt, die am Bundesmodell teilnehmen. Das sind folgende 11 Bundesländer: Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen.“

Die Grundsteuererklärung kann einfach am PC oder am Tablet ausgefüllt werden. (Symbolbild)

Grundsteuererklärung ohne Elster: So geht‘s Schritt für Schritt

Wer die neue Plattform nutzen möchte, sollte wie folgt vorgehen:

  • Zuerst müssen Sie die Registrierung vornehmen, dazu die Website www.grundsteuererklaerung-fuer-privateigentum.de aufrufen und auf den Anmelde-Button oben rechts klicken. Sie werden aufgefordert, Ihre Mailadresse einzugeben. Bestätigen Sie danach den Link in der Nachricht, die Sie erhalten. Beantragen Sie dann den Freischaltcode, der Ihnen per Post zugesandt wird.
  • Bis der Freischaltcode postalisch bei Ihnen eingeht, vergehen bis zu 14 Tage, wie Chip.de informiert. In der Zwischenzeit können Sie die Steuererklärung aber bereits bearbeiten, heißt es weiter. Folgende Informationen dürfen nicht fehlen: Größe des Grundstücks, die Steuernummer und das Aktenzeichen des Grundstücks, das genaue Baujahr bei Gebäuden ab 1949, die Wohnfläche, etc.
  • Hilfetexte sollen dem Nutzer die Eingabe der Daten erleichtern, so Informationen des Bunds der Steuerzahler. Auch auf der Seite bereits hinterlegte Informationen sollen automatisch abgerufen werden können vom Anwender, etwa Angaben zum Bodenrichtwert.

Wichtig zu wissen: Wer das Portal für die Grundsteuererklärung nutzt und die Eingaben speichern und später weiterbearbeiten möchte, muss dasselbe Gerät und denselben Browser nutzen. Die Infos werden nämlich in einem Cookie gespeichert, so lauten Informationen von Chip.de.

Steuererklärung: Stimmen Sie mit ab.

Rubriklistenbild: © Rainer Berg/Imago

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