Preis ist gesunken

Früher in Rente: Bis Dezember zusätzlich einzahlen, lohnt sich 2022 richtig

Aufgrund der Inflation und der steigenden Preise sollen Bürger finanziell entlastet werden. Das Plus lohnt sich, in die Rentenkasse einzuzahlen.

Die Ampelkoalition hat vor einiger Zeit ein Entlastungspaket für Bürger geschnürt. Infolge der Corona- und Ukrainekrise müssen viele den Gürtel enger schnallen. Und der Winter steht noch bevor. Einige fürchten schon jetzt, dass die Heizkosten explodieren und gewaltige Nachzahlungen im kommenden Jahr auf sie zukommen.

Rente: Bis Dezember zusätzlich einzahlen lohnt sich dieses Jahr besonders

Interessant ist aber auch: Rentner waren anfangs nicht berücksichtigt worden, doch seit Anfang Juli erhalten insgesamt 21 Millionen Rentner und Rentnerinnen in Westdeutschland 5,35 Prozent mehr Rente, in den östlichen Bundesländern sind es sogar 6,12 Prozent. Doch generell lohnt es sich, bereits jetzt als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin für die Altersvorsorge vorzuplanen.

Wer früher in Rente gehen will, sollte 2022 noch extra in die Rentenkasse einzahlen. (Symbolbild)

Es empfiehlt sich für diese, noch bis Ende 2022 die gesetzliche Rente aufzustocken, rät Stiftung Warentest. Das gilt besonders für alle Rentenversicherten ab einem Alter von 50 Jahren, wenn sie vor ihrem regulären Renteneintritt auf mindestens 35 Versicherungsjahre kommen. Das geht am besten, indem man in die gesetzliche Rentenversicherung extra einzahlt.

Rente: 2023 wird ein Entgeltpunkt schon wieder teurer

Zum Vergleich: Im Jahr 2021 waren für einen Rentenpunkt 7.727 Euro nötig, dieses Jahr sind es für Versicherte nur 7.236 Euro, um die Abschläge bei einer Frührente auszugleichen. Ein Entgeltpunkt entspricht aktuell monatlichen Rentenansprüchen von 36,02 Euro für Westdeutschland und 35,52 Euro für Ostdeutschland. Das bedeutet, dass es im vergangenen Jahr fast 500 Euro mehr gebraucht hat, um einen Entgeltpunkt auf dem Rentenkonto gut geschrieben zu bekommen.

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Übrigens: Versicherte müssen laut Stiftung Warentest 2023 wiederum für einen Rentenpunkt mehr hinblättern. Nach vorläufigen Berechnungen sind es satte 8.000 Euro. Doch wie gehe ich vor, wenn ich Ausgleichszahlungen leisten möchte?

Rentenmärchen: „Die Rente kommt doch automatisch“ – neun Mythen, die über das Gehalt im Ruhestand kursieren

Zu sehen sind mehrere Senioren, die auf einer Bank sitzen.
Wenn die Rente bevor steht, dann kommen viele Fragen auf. Wie lange muss man gearbeitet haben? Wie wird die Rente versteuert? Das sind nur wenige Fragen, die Sie sich vielleicht stellen. Hier bekommen Sie die Antworten.  © Imago
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Mythos 1: Die Rente kommt automatisch. Das ist nicht der Fall. Man muss die Rente bei der gesetzlichen Rentenversicherung frühzeitig schriftlich beantragen.  © Birgit Reitz-Hofmann/Imago
Ein Senior verdient sich neben seiner Rente etwas dazu.
Mythos 2: Neben der Rente darf man unbegrenzt dazuverdienen. Das stimmt nicht, eine Grenze gibt es. Wer früher in Rente geht oder erwerbsunfähig ist, kann bis zu 6300 Euro im Jahr dazuverdienen. Verdient man mehr, kann das auf die Rente angerechnet werden.  © Imago
Zu sehen ist eine Tastatur mit einer Tastatur und einem grünen Post-It. Darauf steht „Mein letzter Arbeitstag“.
Mythos 3: Die Höhe der Rente setzt sich aus den letzten Arbeitsjahren zusammen. Das stimmt so nicht. Die Rentenhöhe berechnet sich aus dem gesamten Versicherungsleben.  © O. Diez/Imago
Zu sehen ist ein älterer Mann auf einer Sportmatte. Er sitzt und neben ihm liegen Kurzhanteln.
Mythos 5: Ein Reha-Aufenthalt mindert die Rente. Dieser Mythos stimmt nicht. Das Gegenteil ist der Fall. In der Rehabilitation werden die Pflichtbeiträge zu 80 Prozent des vergangenen Bruttolohns von der Rentenversicherung gezahlt. Das erhöht den späteren Rentenanspruch.  © Hodei Unzueta/Imago
Zu sehen ist ein Antrag auf Hinterbliebenenrente, darauf liegt Geld.
Mythos 6: Nur Frauen haben Anspruch auf Hinterbliebenenrente. Das stimmt nicht. Zwar ist die Witwenrente bekannter, aber auch Männer erhalten Witwerrente. Seit 1986 sind Männer und Frauen in der Rentenversicherung gleichberechtigt.  © Sabine Brose, Frank Sorge/Imago
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Mythos 7: Nach 45 Jahren im Beruf kann man schon mit 63 Jahren in Rente gehen. Das stimmt nur zum Teil. Wer so lange im Berufsleben war, der kann grundsätzlich früher in Rente gehen. Allerdings verschiebt sich das Renteneintrittsalter je nach Geburtsjahr nach hinten.  © Imago
Zu sehen ist jemand, der am PC arbeitet.
Mythos 8: Einen Rentenanspruch hat erst jemand, der 15 Jahre gearbeitet hat. Das ist falsch. Die Mindestversicherungszeit für die Regelaltersrente beträgt fünf Jahre.  © Rüdiger Wölk/Imago
Zu sehen ist eine alte Frau, die ein Heft vor sich liegen hat. Sie schaut ihre Katze an.
Mythos 9: Die Rente muss nicht versteuert werden. Das ist falsch. Grundsätzlich muss eine Einkommens- bzw. Lohnsteuer auf die Rente gezahlt werden. Das Geld wird derzeit nicht voll versteuert. Der Prozentsatz ist abhängig vom Renteneintritt.  © Imago
Zu sehen ist eine Deutschlandkarte, darauf sind Balken zu sehen.
Mythos 10: Wenn man Ostrente bezieht und in den Westen umzieht, bekommt man Westrente. Das stimmt nicht. Die Altersrente wird einmal anhand der Entgeltpunkte errechnet, die am Beschäftigungsort erworben wurde. Der Wohnsitz spielt dabei keine Rolle. Auch für Rentenerhöhungen ist der Wohnortswechsel unerheblich.  © Imago

Rente: Auskunft bei gesetzlicher Rentenversicherung beantragen

Zuerst empfiehlt es sich, sobald wie möglich eine Auskunft bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu beantragen. Das geht mit einem Formularvordruck V0210. Auf diese Weise erfahren Sie, wie hoch die Beitragszahlung ausfallen muss, um genug zusätzliche Entgeltpunkte für eine Rentenminderung zu sammeln, um früher in Rente gehen zu können. Eine Auskunft durch die Mitarbeiter der Rentenversicherung ist in der Regel kostenlos. Zusätzlich können Sie allerdings auch immer bei Lohnsteuerhilfen, Steuerberater und Steuerberaterinnen und Co. um weiteren Rat fragen. Letzteres ist allerdings meist mit Kosten verbunden.

Rubriklistenbild: © "DGLimages"/Imago

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