Geringverdiener profitieren am meisten

Entlastungspaket 2022: So viel Geld erwartet Sie durch die Maßnahmen

Mehr Nettogehalt, Tankrabatt oder Einmalbonus für Energie – das sind einige Maßnahmen der Bundesregierung im Zuge des Energiepakets 2022. Aber was haben Sie davon?

Das Entlastungspaket 2022 der Bundesregierung soll Bürgerinnen und Bürger unterstützen. Ziel ist es, dass alle mehr Geld im Portemonnaie haben. Doch bis die Entlastungen auch für alle spürbar sind, könnte es noch etwas dauern. Einige treten zumindest schon ab Juli 2022 in Kraft. Derweil ist bereits ein neues Entlastungspaket für dieses Jahr im Gespräch. CSU-Parteichef Markus Söder fordert 300 Euro Energiepauschale für Rentnerinnen und Rentner.

Diese Maßnahmen wurden im Energiepaket 2022 beschlossen:

  • ÖPNV: Drei Mal 9 Euro für 90 Tage – ein Ticket im öffentlichen Personennahverkehr.
  • Einmalzahlung: Sozialhilfe-Empfänger sollen Zuschlag von 200 Euro bekommen.
  • Spritpreisbremse: Autofahrer sollen weniger zahlen – bei Benzinern soll es einen steuerlichen Abschlag von rund 35 Cent geben, bei Diesel sollen es gut 17 Cent sein.
  • Energiepreispauschale: Alle einkommensteuerlichen Erwerbstätigen sollen einen Zuschlag von 300 Euro brutto bekommen.
  • Kinderbonus: Pro Kind soll für Familien einmalig ein Zuschlag von je 100 Euro ausgezahlt werden.
Von dem Energiepaket 2022 der Bundesregierungen sollen laut Berechnungen des IW vor allem geringverdienende Familien profitieren. (Symbolbild)

Wie viel Geld landet in Ihrem Portemonnaie?

Alle Erwerbstätigen, die in den Steuerklassen 1 bis 5 sortiert sind, sollen von der 300 Euro brutto Energiepauschale des Energiepakets profitieren. Allerdings haben von dem vollen Betrag nur Arbeitnehmer etwas, die mit ihrem zu versteuerndem Einkommen unter dem steuerlichen Grundfreibetrag von 10.000 Euro liegen. Das geht aus Berechnungen des Bunds der Steuerzahler hervor. Wenn man diesen Ansatz verfolgt, bekäme ein verheirateter Arbeitnehmer mit Kind, Steuerklasse 4 und Jahresgehalt von 45.000 Euro 216,33 Euro Energiepreispauschale. Läge das Jahresgehalt bei 15.000 Euro, so erhielte derselbe Arbeitnehmer 248,83 Euro. Diese Zahlungen sollen im September mit dem Arbeitgebergehalt auf den Konten der Bürgerinnen und Bürger sein. Das berichtet Kreiszeitung.de.

Laut Focus haben Einmalzahlungen für Energie und der Kinderbonus am meisten Effekt für die Bürgerinnen und Bürger. Das haben Vermögensverwalter von growney für das Portal herausgefunden. Vor allem Familien mit Kindern sollen demnach von dem Energiepaket profitieren.

Die Zeit vor dem Euro: Wer kennt diese Währungen noch?

Belgische Franc
Vor dem Euro und zwar von 1832 bis 2001 war die Währung Belgiens der Belgische Franken bzw. Belgische Franc. © Johan/Imago
Belgische Franken
Während er in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens Franken genannt wurde, war er in Deutschland und Österreich meist als Franc bekannt. 1 Franc ergab 100 Centimes. © Paolo77/Imago
D-Mark-Scheine und Pfennigmünzen
Diese Scheinchen und Münzen dürften Ihnen bekannt vorkommen. Haben Sie noch D-Mark und Pfennig zuhause? © Imago
Estnische Krone
Von 1928 bis 1940 und von 1992 bis 2010 war die Estnische Krone die Währung Estlands. In der Zeit dazwischen war Estland von der Sowjetunion annektiert worden – zur gemeinsamen Währung wurde der Sowjetische Rubel. Seit dem Beitritt Estlands am 1. Januar 2011 in die Europäische Währungsunion zahlt man in dem baltischen Staat mit Euro. © Johan/Imago
Finnische Mark
Die Finnische Bank tauschte noch bis Ende Februar 2012 Finnische Mark und Pfennig in Euro um. Seitdem hat die Währung, die umgangssprachlich in Deutschland auch Finnmark genannt wurde, nur noch Sammlerwert.  © Janusz Pienkowski/Imago
Französische Franc
Der Französische Franc, ehemalige Währung in Frankreich, zirkulierte auch in Monaco parallel zum Monegassischen Franc und war einziges gesetzliches Zahlungsmittel in Andorra. © Marek Uliasz/Imago
Monegassischer Franc
Der Monegassische Franc des Fürstentums Monaco war paritätisch an den Französischen Franc gebunden und auch in Frankreich gesetzliches Zahlungsmittel, da eine Währungsunion zwischen Monaco und Frankreich besteht. © Ivan Vdovin/Imago
Griechische Drachme
Die Drachme gilt als älteste Währungseinheit der Welt, denn schon in der Antike zahlte man mit Drachmen. Mit der Einführung des Euro ging in Griechenland eine Ära zu Ende. © CSP_majaan/Imago
Irischer Pfund
Beim Irischen Pfund galt, ebenso wie beim Britischen Pfund, 100 Pence = 1 Pfund. © Schöning/Imago
Italienische Lira
Mit Italienischer Lira bezahlte man vor der Einführung des Euro in Italien, San Marino und in der Vatikanstadt. © Imago

Entlastungspaket 2022: Wer profitiert allgemein am meisten?

Die Entlastungen sollen vor allem geringverdienenden Familien helfen. Das geht aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für Welt am Sonntag hervor. Darunter fallen Familien mit einem Jahresbruttogehalt von 35.000 Euro. Wenn diese Familie zwei Kinder hat, dann bekommen sie folgende Zahlungen: Pro Erwachsener 300 Euro Energiepauschale, pro Kind 100 Euro Kinderbonus, nach Abzug der Steuern bleiben dann 657 Euro. Die Berechnungen gehen davon aus, dass niemand der Erwachsenen mit dem Auto zur Arbeit fährt.

Entlastungspaket 2022: Wer geht leer aus?

Alle, die nicht erwerbstätig sind, bekommen keine 300 Euro Energiepauschale. Das betrifft vor allem Rentnerinnen und Rentner sowie Studierende. In der Politik gibt es mit der Forderung von Markus Söder (CSU) aber Bestrebungen, dies zu ändern. Was daraus wird ist allerdings noch nicht klar. (cbl)

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Rubriklistenbild: © Sascha Steinach/imago

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