Wie viel brauche ich?

Bargeld für den Notfall: Im Kleiderschrank ist kein gutes Versteck

Die Polizei rät generell davon ab, zu viel Bargeld zu Hause zu lagern. Für den Notfall kann eine gewisse Menge dennoch sinnvoll sein. 

Die Corona-Pandemie hat dafür gesorgt, dass immer mehr Deutsche mit Karte zahlen: Der Transaktionsanteil hat laut einer EHI-Studie von 26,1 Prozent auf 37,9 Prozent zugelegt. Bar-Transaktionen seien hingegen „signifikant zurückgegangen“. Trotzdem ist es in manchen Fällen sinnvoll, über etwas Bargeld zu verfügen. Das hat zum Beispiel ein Softwarefehler bei den Geräten für die Kartenzahlung am 24. Mai dieses Jahres gezeigt. Aufgrund der Störung konnten Kunden bundesweit in zahlreichen Geschäften nur noch mit Bargeld bezahlen. Aber über wie viel Bares sollte man wirklich verfügen oder wo verwahrt man es am besten zuhause?

Wie viel Bargeld sollte ich für den Notfall zu Hause haben?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät Bürgern dazu, eine ausreichende Bargeldmenge im Haus zu haben. Eine konkrete Summe wird von der Behörde dabei nicht genannt. Ein Richtwert könnte jedoch die Empfehlung des Oberösterreichischen Zivilschutzes sein, der von 500 Euro pro Haushalt in kleinen Scheinen spricht. Wie viel Geld vorhanden sein sollte, hängt aber auch von der Anzahl an Personen im Haushalt ab – hier muss eventuell mit etwas mehr Puffer gerechnet werden, um für eine Zeit lang über die Runden zu kommen.

Wählen Sie zuhause kein klassisches Bargeldversteck.

Interessant ist, dass die Deutschen sogar mehr aufbewahren: Die Deutsche Bundesbank fand heraus, dass Privatpersonen im Schnitt 1.364 Euro zu Hause liegen haben. Im Portemonnaie befinden sich circa 107 Euro. Auffällig ist aber, dass die Bargeldverteilung sehr unterschiedlich ausfällt. Während die Mehrheit kein oder nur wenig Bargeld aufbewahrt, gibt es wenige, die viel Bargeld anhäufen.

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Gibt es eine Obergrenze für Bargeld im Haus?

Generell ist es nicht verboten, größere Mengen an Barem in den eigenen vier Wänden zu haben. Dennoch ist es wichtig, ein gutes Mittel zu finden. Denn es besteht immer das Risiko eines Diebstahls oder eines Schadens durch Wasser und Feuer, wie die Allianz Versicherung informiert. Eine Hausratversicherung übernimmt in solchen Fällen nur einen bestimmten Höchstbetrag. Wer deutlich mehr als diese Summe zu Hause lagert, kann nicht auf eine Erstattung hoffen.

Die Zeit vor dem Euro: Wer kennt diese Währungen noch?

Belgische Franc
Vor dem Euro und zwar von 1832 bis 2001 war die Währung Belgiens der Belgische Franken bzw. Belgische Franc. © Johan/Imago
Belgische Franken
Während er in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens Franken genannt wurde, war er in Deutschland und Österreich meist als Franc bekannt. 1 Franc ergab 100 Centimes. © Paolo77/Imago
D-Mark-Scheine und Pfennigmünzen
Diese Scheinchen und Münzen dürften Ihnen bekannt vorkommen. Haben Sie noch D-Mark und Pfennig zuhause? © Imago
Estnische Krone
Von 1928 bis 1940 und von 1992 bis 2010 war die Estnische Krone die Währung Estlands. In der Zeit dazwischen war Estland von der Sowjetunion annektiert worden – zur gemeinsamen Währung wurde der Sowjetische Rubel. Seit dem Beitritt Estlands am 1. Januar 2011 in die Europäische Währungsunion zahlt man in dem baltischen Staat mit Euro. © Johan/Imago
Finnische Mark
Die Finnische Bank tauschte noch bis Ende Februar 2012 Finnische Mark und Pfennig in Euro um. Seitdem hat die Währung, die umgangssprachlich in Deutschland auch Finnmark genannt wurde, nur noch Sammlerwert.  © Janusz Pienkowski/Imago
Französische Franc
Der Französische Franc, ehemalige Währung in Frankreich, zirkulierte auch in Monaco parallel zum Monegassischen Franc und war einziges gesetzliches Zahlungsmittel in Andorra. © Marek Uliasz/Imago
Monegassischer Franc
Der Monegassische Franc des Fürstentums Monaco war paritätisch an den Französischen Franc gebunden und auch in Frankreich gesetzliches Zahlungsmittel, da eine Währungsunion zwischen Monaco und Frankreich besteht. © Ivan Vdovin/Imago
Griechische Drachme
Die Drachme gilt als älteste Währungseinheit der Welt, denn schon in der Antike zahlte man mit Drachmen. Mit der Einführung des Euro ging in Griechenland eine Ära zu Ende. © CSP_majaan/Imago
Irischer Pfund
Beim Irischen Pfund galt, ebenso wie beim Britischen Pfund, 100 Pence = 1 Pfund. © Schöning/Imago
Italienische Lira
Mit Italienischer Lira bezahlte man vor der Einführung des Euro in Italien, San Marino und in der Vatikanstadt. © Imago

Was sind sichere Verstecke für Bargeld zuhause?

Die meisten Bargeldverstecke zuhause sind nicht unbedingt kreativ, wie die Südwestbank schreibt. Eine Umfrage des Versicherungsportals knip soll gezeigt haben, dass jeder Vierte sein Bargeld im Kühlschrank versteckt. Etwa jeder Zehnte wählt ein Plätzchen im Kleiderschrank, vor allem in Socken- oder Unterwäscheschubladen. Auch unter der Matratze wird gerne Bargeld gehortet. Hinzukommen die Vorratsdose in der Küche oder der Spülkasten. Diese Verstecke sind den Einbrechern aber längst bekannt und daher keinesfalls sicher.

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Experten raten daher dazu, es Langfingern möglichst schwer zu machen, an den Bargeldbestand zu kommen. Empfehlenswert sind Orte, die schwer zugänglich oder unübersichtlich sind. Die Allianz nennt zum Beispiel als Versteck eine gefrorene Suppe: Dabei werden Geldscheine in einem wasserdichten Beutel in eine Suppe gegeben und eingefroren. Ein anderer Vorschlag ist, das Bargeld in einem Blumentopf in der Wohnung oder auf dem Balkon zu vergraben. Am sichersten ist laut dem Versicherer allerdings ein Tresor oder ein Wertschutzschrank. Dieser sollte fest montiert oder eingemauert sein, damit Einbrecher ihn nicht einfach davontragen können.

Rubriklistenbild: © Imago

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